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Fischer-Streit im Ärmelkanal: "Hilfe, die Franzosen greifen an!"
REUTERS

Der Streit zwischen französischen und britischen Fischern ist eskaliert: Der jüngste Zusammenstoß könnte aber nur ein Vorgeschmack auf das sein, was bald droht - wenn Großbritannien im Zuge des Brexit aus der EU-Fischereipolitik aussteigt.

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the_rover 17.09.2018, 16:32
1. Cod Wars

Die Cod Wars vor Island in den Jahren 1958 bis 1975 haben die Briten verloren. Möglicherweise soll jetzt das Traume aufgearbeitet werden ...

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Tevje 17.09.2018, 16:33
2. Die Briten

sollen ihre neuen Kabeljau-Kriege führen, mit wem sie wollen, sie sollen aber die Jakobsmuscheln den Franzosen überlassen. Die können sie besser zubereiten und außerdem sind sie da billiger! Grenzlinie mitten durch den Kanal ziehen und fertig.

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grain 17.09.2018, 16:38
3. Völlig ok

Ich wünschte mir, wir hätten soviel Arsch in der Hose wie die Franzosen und würden nicht immer hilflos wie kleine Kinder in der Ecke rumstehen.
Die Franzosen verstehen es ihre berechtigten Belange zu verteidigen.
Dranbleiben, ihr macht das gut !

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rieberger 17.09.2018, 16:42
4. Eindeutige Rechtslage

Wenn es legal ist, dass die britischen Fischer dort fischen, dann sind die Franzosen im Unrecht. Bei Streitigkeiten wird dann die Gestzeslage bemüht werden müssen, die wohl zu Gunsten der Briten entscheiden muss.
Die Frage stellt sich mir nur, wie verbindlich ist die Rechtslage und wie wird sie durchgesetzt werden bzw. wie werden Sanktionen durchgeführt werden, wenn eine Seite gegen ein Urteil verstößt?
Die Parteien sollten sich an einen Tisch setzen, miteinander reden und eine Regelung finden. Wenn sie es nicht selber machen, werden es andere richten müssen.

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brooklyner 17.09.2018, 16:44
5.

Die Situation ist ja wohl klar wie Kloßbrühe. Die französischen Fischer halten sich an die Schonzeit, die gedacht ist, dass sich die Bestände einigermassen nachhaltig erholen. Die Briten sind ganz schlau und halten sich nicht daran und versauen den Franzosen durch asoziales Verhalten ihr Konzept. Natürlich können darüber teure Winkeladvokaten brüten, aber die Sache ist zumindest für den gesunden Menschenverstand glasklar.

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zynischereuropäer 17.09.2018, 16:45
6.

Im Artikel wird ein wenig der Anschein erweckt, dass die restlichen EU Staaten britische Gewässer leer fischen würden. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass es die Briten waren, welche die Fischerei Lizenzen im großen Stil an die "Ausländer" verschachert haben. Und falls Hr Farage mal wieder in Erscheinung treten sollte: hätte die Pfeife seinen Job als EU Parlamentarier mal gewissenhaft ausgefüllt und wäre auch mal zu Sitzungen gekommen (von 42 war er bei 41 nicht anwesend), dann hätte das ehrenwerte Mitglied des Fischereiausschusses auch seinen armen Fischern zuhause helfen können. Aber so? Die Briten sollten sich warm anziehen. Nicht nur weil die Fischereiverträge mit anderen Staaten zT Jahrhunderte alt sind, sondern auch hinsichtlich des Absatzes. Wem wollen sie den Fisch denn verkaufen? Ich wage mal die Prognose, dass die Hauptabnehmer auf dem Kontinent sitzen.

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Fuxx81 17.09.2018, 16:46
7. politisch gewollt

Während das oberste Prozent mehr und mehr reichtum anhäuft, werden die verteilungskämpfe am unteren ende der sozialen Nahrungskette natürlich heftiger. Diese Entwicklung ist politisch gewollt. Beweise: die Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre.

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Flying Rain 17.09.2018, 17:23
8. Das Problem

Das Problem ist halt dass diese Franzosen nicht innerhalb Frankreichs sind wo solche aggressiven Methoden irgendwie ja geduldet sind (Autos von Uber-Fahrern anzünden, Firmenchefs als Geiseln nehmen, Wein-LKW auslaufen lassen etc) sondern halt in int. bzw eur. Gewässern.
Sowas geht halt einfach gar nicht und ich würde es auch gutheißen wenn die Briten sich etwa verteitigen würden.

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mimas101 17.09.2018, 17:35
9. Na Ja

die feine englische Art ist das nicht: Während die Bretonen schön brav abwarten bis sie wieder Austern angeln dürfen kommen währenddessen die Briten an und holen sich ihren Anteil ab. Von Schonung halten die also nix. Und das erinnert doch sehr an einen Sir samt seinen königlichen Kaperbriefen.
Warum sich nicht beide Seiten auf ein Fangverbot während der Schonzeit verständigen ist mir daher ein Rätsel.

Aber warum den Cold War um Jakobs-, Pilger- und Sonstwas-Muscheln nicht sportlich austragen?
Entweder jeder der beiden Staaten schaufelt sich einen Fjord und machen eine Aquakultur für Muscheln draus. Hilfestellung können gerne die Chilenen leisten.
Oder jeder Fischer, egal ob Brite oder Franzose, bekommt eine Badewanne (natürlich alle vom gleichen Hersteller mit gleichen Maßen und Inhalten so wie das die EWG-ISOs halt vorschreiben) vors Haus gestellt die mit einem Muschelpärchen bewohnt wird. Wenn die Natur dann das getan hat was die Biologie halt so erfordert dann können die Fischer mühelos viele Muscheln ernten die sie anschließend verkaufen können. Ganz ohne Umweltverschmutzung, unabhängig von Dieselpreisen und sonstwas.

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