Forum: Wirtschaft
Finanzplatz Schweiz in der Krise?

Einst galt die Schweiz in der Finanzwelt als unerschütterliche Bastion - jetzt geraten die beiden größten Banken des Landens, UBS und Credite Suisse, im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Ist der Finanzplatz Schweiz in seiner alten Form am Ende?

Seite 1 von 104
querdenker13 23.10.2008, 17:18
1.

Zitat von sysop
Einst galt die Schweiz in der Finanzwelt als unerschütterliche Bastion - jetzt geraten die beiden größten Banken des Landens, UBS und Credite Suisse, im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Ist der Finanzplatz Schweiz in seiner alten Form am Ende?
Wen außer Steuerflüchtlingen interessieren die Schweizer Banken. Die sind für mich doch eines der El Doraden der Schwarzgelder und sollten deswegen ruhig bankrott gehen!

Beitrag melden
juergw. 23.10.2008, 17:27
2. Wohl kaum !!

Schwarzgelder brauchen immer einen sicheren Hafen !
Wenn die Schweiz pleite ist fangen wir alle wieder bei null an !

Beitrag melden
nikffm 23.10.2008, 17:32
3.

Zitat von querdenker13
Wen außer Steuerflüchtlingen interessieren die Schweizer Banken. Die sind für mich doch eines der El Doraden der Schwarzgelder und sollten deswegen ruhig bankrott gehen!
So kommt es, wenn deutsche Finanzminister Blödsinn quatschen. Dann plappern andere dies nach.
Die Schweiz hat eine günstigere Besteuerung als Deutschland. Deshalb will Steinbrück denen ans Leder.
Dass Deutsche dort Geld anlegen und die Steuern hierzulande nicht abführen, ist nicht die Schuld der Schweiz, sondern der Deutschen. Möglicherweise sogar des deutschen Steuersystems.

Bevor man andere beschimpft, sollte man in der eigenen Bude für Ordnung sorgen. Wie war das nochmal mit den Parteikassen der CDU und der SPD? Wo waren die?
Aber ein kluger Politiker ist der Herr Steinbrück nicht. Was will er denn? Noch mehr Deutsche aus dem Land jagen? Vor allem die mit Vermögen? So richtet man ein Land zu Grunde...

Beitrag melden
Frank Wagner 23.10.2008, 17:32
4.

Zitat von sysop
Einst galt die Schweiz in der Finanzwelt als unerschütterliche Bastion - jetzt geraten die beiden größten Banken des Landens, UBS und Credite Suisse, im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Ist der Finanzplatz Schweiz in seiner alten Form am Ende?
Ich schätze mal der Untergang war besiegelt als die Schweizer sich ( war das nicht sogar ne Volksabstimmung ? ) von ihrer goldgedeckten Währung verabschiedet haben.
Nun haben sie auch nur noch Papiergeld, das früher oder später ( mit Sicherheit früher ) auf seinen inneren Wert reduziert werden wird.

Beitrag melden
Pamina 23.10.2008, 17:34
5. Schweizer Bankgeheimnis

In der Schweiz ist Steuerhinterziehung keine Straftat ! Ist das ein zivilisiertes Land ? Und diese maßlose Arroganz der Schweizer !

Beitrag melden
Jochen Binikowski 23.10.2008, 17:45
6.

Zitat von Pamina
In der Schweiz ist Steuerhinterziehung keine Straftat ! Ist das ein zivilisiertes Land ? Und diese maßlose Arroganz der Schweizer !
Nun seien Sie mal nicht so pingelig. Die deutschen Leistungsträger leisten soviel, dass sie persönliche Steuerbefreiung als von Gott gegebenes Recht betrachten. Sollen doch die alten Omas mit ihrer Minirente über die Mwst. die gesamte Infrastruktur finanzieren.

Wer das nicht einsieht ist ein kommunistischer Neidhammel, der es im Leben zu nix gebracht hat.

Beitrag melden
nikffm 23.10.2008, 17:53
7.

Zitat von Pamina
In der Schweiz ist Steuerhinterziehung keine Straftat ! Ist das ein zivilisiertes Land ? Und diese maßlose Arroganz der Schweizer !
Warum soll ein normaler Mann, der vielleicht statt 50-60% Steuern nur 40% (inkl. Verbrauchssteuern) zahlt und dabei vielelicht mal 1000 Euro nicht deklariert, als Straftäter gelten?

Bankvorstände, die Milliarden versenken, werden noch nicht einmal belangt. Politiker, die als Lobbyisten abkassieren und klar geschmiert werden, erlauben sich dies sogar.
Ein Land ist noch nie an seinen Steuersündern zugrunde gegangen, sondern an der Doppelmoral des Volkes und der Überheblichkeit Ihrer politischen Kasten.

Steinbrück ist ein billiger Brandstifter. Wenn er nun so hohe Moralmassstäbe hat, dann soll es doch mal offenlegen, wo denn die Milliarden jährlichen Steuermehreinnahmen seit 2007 verschwinden.

Beitrag melden
nikffm 23.10.2008, 17:58
8.

Zitat von Jochen Binikowski
Nun seien Sie mal nicht so pingelig. Die deutschen Leistungsträger leisten soviel, dass sie persönliche Steuerbefreiung als von Gott gegebenes Recht betrachten. Sollen doch die alten Omas mit ihrer Minirente über die Mwst. die gesamte Infrastruktur finanzieren. Wer das nicht einsieht ist ein kommunistischer Neidhammel, der es im Leben zu nix gebracht hat.
Schöne Ironie. Aber tatsächlich fängt die Hinterziehung schon bei Omas Spardose an. Und was glauben Sie, wen die Steuerfahndungsschergen Steinbrücks eher verfolgen und schröpfen werden, den kleinen Mann oder den versierten Großkopferten mit direktem Draht zur Politik?

Wenn man nach den Häschern ruft, muss man schon sicher sein, dass man nicht selbst zum Verfolgten wird.

Beitrag melden
alpenjonny 23.10.2008, 19:02
9. Noch ist Polen (CH) nicht verloren

Gruezi nach D! Gemach, gemach, noch arbeiten über 100 000 Bankbedienstete bei uns. Darunter eine steigende Anzahl Bundesbürger, meistens zufriedene Arbeitnehmer.

Klar, die Frage ist berechtigt, ob der Finanzplatz am Rande der Alpen ernsthaft gefährdet sei. Die einst sakrosante UBS geriet an den Rand der Zahlungsunfähigkeit, das ist auch richtig so. Und wurde durch die Regierung in Bern mit schlappen 64 MILLIARDEN gerettet. Ohne das Volk vorher zu fragen. Höhere Landesinteressen wiederholt die Regierung und das bürgerlich dominierte Parlament gebetsmühlenartig.

Selbst die Linken bei uns stimmten zuerst der Rettungsübung zu. Heute sieht es anders aus, als bekannt wurde, dass Bern vergiftete US-Papiere von der UBS kaufte. OHNE DER BANK IRGENDWELCHE EINSCHRÄNKENDE BEDINGUNGEN ZU STELLEN!

Frau Merkel und Herr Steinbrück machten dies vehement, im scharfen Kontrast zu den Volltrotteln in Bern.

Herr Ackermann gab dazu ja seinen bekannten Senf, der der Regierung in Berlin Magen und Sodbrennen verursachte.

Der Volkszorn in der CH steigt unaufhörlich, auch weil im Gegensatz zu D die Banker sich weiterhin ungestört Bonis in Millionenhöhe zuschanzen möchten! Zwar ruderte der oberste Banker, Herr Kurer kleinlaut zurück, aber überzeugend tönte das keineswegs, im Gegenteil! Der oberste Boni-Abzocker ist Herr Vasella, ja genau- der von der Chemie in Basel. Kühn, frech, arrogant bis zum Abwinken rechtfertigte der Medi-Mann seine schlappen 30 MIllionen pro Jahr! Das in der heutigen Zeit, man glaubt es kaum..

Die faulen Kredite aus den USA will Bern ausgerechnet in die Cayman-Islands unter einem fiktiven Namen auslagern! Was für eine Schande- ausgerechnet die CAYMANS, bekannt für Steuerhinterziehung, Mafia-Waschanstalt in ganz grossem Stil, Rückzugsgebiet der Kolumbianischen Drogenmafia..

Eins ist klar: diese Taschenspieler-Tricks, ausgeheckt von den Bankern an der Bahnhofstrasse und dem Bundesrat in Bern, beweist eines: die totale und komplette Abhängigkeit der CH von zwei Grossbanken. Die jetzt schwer lädierte UBS und die auch angeschlagene CS (Credit-Suisse).

Die Gretchenfrage stellen sich global wohl viele: Wie sicher ist mein Geld (meistens unversteuert) noch bei den beiden Global-Playern? Radio Eriwan meint: Im Prinzip sicher, es sei denn, die Weltwirtschaft rasselt weiterhin in den Keller und weitere Grossbanken versinken im Sumpf der Finanzkrise. Dazu könnte auch die UBS zählen, auschliessen will das selbst hier bei uns niemand mehr.

Vielleicht wäre eine Fusion zwischen UBS und CS eine gute Lösung. Sogar diese Option wurde schon in den Teppichetagen der UBS in Erwägung gezogen.

Trotzdem bleibt uns trotz allem nur Galgenhumor, verbunden mit der Hoffnung, dass bevor es uns erwischt, alle anderen absaufen.

Beitrag melden
Seite 1 von 104
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!