Forum: Wirtschaft
Finanzpolitische Zeitenwende: Schuldenbremse für alle!

Gigantische Staatsmiese*in Europa und den USA, Absturz der Börsen, Angst vor einer globalen Rezession - *die Welt leidet*unter einer Dauer-Krise. Wie kann die Wende zum Guten gelingen? Der Ökonom Michael Hüther fordert eine Schuldenbremse für alle Länder.

Seite 2 von 14
cosmicdancer 10.08.2011, 14:37
10. Soso, ein "Ökonom'

Die Masse der "Ökonomen", die das Geldsystem nicht verstanden haben, nimmt einfach nicht ab.

Unser Kreditgeld-Schneeballsystem ist nun mal darauf angewiesen, dass irgendwo in der Welt ständig neue Schulden gemacht werden, damit dieses legalisierte Ponzi-Scheme-Spielchen weitergehen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alexander Berg 10.08.2011, 14:38
11. ...bedeutet....

...wirksame Strukturen für alle zu schaffen.
Doch mit konventionell-traditionellen Denk- und Verhaltensmuster (mehr Gld, mehr Energie, mehr Arbeit, mehr Druck) lässt sich die selbstgeschaffene Insuffizienz nicht lösen.

Erst mit einem systemischen Verständnis der dynamischen Zusammenhänge und wechselseitigen Abhängigkeiten erkennt man die Unzulänglichkeiten und Verursacher, kann die Systeme von ihren Engpässen befreien. Der Rest regelt sich dann von ganz allein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amerzenich 10.08.2011, 14:39
12. Gewitter

Ein reinigendes gewitter - so mit Panzern, Flugzeugen - nötigenfalls hier und da ein paar Bomben.

Danach floriert die Wirtschaft wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bhigr 10.08.2011, 14:41
13. Stimme der Vernunft!

Zitat von sysop
Gigantische Staatsmiese*in Europa und den USA, Absturz der Börsen, Angst vor einer globalen Rezession - *die Welt leidet*unter einer Dauer-Krise. Wie kann die Wende zum Guten gelingen? Der Ökonom Michael Hüther fordert eine Schuldenbremse für alle Länder.
Ich freue mich, dass der Spiegel diesen Beitrag veröffentlicht. Eigentlich ist es ganz einfach. Auf Dauer kann kein Haushalt über seine Verhältnisse leben. Das gilt für private Haushalte genauso wie für Staatshaushalte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
D0nJuAn 10.08.2011, 14:41
14. intellektueller blödsinn

Zitat von Thomas Weber
Starre Mechanismen wie Schuldengrenzen, Sanktionen, Limits, feste Termine, Ratingsysteme, quantitative Zielsetzungen sind in geschlossenen Systemen als Regeln hilfreich. Da die Politik aber letzlich nie ein geschlossenes System sein kann, sondern, weil sie es mit menschlichen Verhältnissen zu tun hat, immer Elemente der Öffnung und Transzendenz enthält, widersprechen starre Mechanismen dem Primat der Politik, führen zu einer Deprimatisierung der Politik, Sie sind politikwidrig und daher politisch unwahrhaftig. Eine Politik, die ankündigt, sich starren Regeln unterwerfen zu wollen z.B. einer Schuldengrenze oder einem Stabilitätspakt und einem Sanktionsmechanismus oder einem quantitativen Ziel, kündigt an, wenn sie es ernst meint,ihr Primat letztlich aufgeben zu wollen. Demokratische Politik kann freilich ihr Primat nicht aufgeben, ohne aufzuhören, demokratisch zu sein. Insofern haftet jeder Unterwerfung demokratischer Politik unter starre Regeln von vorneherein Unwahrhaftigkeit an.
Tut mir leid das hört sich alles toll an und intellektuell an, aber existenziell hilft es mir nicht weiter wenn die Politik ihr Primat behält und meine Kinder damit in den Hunger treibt mit ihren Fehlentscheidungen. Mich interessiert weder wie das System heißt, noch ob die Politik sich darin wie im heutigen verwirklichen kann, sondern nur das es für die Gesellschaft FUNKTIONIERT!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 10.08.2011, 14:43
15. Bräuchen wir wirklich eine Vermögensbremse?

Da jeden Schulden in gleicher Weise Vermögen gegenübersteht ist eine Schuldenbremse nichts anderes als eine Vermögensbremse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansklauspeter 10.08.2011, 14:46
16. ...

Zitat von verwesentlicher
Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass 'die Märkte' bei Interesse genauso gut entscheiden könnten, einen 'soliden' Schuldner, z. B. Deutschland, zu attackieren? Eine Schuldenbremse schränkt nur die Manövrierfähigkeit des Staates weiter ein. Signatur:
Naja, man könnte Deutschland zwar attackieren und der hohe Schuldenstand würde durchaus auch Probleme bereiten, aber dafür bräuchte es schon einen Großangriff, da Deutschland einfach einen Tick größer ist. Letztlich kämpft man ja mit Kapital und da braucht man für Deutschland etwas mehr als für Griechenland. Italien ist zwar auch groß, aber schon nahe am Kollaps.

Im übrigen wenn man auf die Preise für CDS auf deutsche Staatsanleihen schaut, hat dieser Angriff schon längst begonnen, verpufft aber bislang vollkommen wirkungslos.

Deutschland hat sich finanzpolitisch sehr glaubwürdig verhalten. Wir hätten sogar das Potential eine Wirtschaftskrise zu bekämpfen durch das relativ solide Haushalten der letzten Jahre. Allerdings haben wir auch ein paar große Hürden noch vor uns, davonlaufen können wir aber sowieso nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Progressor 10.08.2011, 14:46
17. "Kleinigkeit" übersehen

Das globale Wirtschaftswachstum ist wie ein Schnellballsystem davon abhängig, dass sich jedes Jahr aufs Neue und immer höher verschuldet wird.

Wenn alle ihre Schulden bremsen, gibts ne Rezession. Diese bittere Wahrheit hat Herrn Hüther nur noch nicht erreicht.

Wie jeder gute Ökonom würde er uns nach dem Umsetzen seines Vorschlags ganz genau sagen können, warum er gescheitert ist. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci 10.08.2011, 14:48
18. oooo

Zitat von vlscout
Klasse Artikel! In einer Demokratie ist es für Politiker zu verlockend, auf Kosten zukünftiger (Politiker-)Generationen über zu hohe Ausgaben Stimmen zu kaufen. Da die Märkte diese ständige Schuldenpolitik nicht wirkungsvoll und graduell disziplinieren, sondern von einem Extrem (wir geben Griechenland unendlich viel Geld für 3 Prozent Zinsen) in das andere verfallen, muss eine institutionell verankerte Schuldenbremse her!
eine schuldenbremse alleine reicht nicht. da muß parallel zur schuldenbremse ein stetig sinkender steuersatz sowie die gesetzlich festgelegte rettung für die finanzwirtschaft her, sonst wird das nie wieder was mit besseren rankings.......[/ironie]

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werner bauer 10.08.2011, 14:50
19. Schneeball

http://home.claranet.de/zuckerman/zins/einleitung.html

Ist zwar ziemlich lang, aber könnte volkswirtschaftliches grundwissen sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 14