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Firmen-Patriarch Werner M. Bahlsen zu NS-Verstrickung: "Es muss alles auf den Tisch"
Peter Steffen/ DPA

Millionenerbin Verena Bahlsen hat eine Diskussion über die NS-Vergangenheit der Keks-Dynastie losgetreten. Ihr Vater nimmt sie nun in Schutz und kündigt zugleich an: "Es muss alles auf den Tisch."

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lenslarque 19.05.2019, 11:42
1. Wenn man

nichts hören will, hört man irgendwann alles zum ersten mal. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Der Erbin sollte man ihr Segelboot gönnen, vielleicht lernt sie da wie man durchs Leben geht ohne zu kentern.

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dirkozoid 19.05.2019, 11:55
2. Jetzt sind alle tot und ihre Ansprüche auch

Da kann man dann anfangen, sich damit zu beschäftigen. Jemanden, an den man eine Entschädigung zahlen könnte, gibt es ja nicht mehr. Und für eine ausreichende Bildung der Tochter hat es auch nicht gereicht und ist es wohl auch zu spät.

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loncaros 19.05.2019, 12:36
3.

Zitat von dirkozoid
Da kann man dann anfangen, sich damit zu beschäftigen. Jemanden, an den man eine Entschädigung zahlen könnte, gibt es ja nicht mehr. Und für eine ausreichende Bildung der Tochter hat es auch nicht gereicht und ist es wohl auch zu spät.
Dieser Mann hat im Jahr 2000 noch bis in die höchsten Instanzen dagegen gekämpft, den Zwangsarbeiterinnen seiner Vergangenheit Entschädigung zahlen zu müssen.

Das was er da jetzt macht ist an Heuchelei nicht zu überbieten.

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isar56 19.05.2019, 13:09
4.

Zitat von dirkozoid
Da kann man dann anfangen, sich damit zu beschäftigen. Jemanden, an den man eine Entschädigung zahlen könnte, gibt es ja nicht mehr. Und für eine ausreichende Bildung der Tochter hat es auch nicht gereicht und ist es wohl auch zu spät.
Danke für Ihren Beitrag. Über die Arbeitsbedingungen in den Bahlsenwerken Deutschlands während der 90er Jahre habe ich mich bereits geäußert. Löhne zum Hartz IV Tarif und selbst daran wurde gespart, bzw. ein Werk geschlossen und nach Polen verlegt.
Die Keks- und Salzletten- Fließbänder liefen, liefen, liefen, egal ob diese Frauen Hunger, Durst oder eine volle Blase hatten. Unwürdig bis ins 21. Jahrhundert. Evtl springt ja das ein oder andere Segelbötchen für Vreni zusätzlich heraus.
Ich boykottiere diese Marke seit Jahrzehnten. Fabrikkuchen und - Kekse sind ohnehin für den Eimer.

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heidschnucke 19.05.2019, 13:43
5. Bei meiner Mutter,

Jahrgang 1920, gab es nie Bahlsenkekse. "Sie kauft nichts von Nazis" war ihre Erklärung. Sie hat noch nicht einmal die Produkte von Bahlsen geschenkt genommen. (Einige Frauen in unserem Dorf haben bei Bahlsen gearbeitet uind brachten damals "Bruch" mit nach Hause). Als Kind habe ich mich darüber ziemlich geärgert, später war ich stolz auf die konsequente Haltung meiner Mutter.
Und nun dieses Kind mit ihren unqualifizierten Äußerungen! Bahlsen? Nein danke.

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flaschengaist 19.05.2019, 13:52
6. Trottelig

Sie müsste ihren Posten räumen, wenn sie jetzt erst beginnt die Geschichte zu „berücksichtigen“.
Das ist der Hohn!
Gerade weil Verena B. aus der Familie kommt, ist zu sehen: Die Familie hat sich nicht ausreichend um eine soziale Nachhaltigkeit und Ethik gekümmert.
Und sie war letztens auf einem Titelblatt als Vorbild für Unternehmer_innen!?

Sie ist kein Vorbild. Sie sollte noch in die Ausbildung und etwas über CSR lernen!
Erst wenn sie reif ist, dann kann man wieder Bahlsen kaufen!

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Senf-o-Mat 19.05.2019, 13:54
7. Sklaverei

"Nichts zu schulden kommen lassen"?! Außer Sklaverei, meinen Sie, Frau Bahlsen? Es wird übrigens nicht ganz klar, wer im letzten Satz gemeint ist: Vater oder Tochter?

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sailor60 19.05.2019, 14:00
8. Er hat also drei frühere Zwangsarbeiterinnen getroffen

weiß aber nicht ob bei diesen Geld angekommen ist?
- was soll man dazu eigentlich noch schreiben -
er hätte sie schlicht fragen können, ob sie Geld erhalten haben, schließlich soll Bahlsen ja 1998 Entschädigungszahlungen an Zwangsarbeiter zugestimmt haben. Bleibt die Frage, ob das auch passiert ist. Wer mal nachrechnet, weiß auch, das jede dieser Zahlungen zu gering war! Jeder normal denkende Unternehmer konnte wissen, dass der Einsatz von Zwangsarbeitern schreiendes Unrecht war!
Es wäre interessant zu wissen, ob es auch Unternehmen gab die den Einsatz von Zwangsarbeitern abgelehnt haben.

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mirage122 19.05.2019, 14:02
9. "Kann aber dauern!

Sowas Verlogenes wie die Bahlsen-Sippe gibt es nicht ein zweites Mal (oder doch)? Nun mischt sich auch noch Vater ein, um sein "IT-Girl" zu schützen. Was ist das eigentlich genau? Eine dumme Göre - oder was? Dieses ganze Prozedere hat diese "ehrenhafte" Familie doch schon mal mitgemacht. Und nun tun sie so als sei das "Neuland"! Und die Aufarbeitung kann "dauern"! Einfach keinen Krümel von Bahlsen mehr kaufen. Das werde sie dann hoffentlich merken. Dann wird das vielleicht nicht so schnell was mit der zweiten Segelyacht von Töchterchen!

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