Forum: Wirtschaft
Finanzlücke: Griechen legten Erlösversprechen auf gut Glück fest

Der griechische Finanzminister sprach vom "größten Privatisierungsprogramm der Welt", in nur vier Jahren wollte die Regierung 50 Milliarden Euro einnehmen. Doch der Verkauf des Staatsbesitzes läuft katastrophal. Der Behördenchef gab jetzt zu, dass die Zahlen "auf gut Glück" festgelegt wurden.

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horstbachhofer 29.01.2012, 19:48
100.

Zitat von c++
Ich habe mich immer gewundert, warum sich hier viele Foristen darüber echauffierten, dass Griechenland sein "Tafelsilber" verkaufen muss. Dabei wurde jedem, der Berichte über die wirtschaftliche Lage Griechenlands gelesen hat, sofort klar, dass Griechenland überhaupt kein Tafelsilber hat, nur Tafelschrott, nämlich staatliche Unternehmen, die der Versorgung der korrupten Nomenklatura des Landes mit überbezahlten Jobs diente. Um die griechische Bahn aus den Miesen zu bringen, müssten 75% der Mitarbeiter entlassen werden, die Gehälter der restlichen um 2/3 gekürzt und die Preise deutlich erhöht werden. Das schafft niemand. Wer soll Interesse an solchen Unternehmen haben?
Was ich nicht verstehe, da macht die gri. Politik eine Rechnung auf, das sie 50 Mrd. aus Privatisierungen einnehmen und der angeblich mit soviel Expertise ausgestattete IMF nickt das einfach ab? Es würde doch etwas gesunder Menschenverstand ausreichen, um rauszufinden das das nicht aufgeht. Die Firmen, die begehrt wären (Strom, Gas, Öl, Telefon, Häfen, Fluthäfen) sind bereits privatisiert, zumindest teilweise. Man kann am Börsenkurs ablesen, was eine vollständige Privatisierung brächte. Und welcher Investor, kauft eine Eisenbahn, Regionalflughäfen, Zuckerfabriken usw.? Mit Regionalflughäfen hättest selbst in Deutschland Probleme, die an den Mann zu bringen. Und selbst Telcos ist heutzutage Ladenhüter, man muss sich nur den Börsenkurs der Dt. Telekom und anderer ansehen.

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whitemouse 29.01.2012, 19:53
101. Not

Zitat von fortion
Die Griechen handeln absolut richtig und vernünftig. Wer so eine Prachtkuh, wie die EU - und insbesondere Deutschland - melken kann, der muß rausholen, was rauszuholen ist.
Nun verraten sie mir mal, was "die Griechen", die dank der sensationellen EU-Maßnahmen völlig verarmen, manche so sehr, dass sie ihre Kinder in SOS-kinderdörfer geben wollen, davon haben.

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cancun771 29.01.2012, 19:56
102. Peng! Wir sind tot

Zitat von Liberalitärer
Griechenland hat ja wieder einen Primärüberschuss. Der Default wird kommen und dann sind die Gläubiger die Kasper und Gr saniert.
Hervorragend. UNd wer hat ihnen dazu verholfen? WIR. Will sagen die EU-Sparkomissare, die anlässlich des zweiten Sparpakets nach Athen abgeordnet worden sind.

Die haben es verstanden, durch Ausgabenkürzungen und Verbesserung der Einnahmensituation die griechischen Steuereinahmen über die Staatsausgaben zu drücken - und damit den Griechen eine äußerst wirksame Waffe gegen die EU in die Hand gedrückt, die diesen bei den kommenden Verhandlungen herrlich zupass kommt.

Ich will anerkennen, dass der Westen sich nicht in einer einfachen Situation befand (und sie wird ja täglich schwieriger). Aber ich hab den Eindruck, diese Realität sickert allenfalls jetzt gerade erst langsam bei Merkel & Co. durch.

Hätte man nicht eigentlich gern Leute an der Staatsspitze, die so was bereits im Vorfeld überreißen? Dass die auch vorher mal die mögliche Alternativemit einbeziehen, dass man es eben womöglich dort NICHT mit Ehrenmännern zu tun hat, sondern unter Umständen auch mit schamlosen Bankrotteuren, denen außer ihrem politischen Vorteil und ihren persönlichen Machtspielchen alles andere egal ist?

So haben EU und EZB Milliarden an Steuergeldern nach Griechenland gepumpt und die Griechen können sich jetzt einfach umdrehen und sagen: Ätsch!

Und so, wie sie sich bisher verhalten haben, trau ich denen genau das unbesehen zu.

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Schleswig 29.01.2012, 20:02
103.

Zitat von glücklicher südtiroler
Denke das wissen auch die leader. Und ich denke das ist auch der Grund warum die Griechen nicht jeden Vorschlag aus Brüssel(oder besser aus Berlin ;) annehmen. Allesamt fürchten sie die Kettenreaktion eines griechischen defaults. Wenn Athen Brüssel den Mittelfinger zeigt und keine Zinsen mehr bedient,
Warum sollten wir den default fürchte. Das sin ja richtige Peanuts zum
Vergleich für was wier schon bürgen und bezahlt haben.

Zitat von glücklicher südtiroler
kommt der default der für Griechenland selbst schrecklich sein wird(Kapitalflucht, Versperrung des Zugangs zum Geldmarkt für Jahre ecc.).
Das stimmt, aber wir haben es nicht verschuldet. Seit zwei Jahren hören wir von GR nur ein BlAblabla., Wir hätte GR schon längst Pleite gehen lassen,. Dann wäre das Gröbste schon vorbei.

Zitat von glücklicher südtiroler
Allerdings wird der Virus sofort die anderen Staaten anstecken, Portugal als erstes. Dann aber die großen €-Staaten und dann ist eines der größten Experimente aller Zeiten, der €, beendet.
Das hat er doch schon längst. Siehe doch Italien. Was meinst was seien wird wenn DE schwächelt, und das wird es Mitte des Jahres.
Was meinst du wie das Jammer dann beginnt.


Zitat von glücklicher südtiroler
Politiker der EU und besonders auch Fr. Merkel haben ihr politisches Schicksal an den Erhalt des € gekettet. beim Scheitern geht nicht nur ein Gutteil der deutschen Guthaben im Ausland den Bach runter, sondern wird auch die Wirtschaft mitgeschädigt.
Warum geht ein Gutteil des Vermögen den Bach runter. Ist das jetzt die europäische Variante zu GR? Gesalzen mit einer gehörigen Portion Erpressung.

Zitat von glücklicher südtiroler
Allesamt fürchten sie das Experiment eines defaults in der €-Zone. Griechenland hat entgegen gängiger Meinungen eine nicht schlechte Verhandlungsposition, trotz des Desasters im Land. Daher meine Prognose: Man wird gleich wie in den letzten Monaten weiter Geld in das Land pumpen, die Griechen werden etwas reformieren, aber weit weniger schnell als angenommen... Der Druck die Eurozone zusammenzuhalten ist immens und berührt auch geostrategische Überlegungen. Da ist selbst Fr. Merkel, jenseits aller Rhetorik, machtos...
Man würde Merkel und der CDU ein großes Denkmal weihen, wenn sie den Mut hätte den Euro in der jetzigen Form sterben zu lassen.
Bevor er uns auch noch mit runter zieht. Ja wir sollten/mussten eine Brandmauer bauen.
Auch wenn die Retter mit in einem Boot sitzen sollten sie doch immer einen dicken Rettungsanzug und eine Schwimmweste bei sich führen, sowie gut zum rettenden Ufer schwimmen können.

Aber nichts desto trotz, Supi Europa. Charaktervoll, mutig, offen u.s.w. Darauf kann man richtig stolz sein.
[/QUOTE]

Gruß in die Berge

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Backslider 29.01.2012, 20:05
104.

Es ist doch alles egal, alle Deutschen Euros rein in das Black Hole Griechenland Black hole - Wikipedia, the free encyclopedia.
Ist doch egal ob bei uns die Schulen nicht genügend Geld haben, ist doch egal, daß unsere Polizei unterbesetzt und unterbezahlt ist, ist doch egal das wir bis 67 arbeiten müssen, ist doch alles egal.....
Der Michel geht sowieso nicht auf die Straße und wehrt sich und da schließ ich mich ein, bloß wie lang noch.....

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deutschmann68 29.01.2012, 20:06
105. immer noch eine Steigerung

Man denkt immer die Realtragödie in der Griechenzone kann keine weitereSteigerung mehr erfahren. Dann liest man mal wieder spiegel.de und.....
Wobei die Dreistigkeit und Lügerei unserer griechischen Freunde schon Weltklasse ist. Da wird fortdauernd gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.
So naiv können doch unsere Politiker eigentlich gar nicht sein, dem Griechen auch nur noch ein Wort zu glauben und in diese Zone weiter unser Geld zu überweisen. ABER SIE SIND ES UND SIE TUN ES! Traurig!
Mein Goldfisch prophezeit wie es weiter geht: Die Troika "prüft" mal wieder ( was eigentlich ?) und dann zahlt der einfältige Michel wieder, denn "Europa darf ja nicht scheitern".
Und dann? Die selbe Tragödie vor dem nächsten Hilfspaket.

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xxyz 29.01.2012, 20:06
106. bequemes leben

Zitat von abominog
... Tja, Grieche müsste man sein. Dann hat man wenigstens schönes Wetter, schöne Strände, schöne Importwaren und ein bequemes Leben! Die Milliarden werden dir dann nur so hinterhergeschmissen. ...
... aber daß beim Griechischen Normalverbraucher vom Rettungsschirm nicht mehr ankommt, als beim Deutschen Durchschnittsbürger z.B. von den Leitzinssenkungen der EZB ist Ihnen irgendwie schon klar (hoffe ich zumindest...)
Tatsächlich ist die Euro-Krise auch nur ein weiteres Programm zur direkten Umleitung öffentlicher Gelder in private Taschen ohne Umweg über so lästige Umstände wie konkrete Gegenleistungen.
Und eben deshalb wird es auch dem Deutschen Steuerzahler ganz genauso weh tun, Griechenland weiter zu finanzieren, es pleite gehen zu lassen, oder es aus dem Euro auszuschliessen, oder selbst draus auszusteigen. Und wäre Griechenland nie in den Euro reingekommen, wäre es genauso. Nur würde es kaum einer merken, weil dann die Zusammenhänge für die Medien nicht ganz so leicht zu erklären wären.

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RobbydeNiro 29.01.2012, 20:07
107. Wenn die EU Glaubwürdigkeit beweisen würde..

...würde eine Anweisung herausgehen - freitag abends - dass alle griechischen Auslandskonten sofort eingefroren sind bis die tatsächliche Steuerpflich genau auf diese ermittelt wurde, diese Beträge fließen in das nächste Hilfspaket mit ein und werden vorrangig zur Stützung der Bedürftigen und Mittellosen verwendet.

Wohl gemerkt: Ich rede hier nicht von Umverteilung von oben nach unten, ich rede hier von Solidarität mit dem eigenen Volk.

Ich rede nicht von "Geschenken", ich rede von dem üblichen Obulus der jeder! in der Welt entrichtet, dem das Schicksal des eigenen Volkes nicht vollkommen am Arsch vorbeigeht!

Das kann doch nicht so schwer sein, oder?

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spiegelator 29.01.2012, 20:09
108. St. Merkel, Schutzpatronin der Korruption

Patin Merkel schützt die Korruption, honoriert das Lügen, sichert illegal erworbene Vermögen.
Ich habe da so langsam einen unglaublichen Verdacht.

Nachdem nun schon Wulffs Hütte gefilzt worden ist, weiter so..........

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#42# 29.01.2012, 20:09
109. Moderne Zeiten

Zitat von erkaem
Warum nicht eine Verpfändung von bspw. Korfu und Rhodos an D für 99 Jahre für weitere Zahlungen? Den Leuten auf den Inseln würde es keinesweigs schlechter gehen, D hätte endlich Strand und Palmen, wenn auch nur für 99 Jahre.
Früher mussten die Imperatoren zum Plündern noch einmarschieren.

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