Forum: Wirtschaft
Finanzmärkte: Die Börse kann Erdogan und Trump nicht zügeln
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Ob Türkei, USA oder Italien - immer wieder dämpfen die Finanzmärkte den Eifer populistischer Politiker. Aber taugt die Börse als Retterin der Demokratie?

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1911 24.08.2018, 13:20
10. Soll das ein Witz sein?

Was sollen denn die Börsen retten? Seit wann rettet die Reinform des asozialen Raubtierkapitalismus irgendetwas? Im Gegenteil es wird auf Niedergang gewettet und damit Milliarden verdient.

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wolle0601 24.08.2018, 13:23
11. Nicht überzeugend

Das Griechenland-Beispiel zumindest. Wenn Bürger demokratisch beschließen, daß Waschen ohne Naßwerden eben doch funktionieren möge, heißt das nicht, daß das auch funktionieren muß. Letztlich läuft alles auf die Frage raus, gibt es ein Grundrecht auf Naivität? Vielleicht sollte die Konsequenz eher sein, jungen Bürgern beizubringen, wie die Welt nun mal ist.

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neurobi 24.08.2018, 13:26
12.

"Aber taugt die Börse als Retterin der Demokratie?"
Putzige Frage. Natürlich nicht, denn sie ist selbst eine große Gefahr für die Demokratie.

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politician 24.08.2018, 13:26
13. Ohne Börsen kein Wohlstand und keine Beschäftigung

Börsen sind keine Zockerbuden, sondern essentieller Bestandteil einer funktionierenden Wirtschaft. Dort suchen und finden expandierende Unternehmen dasKapital für Wachstum und Beschäftigung von Menschen. Das braucht natürlich Regeln. Und der Neoliberalismus, der heute von interessierter Seite fälschlicherweise inhaltlich mit regellosem Kapitalismus gleichgesetzt wird, in Wirklichkeit aber immer von seinen historischen Vertretern als Wirtschaftsform mit starken staatlichen Regeln aufgestellt wurde, kann vernünftige Regeln setzten. So würden wir alle von der notwendigen Börse und den notwendigen Finanzmärkten mehr profitieren wie heute.

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rolandjulius 24.08.2018, 13:27
14. Wem gehört die Welt?

Nur acht ,Familien" sind Eigentümer zwei Drittels des Vermögens der gesamten Menschheit. Wenn der kleine
Mann seine Aktie verkauft, freut sich der Große!
Der Spiegel sollte mal diese Hintergründe durchleuchten,das wäre für Manchen ein interessanter Beitrag.

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henr1 24.08.2018, 13:30
15. Gute Eingangs-These - wo bleibt eine systematische Analyse

... die Kommentare bringen es ja schon: Börse ist nicht Wirtschaft. Mit dem "Wirtschaft"-Sammelbegriff versuchen sich immer die Markt=Demokratie rufenden Neoliberalen in die Herde zu mischen. Börse ist die Zocke der Finanzcliquen. Diese sind inzwischen völlig von der Leine und agieren eigengesetzlich - quasi erratisch zur guten alten Nationalökonomie. Die Politik will nur noch mit Zuckerstückchen in Steuern und Subventionen Lenkungsangebote machen, aber die Entkopplung der realen Werte von den Finanzwerten die zu diesen Zuständen geführt hat, werden nicht rückgängig gemacht. Eigentlich herrscht System-Anarchie mit einem "Loki" und ohne Avanger. Und Humanismus ist schon immer nur der Bikini des Kapitalismus.

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joomee 24.08.2018, 13:40
16. Wächter demokratischer Gepflogenheiten?

Ich kenne außer Fricke niemand der die Börsenteilnehner bzw. Finanzmärkte als Wächter demokratischer Gepflogenheiten sieht. Die wollen nicht Politik machen, sondern schlicht und ergreifend ihr Geld - bzw. das auch von vielen Rentenkassen und Versicherungen anvertrauen Beträge - schützen und mehren.

Das läuft ziemlich rationell und ohne große politische Strategien ab. Da wo die Risiken steigen, ziehen sich Investoren zurück. Ein ganz normaler Vorgang, wie es im kleinen auch Müller und Meier oft machen. Nur Erdogan sieht darin eine konspirative Verschwörung.

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missourians 24.08.2018, 13:41
17.

Also doch, nicht die Politiker = Bevölkerung gestaltet die Politik und regiert, sondern der Markt = Börse = Wirtschaft = Lobbiisten
Anscheinend hat sich schon jeder damit abgefunden, dass man es sogar so offen hier erwähnt.

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m.ca 24.08.2018, 13:43
18. da tragt ihr medien viel dazu bei

ich glaube, dass die börsen auch hoch und runter hüpfen wegen euren teilweise populistisch und unsachlichen Berichterstattungen. wie auch ihr, die liebe spiegelredaktion, trump, erdogan und co. fast ausschliesslich schlecht darstellen lassen trägt sicher dazu bei, dass sich die kurse negativ verändern.

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lathea 24.08.2018, 13:46
19. Seit es Geld gibt, hat Geld.....

......schon immer die Welt regiert. Vielleicht sollte man sich wieder mal intensiver mit den Staatstheorien beschäftigen und wieder etwas Neues erfinden. Oder alternativ etwas mehr am politischen und rechtlichen Zusammenwachsen der EU arbeiten und dabei Stück für Stück etwas Besseres als das Bisherige schaffen. Unser Bildungsstandard wird ja immer besser und wir haben einen grossen Fundus an politischen Erfahrungen in der Welt, auf den sich zugreifen lässt.

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