Forum: Wirtschaft
Finanzstaatssekretär: Spahn gibt offenbar umstrittene Start-up-Beteiligung auf
DPA

SPD und Grüne hatten Finanzstaatssekretär Jens Spahn dafür kritisiert, in ein Steuererklärungs-Start-up investiert zu haben. Laut einem Zeitungsbericht will der CDU-Politiker seine Anteile nun verkaufen.

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Kurt-C. Hose 29.08.2017, 09:08
20.

Zitat von nic
Nur ist Politiker-Korruption in Deutschland offensichtlich legal. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass Korruption jemals beim Namen gennant bzw. geahndet wurde. Man nennt es hierzulande lediglich "Interessenskonflikt".
Was für ein Unsinn. Bestechung/Bestechlichkeit ist im Strafrecht Vorteilsgewährung/Vorteilsnahme und ist strafbar und wird in der Wirtschaft tausendfach verfolgt. Sie haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung.

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alaba27 29.08.2017, 09:14
21. @ 8

Es geht nicht um die Höhe des Betrages, sondern hat etwas mit Anstand zu tun. Etwas, das der heutigen (Politiker-)Generation jedoch komplett fehlt. Und dann noch die Dreistigkeit, sich 20 % vom Staat (= Steuerzahler) erstatten zu lassen. Unfassbar ! Politik(er)verdrossenheit ? Keine Ahnung, woher die wohl kommen mag.

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Ge-spiegelt 29.08.2017, 09:28
22. Vorwürfe ohne Substanz

Natürlich darf er als Politiker sein Geld privat investieren. Wenn das Korruption sein soll dann bitte Beweise. Hat er der Firma Aufträge verschafft? Hat er Bestechungsgelder genommen. Es ist sehr wünschenswert, dass Finanzen Politiker aktiv investieren um nicht Bodenhaftung zu verlieren und den Markt und seine Teilnehmer besser versteht.

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wunni2010 29.08.2017, 09:34
23. Unnütze Diskussion !

Warum darf er sich nicht an einem Unternehmen beteiligen ? Die Kommentare sind wirklich unglaublich , wir sollten uns freuen dass ein junger Politiker sich als Unternehmer versucht . Statt dessen sieht man nur mögliche Probleme , von Korruption zu sprechen ist ein starkes Stück . Von der Gründung bis zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist es ein weiter Weg .

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spon_2999637 29.08.2017, 09:34
24.

Zitat von Kurt-C. Hose
Spahn ist Staatssekretär, also Beamter.
Er ist Parlamentarischer Staatssekretär und damit KEIN Beamter.

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maynard_k. 29.08.2017, 09:44
25. @Kurt-C hose

Das Problem ergibt sich daraus, dass Spahn ein Interesse an einem steigenden Unternehmenswert hat, während er gleichzeitig an Entscheidungen beteiligt sein kann, bei denen ggf. die Interessen der Allgemeinheit denen "seines" Unternehmens entgegen stehen. Genau genommen ist der gesamte Lobbyismus in Deutschland nichts anderes als legale Korruption. Politiker sollen einzig und allein im Interesse der Allgemeinheit entscheiden - nichts anderes! Es gibt nicht einmal ansatzweise einen Grund, warum Lobbyisten daran interessiert sein sollten, sie im Sinne der Allgemeinheit zu beraten!

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charlybird 29.08.2017, 09:47
26. So wie sich unsere Gesellschaft entwickelt,

wird es wahrscheinlich auch immer weniger Korrekturen an ethischen Grundsätzen geben, also wird sich darüber auch kaum noch jemand aufregen.
Im Gegenteil, es wird Menschen geben, die finden das äußerst clever, was dieser Staatssekretär der Finanzen so für sich leistet.
Wofür er sonst seine üppigen Transferpiselotten einheimst, ist ja auch schwer zu erkennen, außer hin und wieder mal einen rauszulassen, wie kürzlich seine deutschtümelnde Englischkritik in Berlin.

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twoerg 29.08.2017, 09:57
27. Finanzielle Beteiligung nicht grundsätzlich verteufeln!

Zitat von thobie2
Natürlich kann auch ein Staatssekretär mit seinem Geld machen was er will. Aber als Finanzstaatssekretär ein Steuererklärungs-Start-up zu unterstützen ist schlichtweg instinktlos. Jedem Beamten wird verboten, jegliches Geschenk als Beschäftigter des Staates anzunehmen. Damit ....
Das stimmt natürlich und deshalb ist es gut, dass es eine parlamentarische und mediale Kontrolle solcher Beteiligungen von Politikern gibt. Andererseits brauchen wir aber auch Politiker, die versuchen, am Puls der Zeit zu sein und nicht nur im bequemen, steuerfinanzierten Büro hocken. Echtes Interesse an neuen Themen entsteht ja leider nicht in der Komfortzone, sondern vor allem durch eigenes Engagement. Finanzielle Beteiligungen sind da sicher nicht das Schlechteste - wenn's transparent zugeht.

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twoerg 29.08.2017, 10:24
28. Sinneswandel? Sinneswandel!

Zitat von vliege
Bis vor ein paar Tagen hat Spahn seine Beteiligung noch verteidigt und heute ist also zu lesen das er sie nun doch abstößt? Woher der Sinneswandel ?
Der Steuerberater-Lobby gefällt es wahrscheinlich nicht, wenn ein Finanzstaatssekretär an einem Start-up beteiligt ist, das einfache Steuererklärungen verkauft.

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digidus 29.08.2017, 10:25
29. es ist zum Heulen ...

... ein Staatssekretär im Finanzministerium, der sich mit 15.000 EUR an einem Softwareunternehmen beteiligt und diese Beteiligung mit 3.000 € Zuschuss vom Staat finanziert bekommt?
Die Homepage verweist auf die Finanzministeriumssoftware Elster und ist auch von der Optik her dieser Haussoftware des Staatssekretärs angeglichen.

Der Wikipediaeintrag ist aufschlussreich: "Ein Business Angel ... ist jemand, der sich finanziell an Unternehmen beteiligt und gleichzeitig die Existenzgründer mit Know-how und Kontakten in einer typischerweise sehr frühen Phase unterstützt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Business_Angel)
Nur aus diesem Grund (Unterstützung mit Know-how und Kontakten) kann man sich eine staatliche Förderung überhaupt vorstellen .. bei einem Staatssekretär darf das aber gar nicht vorkommen ... eine erforderliche Nebentätigkeitsgenehmigung wäre - hoffentlich - sicher nicht erteilt worden.

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