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Finanzspritze für Vapiano: Gepimpte Pasta
Oliver Berg/ DPA

Mit vielen Neueröffnungen hat sich die kriselnde Gastrokette Vapiano übernommen. Investoren helfen mit dringend benötigten Millionen aus. Reicht das für die Wende?

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D.VE 25.05.2019, 12:53
10. Das Konzept...

...von Vapiano habe ich noch nur verstanden. Das Essen finde ich persönlich absolut top. Aber bei dem Preis stelle ich mich nicht dafür eine halbe Stunde an...
Entweder weil ich Fastfood bei McDonald's, zu günstigen Preisen - dafür stelle ich mich auch an, oder ich will gut und gemütlich essen gehen.

Das Hauptproblem ist auch: Zu mehreren dort zu essen ist quasi unmöglich, weil alle zu unterschiedlichen Zeiten das Essen bekommen.

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so-long 25.05.2019, 12:56
11. Kein Wunder

Zitat von exHotelmanager
Das Konzept bietet keinerlei Sozialerlebnis, man steht nur an und hat keine Zeit mehr zu gemeinsamer Kommunikation mit den BegleiterInnen. Es fehlt also fast alles, was ein Anlass sein könnte, diese Lokale aufzusuchen. L'Osteria hingegen scheint das Erfolgsrezept zu sein.
wenn man sich überlegt, wer an einem Teller Nudeln alles ordentlich Geld verdienen möchte. Bei diesen Lokalmieten und Fixkosten ein Ding der Unmöglichkeit. Da kann man den Hertz'ens und (Jacobs?) nur frohe Bauchlandung wünschen.

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smickey 25.05.2019, 13:05
12. Chi va piano

va sano e va lontano, heisst es im italienischen? wer langsam geht oder faehrt, legt einen weiten Weg zurueck? hier koennte man das piano mit via, also weg ersetzen? dieses Etablissement wird bald der Vergangenheit angehoeren. da nuetzen auch noch mehr millionen nichts?.

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remcap 25.05.2019, 13:13
13.

Die Überzeugung an eigenem Konzept ist ja schön und gut, aber wer es wriklich ernst meint, der passt sein Konzept an Zeit und Menschen an. Essen hat was mit Geschmack zu tun, das weiß jeder. Aber der Geschmack der Menschen ändert sich mit der Zeit, wie mit der Mode. Und es sieht so aus , als glaubte man etwas Erfinden zu können, was die Zeichen der Zeit ignoriert. Alles klar...Schlaghosen sind zur Zeit so von in....davon war man vermutlich vor 50 Jahren auch überzeugt.

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wolfi55 25.05.2019, 13:25
14. war dreimal drin, das reicht für ein Urteil

Ich war einmal drín gewesen, das war ncith so besonders, vor allem musste man sich an das Geschäftskonzept gewöhnen. Wenn man was vergessen hatte, wieder anstehen und das Essen kalt werden lassen. Dabei war das Essen eigentlich nur teuer und nicht gut. Dann der zweite Besuch, da wusste man ja wie es geht. Aber das Essen war nicth besser und die Warteiei machte es auch nicht besser. Also frustriert wieder abgezogen. Aber der dritte Versuch sollte es dann bringen, ob das was taugt oder nicht. Er brachte dann auch den Entscheid und sein 3 Jahren war ich da nicht ´mehr drin. Bringen mich auch keine 10 Pferde mehr rein. Das ist teuer, nicht besonders gut, eher schlecht und das Ambiente ist vielleicht hip, aber das bringt das.

Von mir aus kann der Laden Pleite gehen.

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REGULISSI 25.05.2019, 14:02
15. Das Geschäftsmodell

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Das Geschäftsmodell passt einfach nicht: Bei jedem kleinen Italiener um die Ecke bekommt man SCHNELLER und PREISGÜNSTIGER ein BESSERES ESSEN in um längen BESSEREM AMBIENTE. Am Anfang wurde Vapiano von einem Hype getragen; der ist vorbei und die 30 Millionen hätten die Investoren mal besser in vielversprechendere Projekte gesteckt, anstatt sie auf ein Pferd zu setzen, das in der nächsten Kurve tot unter seinem Reiter zusammenbrechen wird.
Das Geschäftsmodell ist schon stimmig. Es geht dabei wohl nicht ums Kochen und Backen, sondern eher ums Waschen. Allerdings nicht nur das von Geschirr.

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spaceagency 25.05.2019, 14:24
16. wenn italienisch

dann richtig und nicht ein deutscher Verschnitt. Raffinierte Küche mit klarem Geschmack. Italienischer Service ohne Kompromisse. Sonst wirds nichts. Die Kunden? Anpassen an die klare italienische Küche, sonst ab in die Tiefkühlkost

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Tom77 25.05.2019, 14:25
17. Service mies, Preise zu teuer, Konzept von vorgestern

Ich fand Vapiano früher ganz nett, aber mittlerweile gehe ich dort kaum noch essen: Es ist quasi unmöglich, mit mehreren Leuten dort Essen zu gehen, ohne dass man nacheinander isst. Jeder steht an einer anderen Station an, der eine hat das Essen schon und bevor es kalt ist, wird schon mit dem Essen begonnen, während ein anderer noch 10 Minuten bei der Pasta ansteht, obwohl nicht mal alle Kochstationen dort geöffnet sind. Extrem nervig finde ich mittlerweile, dass Vapiano fast ausschließlich mit Personal aus dem Ausland arbeitet, das oftmals extrem schlecht Deutsch spricht. Mir geht es gehörig auf den Keks, 5 Minuten mit dem Essensanrührer zu diskutieren, welche Sonderwünsche ich habe und er nichts davon versteht. Am Ende bekommt man dann auch noch nur die Hälfte von dem, was man wollte. Ich komme mir bei Vapiano mittlerweile vor, als würde ich bei einem Händler in Bagdad auf dem Markt mein Essen bestellen und ihm mit Händen und Füßen zu erklären, was ich möchte. Bei Saison-Specials ist es vollkommen normal, dass die Zutaten schon aus sind und man sie nicht bestellen kann und die Pasta-Station hat nicht einmal mehr extra getrocknete Tomaten da. Und für diesen Murks zahlt man mittlerweile genauso viel wie in einem richtigen Restaurant, in dem man jedoch nett bedient wird und selbst acht Leute ihr Essen nahezu zeitgleich bekommen. Und die Portionen bei Vapiano sind in den letzten Jahren auch kleiner geworden, ganz zu schweigen von den lieblos drapierten Bruscetta und dem trockenen Brot, das im Ofen aufgebacken wird, anstatt wirklich frisches Brot zu servieren. Man merkt Vapiano mittlerweile an, dass alles nur auf Kostenreduzierung bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung ausgelegt ist.

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exomologesis 25.05.2019, 14:26
18. Langer Artikel

Den hätte es gar nicht gebraucht.
Die McKinsey-Sekte steht ja nun nicht wirklich im Verdacht auch nur irgendwas mit Qualität (zu teuer) und/oder gar Gastfreundlichkeit (nur was für Underperfirmer) zu tun zu haben. Die sollen weiter Konzerne plündern, das passt wohl besser.

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Hamberliner 25.05.2019, 14:42
19. sogenannte Systemgastronomie

Das ist keine Italo-Kette, das ist eine von Deutschen schlecht nachgeahmte Yank-Kette. AFAIK gibt es in Italien gar keine Filialen davon, weil Italiener sich so eine Beleidigung ihrer Kultur gar nicht gefallen lassen würden. Dieser Mark Korzilius, der sich mal lange Zeit in Reklame auf der Webseite der Frankfurter Börse so peinlich als Vielflieger wichtig gemacht und über "Blaupausen" gesülzt hat, kann der überhaupt Italienisch? Ich nehme an, der Hype wurde so unprofessionell inszeniert, dass die wichtigsten Elemente eines Hype vergessen wurden: 1.) eine firmeneigene App, 2.) bargeldlose Bezahlmöglichkeit mit genau dieser App und sonst keiner andern, 3.) Lieferung per Amazon.

Unsere Innenstädte brauchen keine börsennotierte "Systemgastronomie". Kann weg.

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