Forum: Wirtschaft
Finanzplatz Schweiz in der Krise?

Einst galt die Schweiz in der Finanzwelt als unerschütterliche Bastion - jetzt geraten die beiden größten Banken des Landens, UBS und Credite Suisse, im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten. Ist der Finanzplatz Schweiz in seiner alten Form am Ende?

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Dr. Freemann 23.10.2008, 19:16
10. AW -z. Theman

Ich gehöre zu der Minderheit die das Bankgeheimniss welches
in Deutschland ausgehöhlt ist und faktisch nicht existiert,
(Zugriff durch Steuer,Sozial und Polizeibehörden)
ebenso haben wollte wie in der Schweiz. Zinserträge sollten
anonym abgeführt werden da ist dann eine Steuerfahndung überflüssig und Ausnahmen sollte es nur bei Terrorismus oder
ganz schweren Straftaten wie Geldwäsche geben.
Es ist ein Irrglaube zu glauben und eine politische Fehlentwicklung des letzten Jahrzehnts das man meint das Bankgeheimniss stehe dem Finanzamt im Wege. Das Bankgeheimniss
ist möglich wenn man die Steuern anonym an den Fiskus abführt.
Die Schweiz ist ein alternatives Modell das aufhört zu existieren wenn es hier das gleiche Bankgeheimniss gibt.
Besser als die Rumschnüffelei durch Behörden ist das die
Banken die Steuern anonym abführen.! -und der Kunde hätte auch wieder mehr Vertrauen was selbst die Bundeskanzlerin
will für die Finanzwirtschaft.

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rolli 23.10.2008, 19:22
11.

Zitat von Dr. Freemann
Ich gehöre zu der Minderheit die das Bankgeheimniss welches in Deutschland ausgehöhlt ist und faktisch nicht existiert, (Zugriff durch Steuer,Sozial und Polizeibehörden) ebenso haben wollte wie in der Schweiz. Zinserträge sollten anonym abgeführt werden da ist dann eine Steuerfahndung überflüssig und Ausnahmen sollte es nur bei Terrorismus oder ganz schweren Straftaten wie Geldwäsche geben. Es ist ein Irrglaube zu glauben und eine politische Fehlentwicklung des letzten Jahrzehnts das man meint das Bankgeheimniss stehe dem Finanzamt im Wege. Das Bankgeheimniss ist möglich wenn man die Steuern anonym an den Fiskus abführt. Die Schweiz ist ein alternatives Modell das aufhört zu existieren wenn es hier das gleiche Bankgeheimniss gibt. Besser als die Rumschnüffelei durch Behörden ist das die Banken die Steuern anonym abführen.! -und der Kunde hätte auch wieder mehr Vertrauen was selbst die Bundeskanzlerin will für die Finanzwirtschaft.
Es geht nur um das Bankgeheimnis sonst um nichts. Die Schweiz ist kaum ein Land in dem man gute Anlagen finden kann. Die Renditen sind winzig, und von Zinserträgen zieht die Bank automatisch 35% Quellensteuer ab und überweist an den Staat. Es ist wie gesagt das Bankgeheimis, das den Neoliberalfaschisten ein Dorn im Auge ist.


rolli

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Tolotos 23.10.2008, 19:53
12.

Zitat von Pamina
In der Schweiz ist Steuerhinterziehung keine Straftat ! Ist das ein zivilisiertes Land ? Und diese maßlose Arroganz der Schweizer !
In der Schweiz ist Steuerhinterziehung zulasten eines anderen Staates keine Straftat. Ich weis nicht genau, ob das in Deutschland anders gehandhabt wird, aber ganz unabhängig davon wird hier doch oft sogar großmaßstäbliche Steuerhinterziehung zulasten des eigenen Staates als Kavaliersdelikt behandelt.

PS: Wo lag noch mal das Schwarzgeld der Bundes-CDU?

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japan10 23.10.2008, 20:26
13.

Dies ist eine der zentralen Fragen. Diese Steueroasen müssen leider ausgetrocknet werden. Ich war mal in der Züricher Bahnhofstr., ja die riecht schwer nach Geld. Schön wäre es schon, wenn die UBS über die Klinge springen würde. Leider geht das nicht, weil die UBS zu den absoluten Topplayern der Krise gehört.

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rolli 23.10.2008, 21:30
14.

Zitat von Tolotos
In der Schweiz ist Steuerhinterziehung zulasten eines anderen Staates keine Straftat. Ich weis nicht genau, ob das in Deutschland anders gehandhabt wird, aber ganz unabhängig davon wird hier doch oft sogar großmaßstäbliche Steuerhinterziehung zulasten des eigenen Staates als Kavaliersdelikt behandelt. PS: Wo lag noch mal das Schwarzgeld der Bundes-CDU?
Das ist absolut falsch. Wenn die BRD beweisen kann, dass jemand Steuern hinterzogen hat, dann wird die Schweiz immer mit den Behörden zusammenarbeiten und die notwendigen Unterlagen sofort zur Verfügung stellen. Ein Verdacht, oder der Anflug eines Verdachtes genügt gerechterweise nicht, es sei denn man lebt in einem PSeudorechtsstaat wie in D.
Richtig ist, dass der Staat den Umsatzsteuerbetrug, den er durch das Einfügen eines Wortes sofort austrocknen könnte, nicht bestrafen will. Immerhin hat dieser Umsatzsteuerbetrug eine Dimension von mehreren Hundert Milliarden Euro und wird vorrangig von Managern oder Betriebsführung verursacht. Da wird zugelassen, dass virtuelle Waren einen virtuellen Verkaufsweg innerhalb und ausserhalb der EU nehmen, und jedesmal wird die Umsatzsteuer geltend gemacht, aber das dann real.

rolli

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politik_politik_politik 23.10.2008, 21:34
15.

Welchen Beitrag zur Stabilisierung Europas trägt die Schweiz bei ? Von den Anstrengungen der Andren profitieren sie aber gerne.
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Gibt es eine Diktator auf dieser Welt der keine Konten in der Schweiz hat?
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Finanzplätze deren Fundament die Kriminalität ist braucht Europa nicht.
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Der Mensch ist nicht nur verantwortlich für das was er tut, er ist auch verantwortlich für das was er nicht tut.

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rolli 23.10.2008, 21:41
16.

Zitat von japan10
Dies ist eine der zentralen Fragen. Diese Steueroasen müssen leider ausgetrocknet werden. Ich war mal in der Züricher Bahnhofstr., ja die riecht schwer nach Geld. Schön wäre es schon, wenn die UBS über die Klinge springen würde. Leider geht das nicht, weil die UBS zu den absoluten Topplayern der Krise gehört.
Ich bin mindestens einmal in der Woche bei Sprüngli in der Bahnhofstr. Ich kann nicht sehen, dass diese anders als EInkaufsmeilen in anderen Grosstädten ist, leider. ( Überall dieselben Geschäfte, kaum noch Individualität). Was hat das aber mit der UBS und Ihrem Neid zu tun?
Nochmal: Die Schweiz ist keine Steueroase, sie hat lediglich ein funtionierendes Steuergeheimnis. Sie sind vermutlich zu jung um zu wissen, dass es das auch mal in D. gab. Der paranoide Verfolgungswahn unserer Innen- und Finanzpolitiker hat das leider zerstört. Wenn Sie von der Schweiz eine Ahnung hätten, dann wüssten Sie, dass diese ein dreigliedriges Steuersystem hat: Bundessteuern, die überall gleich sind, Kantonssteuern und Gemeindesteuern, die individuell durch die Bevölkerung ausgestaltet werden. Anders als in D., wo die Steuergesetzgebung von gewissen Zirkeln erfogt, entscheidet in der Schweiz ausschliesslich das Volk, wieviel Steuern es zahlen will. Im Kanton Zug z.B. sind die ersten 100.000 CHF steuerfrei, und dieses Jahr beschlossen die Bürger, dass der Kanton ihnen 10% Steueren zuviel abgeknöpft hätte, und er diese wieder zurückzahlen müsse. Aus diesem Grund wird die Schweiz niemals "ausgetrocknet" werden können, es ei denn, die Schweiz würde zur Pseudodemokratie wie die BRD. Dies wird aber nie der Fall sein, und je mehr Stgeinbrück schäumt, umso sicherer wird gottseidank, dass die Schweiz nie in die EU kommen wird. Gottlob!


rolli

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Jochen Binikowski 23.10.2008, 21:45
17.

In der Schweiz gelten die Mini-Steuersätze ja nur für die ultrareichen Ausländer.

Was spricht dagegen, wenn Deutschland ähnliche Regelungen für Staatsbürger ausländischer Steueroasen ermöglicht? Dann gibt es eine Kapitalflucht in umgekehrter Richtung und das Ganze gleicht sich für uns Steuerzahler aus.

Eine weitere schöne Einnahmequelle wären spezielle Tankstellen in Grenznähe zu Billigsprit-Ländern, wo deren Bürger bei uns 5 Cent pro Liter billiger tanken können als im Heimatland. Da bleibt für Steinbrück immer noch genug übrig. Für Zigaretten und Alkohol könnte man derartige Lösungen ebenfalls in Betracht ziehen.

Wie der alte chinesische General von Zittzewitz schon damals erkannte: Man muß den Feind mit seinen eigenen Waffen schlagen.

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henningr 23.10.2008, 21:47
18.

Zitat von rolli
Ich bin mindestens einmal in der Woche bei Sprüngli in der Bahnhofstr. Ich kann nicht sehen, dass diese anders als EInkaufsmeilen in anderen Grosstädten ist, leider. ( Überall dieselben Geschäfte, kaum noch Individualität). Was hat das aber mit der UBS und Ihrem Neid zu tun? Nochmal: Die Schweiz ist keine Steueroase, sie hat lediglich ein funtionierendes Steuergeheimnis. Sie sind vermutlich zu jung um zu wissen, dass es das auch mal in D. gab. Der paranoide Verfolgungswahn unserer Innen- und Finanzpolitiker hat das leider zerstört. Wenn Sie von der Schweiz eine Ahnung hätten, dann wüssten Sie, dass diese ein dreigliedriges Steuersystem hat: Bundessteuern, die überall gleich sind, Kantonssteuern und Gemeindesteuern, die individuell durch die Bevölkerung ausgestaltet werden. Anders als in D., wo die Steuergesetzgebung von gewissen Zirkeln erfogt, entscheidet in der Schweiz ausschliesslich das Volk, wieviel Steuern es zahlen will. Im Kanton Zug z.B. sind die ersten 100.000 CHF steuerfrei, und dieses Jahr beschlossen die Bürger, dass der Kanton ihnen 10% Steueren zuviel abgeknöpft hätte, und er diese wieder zurückzahlen müsse. Aus diesem Grund wird die Schweiz niemals "ausgetrocknet" werden können, es ei denn, die Schweiz würde zur Pseudodemokratie wie die BRD. Dies wird aber nie der Fall sein, und je mehr Stgeinbrück schäumt, umso sicherer wird gottseidank, dass die Schweiz nie in die EU kommen wird. Gottlob! rolli
Toller Wettbewerb um das Bankgeheimnis. Sie finden es also gut, dass es Länder gibt, die verhindern dass sich Nutznießer der teuren Infrastruktur Deutschlands ihren Gesetzlichen Verpflichtungen entziehen?


Steueroasen, wie die Schweiz mitten in Europa, leben gut davon, dass sich einige Nutznießer der teuren Infrastruktur in den entwickelten Industriestatten absetzen, weil sie irgendwas als ungerecht empfinden oder immer gieriger werden?! In unserem klugen Grundgesetz ist das nicht vorgesehen. Das ist ein degenerierter Dumpingwettbewerb der Länder: Unsere gut ausgebildeten Leute gehen weil sie anderswo besser bezahlt werden und weniger Steuern zahlen. Die ganze Geschichte mit der Chancengleichheit (neue Studiengebühren-Debatte)kostet ja Unmengen Geld und andere leisten sich das nicht - oder sind so klein, dass sie wegen der riesigen gewinne Umsätze und Gehälter ihrer Banken ihrem Volk ein süßes Leben bescheren. Chinas autoritäres Regime ist offensichtlich am geeignetsten um echte Produktion zu schaffen?!
In China gab es auch viele Umweltschutzvorschriften nur auf dem Papier. Das was wir dagegen vorschreiben, ist auch nicht mehr als ein Kostenfaktor für gewisse Unternehmen. Ein perverser Wettbewerb, in dem nur belohnt wird wenn man vor allem an die nächsten 3-12 Monate denkt statt wenigstens an die nächsten 5-10 Jahre – überall, nicht nur bei Technologie, ist Wegwerfen viel billiger als reparieren, da Ressourcen billig sind und Arbeitskraft teuer ist - wegen völlig falscher Besteuerung.

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japan10 23.10.2008, 22:01
19.

Zitat von rolli
Ich bin mindestens einmal in der Woche bei Sprüngli in der Bahnhofstr. Ich kann nicht sehen, dass diese anders als EInkaufsmeilen in anderen Grosstädten ist, leider. ( Überall dieselben Geschäfte, kaum noch Individualität). Was hat das aber mit der UBS und Ihrem Neid zu tun? Nochmal: Die Schweiz ist keine Steueroase...
Sie müssen mich mit einer anderen Person verwechseln. Es gibt Menschen im Leben, die keinen Neid kennen. Es ist die Ungerechtigkeit. Jeder nutzt die Gesetze aus. Vielmehr sollte es so sein, wenn ein Sportidol aus D in einer Steueroase seinen Steuersatz aushandeln kann - okay soll er. Dann müsste er dem Staat, die Gelder erstatten mit denen er unterstützt wurde.

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