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Finanzminister: Olaf Scholz will Forschung in Unternehmen mit fünf Milliarden Euro fö
DPA

Das Finanzministerium plant Medienberichten zufolge, Unternehmen durch steuerliche Entlastungen zu Innovationen anzuregen. Der Vorschlag von Olaf Scholz stößt jedoch auf ein geteiltes Echo.

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vorwärtsundnievergessen 28.02.2019, 21:26
1. Was für ein Unfug.

Der Staat soll zusehen, dass die Forschung an öffentlichen Forschungsinstituten und Universitäten gut ausgestattet ist. Da gibt es einiges zu tun. Und gut ausgebildete Schüler und Studenten helfen den Unternehmen mehr als Forschungssubventionen.
Hier gibt es eine Systematik: Anstatt seinen Kernaufgaben nachzukommen, weitet der Staat seine Aktivitäten auf immer weitere gebiete aus. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.

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stefanmargraf 28.02.2019, 21:27
2. Wieder Bullshit!

Profitieren können nur jene, die Umsatz und Gewinn vorweisen. Die Innovationen kommen aber von Startups, die noch keinen Umsatz machen. Selbst die FDP weiß das, während die SPD verdienende Unternehmen bauchpinselt und dem Arbeitnehmer die Steuern erhöht.

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dwg 28.02.2019, 21:35
3.

Zitat: "Die Grünen sprachen von einer "grandiosen Fehlleistung". Die Forschungsförderung des Finanzministers "droht zum teuren und nutzlosen Geschenk für Großunternehmen zu werden", teilten die Abgeordneten Kerstin Andreae und Danyal Bayaz mit. Es seien vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung benötigten."

Das trifft den Punkt. Großunternehmen beschäftigen Abteilungen mit dem Abfischen von Förderungen. Alleine die übliche Konzeption von staatlichen Forschungsförderungen erfordert es, darauf Bürokraten anzusetzen. Insbesondere kleine aber auch mittlere Unternehmen haben so etwas in der Regel nicht. Ich hab jedenfalls bisher alle Antragsformulare nach der ersten Sichtung in die Tonne gegeben. So habe ich noch nie von solchen Förderungen profitiert, darf sie aber immer mit meinen Ertragssteuern finanzieren.

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m82arcel 28.02.2019, 21:38
4.

Diese fünf Milliarden wären als zusätzliche Gelder für die Forschung an den Hochschulen deutlich besser angelegt. Wenn private Unternehmen davon profitieren wollen, können sie ja mit den Hochschulen kooperieren.
Andernfalls möchte ich als Steuerzahler, dass die Unternehmen die Ergebnisse dieser geförderten Forschung auch der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stellen müssen. Ansonsten sehe ich keinen Grund für ein solches Geschenk an die Wirtschaft - insbesondere dann nicht, wenn es auch an bereits am Markt etablierte Unternehmen wie zB aus der Automobil- oder Pharmaindustrie geht.

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neutron76 28.02.2019, 21:48
5. Ausgaben für Forschung landen immer auch bei Unternehmen.

Leider sind unsere Forschungsausgaben und der Verteidigungsetat viel zu klein. Viele Innovationen haben ihren Ursprung in amerikanischen Militär-Projekten oder Raumfahrt, z.B. WWW, autonomes Fahren, Softwarearchitekturen, Mikroelektronik usw. ... Ohne diese Art der Förderung wären HP, TI, IBM, Altera, Xilinx, Intel, 3M, Boeing, SUN, Rockwell etc nicht so groß geworden. Eine Schlüsselrolle spielt(e) auch die DARPA. Die „DARPA Challange“ war so etwas wie der Startschuss für die intensive Forschung am autonomen Fahren. Dagegen wirkt das Bundesamt für wehrtechnische Beschaffung wie ein Beamtenkegelclub.

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Patrik74 28.02.2019, 22:07
6. Was für ein Unsinn

VW hat im letzten Jahr 17,1 Mrd. an GEWINN gemacht (nicht Umsatz).

Auf das Steuergeschenk von 500.000 können die locker verzichten; was soll das?

Wie wär‘s mal mit 5 Mrd. für die Hochschulen und/oder innovative Start-Ups?

Wer hat denn bei dem Vorschlag be...raten? Etwa die selben, die Altmeier gleich 20 Mrd. (p.a.) aus den Rippen leiern wollten?

Wir müssen da echt was machen, nicht dass am Ende die armen kleinen "Familienunternehmen" noch mehr Steuern zahlen müssen als sie an Subventionen erhalten - das wäre ja schon fast Kommunismus...

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Sensør 28.02.2019, 22:08
7. Wahlkampf pur ...

Diese Aktion soll Scholz breitbandig Wählerstimmen aus dem Unternehmensbereich sichern. Einen anderen Sinn ergiebt das nicht.

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hansa_vor 28.02.2019, 22:26
8.

Unternehmen machen dieses selbst, da wird kein halbgebildeter Hanseat für benötigt.

Er sollte die Pensionen angehen, da hat er als Betroffener mehr Ahnung von als von Forschung und Entwicklung.

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PeterAlef 28.02.2019, 23:03
9. ....kein bereits gemachter SPD/Schröder-Fehler...

...den Scholz nicht auch machen würde...der gute Mann versteht einfach nichts von Wirtschaft, der dicke Pitter schon gar nicht....

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