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Flatrate fürs Autofahren: Umweltbundesamt kritisiert Dobrindts Mautkonzept
DPA

Die zentrale deutsche Umweltbehörde kann den Mautplänen von Verkehrsminister Dobrindt nichts abgewinnen. Die geplante Gebühr bringe das Land " ökologisch keinen Schritt" voran, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Krautzberger.

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imZweifel-richtig 09.07.2014, 08:57
1. Ziel nicht verstanden

Ich bin ein Gegner der Maut. Dennoch erkenne ich als ihr Ziel an, Gelder für dringend notwendige Reparaturen einzutreiben. "Krautzberger sprach sich zudem dafür aus, die Einnahmen aus der Maut nicht nur in den Ausbau der Straßen, sondern auch in das Schienennetz zu investieren.": Dann hat die Präsidentin des Uba den Sinn der Maut wohl nicht verstanden.

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eisbaerchen 09.07.2014, 09:01
2. Es wird immer

Zitat von sysop
Die zentrale deutsche Umweltbehörde kann den Mautplänen von Verkehrsminister Dobrindt nichts abgewinnen. Die geplante Gebühr bringe das Land " ökologisch keinen Schritt" voran, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Krautzberger.
schlimmer...jetzt soll auch noch Umweltschutz "eingearbeitet" werden in diese ohnehin unsinnige Konstruktion! Typisch Deutsch, alles auf einmal und so kompliziert dass am Ende alles kaum noch Sinn macht!
Ich kann nur hoffen, dass die EU das ganze Konstrukt von diesem Dilettanten Dobrindt kippt!

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eisbaerchen 09.07.2014, 09:06
3. Frau Krautzberger, bitte

Zitat von sysop
Die zentrale deutsche Umweltbehörde kann den Mautplänen von Verkehrsminister Dobrindt nichts abgewinnen. Die geplante Gebühr bringe das Land " ökologisch keinen Schritt" voran, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Krautzberger.
informieren Sie sich mal wie das z.B. in Frankreich läuft...die mautpflichtigen Autobahnen sind in Privathand, und natürlich rechnen die nach gefahrener Strecke ab, Nationalstrassen sind frei! Das ist in Deutschland grundsätzlich anders, das Strassennetz gehört der Öffentlichkeit, die hat das auch finanziert! Wie kann man als Behörden.Chefin nur so uninformiert sein...

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OskarVernon 09.07.2014, 09:09
4.

Zitat von sysop
der zurückgelegte Weg berücksichtigt, sagte Krautzberger. Dafür gebe es mittlerweile technische Systeme, die automatisch abrechneten.
Höchst interessanter Vorgang:
Die Präsidentin einer Bundesoberbehörde spricht sich dafür aus, Bewegungsprofile von Bürgern zu erfassen und zu speichern - da sollen wir wohl auf dem kleinen Umweg über die "gute Sache" an so was gewöhnt werden... oO

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EPHK 09.07.2014, 09:10
5. Ziel der Maut war aber

die bayrischen Stammtische für die CSU zu gewinnen. Und zwar mit einer AUSLÄNDERMAUT. Ernsthafte Politik zur Lösung des Finanzierungsproplems des Straßennetzes oder Umweltschutz war nicht beabsichtigt.

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andere Hobbys 09.07.2014, 09:11
6. Warum schbreibt der

Spiegel nicht einmal klar verständlich, warum die Maut so eingeführt werden soll.
Mit dieser Maut soll zweckgebunden die Infrastruktur erhalten und erneuert werden.
Man zieht mehrere Mrd. Euro aus dem grossen schwarzen Steuervereinnahmungsloch des Staates in eine Zweckgebundenheit.
Das Geld wird also nicht für Hartz 4, Schulen Kindergärten usw. ausgegeben , sonder nur für die Infrastruktur.
Ausserdem!Allein die Mehreinnahmen durch Ausländer betragen 600 Mio. , die gesamte Maut spült mehrere Mrd. in die Infrastruktur.
Natürlich mauert die Politik, da ihr ja Mrd aus ihren Pfründen genommen werden und nicht mehr sinnlos verballert werden können. Und da wird dann Brüssel schnell zum Freund.

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buerger2013 09.07.2014, 09:12
7. Es

Zitat von sysop
Die zentrale deutsche Umweltbehörde kann den Mautplänen von Verkehrsminister Dobrindt nichts abgewinnen. Die geplante Gebühr bringe das Land " ökologisch keinen Schritt" voran, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Krautzberger.
geht hierbei auch nicht ums Ökologische sondern um zusätzliche Abzocke von Autofahrern.
Und Eines ist ja wohl klar. Wegen der bis jetzt angekündigten 600 Millionen machen die das nicht.
Das mit der Entlastung der deutschen Autofahrer ist nämlich ein Märchen.

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ihawk 09.07.2014, 09:14
8. Kosten für das System

Bei kalkulierten "Kosten" von rund 1/3 vom Umsatz für das System steht der Gewinner bereits fest und man muß sich fragen welcher Ausschreibungsprozess da stattgefunden hat. Ich denke, ein Mautsystem solle eine hoheitliche Aufgabe sein, zumal die "Privatwirtschaft" im Rahmen der s.g. Privatisierung keines der versprochenen Ziele erreicht hat. Die offensichtlich maßlose Bereicherung an Grundversorgungssystemen ist m.E. einer der fatalsten politischen Fehler der letzten 20 Jahre.

Die Maut flächendeckend zu gestalten ist m.E. genau richtig. Ein rücksichtsloses Ausweichen auf Nebenstraßen wäre sonst nicht zu verhindern. Gerade im LKW-Bereich kämpfen bereits jetzt viele Kommunen mit dieser gnadenlosen Rücksichtslosigkeit des gewerblichen Verkehrs - wo nur noch die Logik des Geldes regiert, bleibt der Mensch auf der Strecke.

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user_tha 09.07.2014, 09:15
9. Maut lässt Autofahrer nachdenken

Auch ich hoffe, dass - wenn gar nichts hilft - die EU das ganze Konstrukt von Dobrindt kippt!

Aber vermutlich wird schon vorher die hiesige Autolobby den CSUler ausbremsen: Die Umstellung von Steuer auf Maut wird nämlich einige Autofahrer veranlassen, darüber nachzudenken, ob denn ein Pkw überhaupt (noch) das richtige für sie ist. Und einige werden erkennen, dass für ihre persönliche Situation eine Kombination aus Carsharing / Fahrrad / Taxi / ÖPNV viel günstiger und sinnvoller ist.
Und den eigenen Pkw abschaffen. Das wiederum wird der Autolobby gar nicht passen....;)
Am Ende wird Dobrindt dastehen, wie Brasiliens Trainer Scolari gestern abend nach dem 1:7 - er wird sich entschuldigen müssen...;)

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