Forum: Wirtschaft
"Flash Crash" an den US-Börsen: Lektion für Trump
AFP

Die US-Börsen erleben dem stärksten Kursknick seit 2011. Das könnte auf lange Sicht zwar eine normale Korrektur sein - doch sie kratzt am Image von Donald Trump, der sich gern als Retter der Märkte preist.

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muellerthomas 06.02.2018, 10:36
80.

Zitat von kayato_kasaki
Sie meinen Sie wären schlauer? Darüber ob Aktien Sachwerte sind oder nicht, wird schon lange diskutiert. Auf der einen Seite hält der Anleger Teile von börsennotierten Firmen, auf der anderen Seite geht er bei einer Insolvenz meistens leer aus. Das liegt auch daran, dass sich in den Bilanzen der börsennotierten Unternehmen hauptsächlich verbriefte Forderungen befinden.
Ne, daran liegt es gerade nicht. Bei (seltenen) Bankpleiten erhalten die Anleger am Ende sogar einen Großteil des Geldes zurück, eben weil die Bankbilanz vorwiegend aus durchaus werthaltigen Forderungen besteht. Die Maschinen und Anlagen von produzierenden Unternehmen hingegen lassen sich meist nicht gut veräußern.

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robertreagan 06.02.2018, 10:36
81. Aktion Big Abräume

Lassen wir Trump mal weg. Der ist nun wirklich nicht so entscheidend bei dem aktuellen Börsensturz, er hat bestenfalls mit seiner Steuerreform und deren vorheriger Ankündigung dafür gesorgt, dass die Kurse die ganze Zeit im Aufwind waren. Was wir jetzt erleben, ist ein Kasse machen, welches längst zu erwarten war. Es wusste nur keiner, wann es losgeht. Haben sich die Kurse erst einmal auf wieder niedrigem Niveau eingependelt und die Taschen der Zocker die in Futures und weiter steigende Kurse spekuliert haben geleert sind, dann kann man getrost wieder investieren. Theoretisch verliere ich gerade jeden Tag ca. 10.000€ an Kurswert, da ich den Exit am höchsten Punkt verpasst habe. Da es sich aber um sonst stabile Renditepapiere handelt, wie (Rück-) Versicherungen, Ölaktien, Bergbau und Stromversorger, wird es bald wieder Nachkaufgelegenheiten geben. In einem Jahr um die Zeit kann man dann noch mal auf die Kurse schauen. Ein Beispiel gefällig? BP plc. zahlt seit Jahren - auch nach Deepwater-Horizon - 37 Cent pro Aktie an Rendite, verteilt auf vier Quartale, vollkommen egal, wie hoch oder tief der Kurs gerade steht. Das ergab zuletzt sogar bei hohen Kursen immer noch eine Rendite von 5,5% vor Steuern. Man kann also bei langfristiger Anlagestrategie das Renditeniveau bald wieder auf vermutlich 7% heben, wenn man günstig einkauft. Man darf sich nur nicht verrückt machen lassen.

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kajoter 06.02.2018, 10:39
82.

Trump wird dieses Thema ab sofort unter den Tisch fallen lassen oder es Obama in die Schuhe schieben wollen. Verweise auf Frau Clinton oder die Migranten sind in diesem Fall leider nicht hilfreich. Selbst das FBI und der "deep state" können nicht verantwortlich gemacht werden. Aber die taktisch-rhetorische Giftküche des WH hat schon einige skurrile Auswege gefunden.
Noch 10 Monate .....

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allufewi 06.02.2018, 10:41
83. Trotzdem stimmts!

Zitat von lab61
Wie wäre es, wenn Sie dem geneigten Mitforisten mal ein paar Links zu den Medien setzen, aus denen Sie sich "unabhängig" und "investigativ" informieren. Vielen Dank schon mal im Voraus.
Dass es keine gescheiten Alternativen gibt (ich kenne zumindest keine deutschsprachigen) ist traurig, macht seine Aussage aber leider nicht weniger wahr.

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GoaSkin 06.02.2018, 10:45
84.

Für Trump ist das keine Lektion. Er wird sich wohl eher jetzt billige Aktien kaufen und sich darüber freuen. Ohnehin werde ich das Gefühl nicht los, dass Trump seine Politik an seinem persönlichen Wertpapierdepot orientiert.

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stevens-82 06.02.2018, 10:51
85.

Zitat von Palmstroem
Die Reaktion an de US-Börsen ist geradezu wie aus dem Lehrbuch, Die Wirtschaft brummt, die Löhne steigen und damit die Inflationsgefahr. Dadurch wird in die US-Notenbank die Zinswende beschleunigen. Die Anleger reagieren und ziehen Geld von den Börsen (und wahrscheinlich auch aus dem Immobilienmarkt) ab und legen diese Gelder auf dem Anleihemarkt wegen der höheren Verzinsung an. Alles ganz normal - bis auf Europa, wo man die Nullzinspolitik wegen gefährdeter südeuropäischen Banken weiter beibehalten will!
So kann man es sicher sehen. Interessant finde ich aber noch einen anderen Aspekt. Falls dieser Rückschlag an den Börsen mehr ist als eine überfällige technische Korrektur und sich daraus ein Bärenmarkt entwickelt, lehrt die Erfahrung das sich ca. ein Jahr später auch das realwirtschaftliche Umfeld eintrübt und die Zeit der Hochkonjunktur zu Ende geht. Klassischerweise antworten die Zentralbanken darauf mit Zinssenkungen. Die Frage ist nur wie die EZB antworten will wenn Draghi all sein Pulver zur Rettung Italiens und auch Frankreichs schon verschossen hat? Da könnten wir dann das dicke Ende der Staatsfinanzierung durch die EZB sehen und das schönste ist, Draghi muss sich darum nicht mehr kümmern, er ist dann nicht mehr im Amt.

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skr72 06.02.2018, 10:52
86. Noch dämlicher

Zitat von Vasili. W.
Und der Kursrutsch am DAX liegt an der missglückten Migranten Groko..... Wer falsche Zusammenhänge konstruiert, ist auch ansonsten nicht in der Lage objektiv zu berichten. "Der Markt atmet". Mal ein, mal aus.
Haben Sie da nicht etwa eine wichtige Information vergessen oder unterschlagen? Hat die GroKo jemals damit geprahlt, dass sie für die Dax-Kursrekorde verantwortlich ist? Ihren Kommentar kann man mühelos in die Mülltonne sinnfreie Whataboutismen treten.

Haben Sie auch vergessen, dass den Medien von rechten Trollen immer vorgeworfen wurde, dass sie nur Negatives über Donald Crash Trump berichten, obwohl doch der Aktienmarkt alle Rekorde bricht? Was ist mit diesem Vorwurf?

Wenn man so dämlich ist wie Trump und mit Börsenrekorden angibt, dann hat er was auf die Mütze verdient: Schließlich weiß jedes Kind, dass diese auch wieder sinken können und dann der Schuss nach hinten losgeht. Aber darüber sollte man dann lieber nicht berichten, wie in R, P oder HR?

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die-metapha 06.02.2018, 10:54
87.

Zitat von stadtmusikant123
Auch die Börse is keine Nullsummenspiel. Ergo wird es immer Gewinnmitnahmen, und Ängste vor wer weiß wie Zinsentwicklung, schlechtes Wetter , Darmbeschwerden usw . geben wird.
Sie meine in etwa so, wie es Trump und dessen Anhänger werten wenn sich Börsenkurse positiv entwickeln und er dies sofort medienwirksam mit seiner genialen Politik in Verbindung setzen möchte.
Sie meinen, das hätte im Grunde eigentlich gar nichts damit zu tun.
Habe ich Sie da inhaltlich richtig verstanden?

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Beat Adler 06.02.2018, 11:00
88. Was wird von einer Medienorganisation verlangt?

Zitat von allufewi
Dass es keine gescheiten Alternativen gibt (ich kenne zumindest keine deutschsprachigen) ist traurig, macht seine Aussage aber leider nicht weniger wahr.
Was wird von einer Medienorganisation verlangt? Dass sie jede Meldung VOR Veroeffentlichung prueft, um Enten, Hoax und das was neudeutsch "fake news" heisst NICHT zu verbreiten. Das reicht!

Alles Andere wie z.B. Komentare und Meinungen der Journalisten, Reporter und Beitragsschreiberlinge sind bei allen guten Medien so gekennzeichnet.

Wo ist also das Problem?

Wer das alles nicht will, kann jederzeit zu den VT Schleudern und Desinformationsportalen im Internet ausweichen. Das ist sogar erlaubt;-) Wenn der Magen stark genug ist;-)

Ausserdem gibt es bei NZZ online gute Analysen ueber Wirtschaftsdaten nachzulesen. Auch so eine Organisation ohne fake news, wie langweilig;-)
mfG Beat

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kuac 06.02.2018, 11:02
89.

Zitat von laracrofti
Typischer Trump-Bashing Artikel, der POTUS kann alles nur Erdenkliche tun, solange sich die Börsenspieler von "Ängsten", "Gier",......
Nein, so lange die Börse nach oben ging, klopfte Trump auf eigene Brust und reklamierte den Erfolg als seine eigene Leistung. Nun, muss er damit leben, dass man ihn kritisiert, wenn die Börse nach unten geht.
Trump ist der erste Potus, der die Börsenrally als eigene Leistung verkaufte. Dazu gibt es viele Zitate und Tweets von ihm.

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