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Fleisch-Gütesiegel: Wohlfühl-Label fürs Gewissen
DPA

Mit einem Siegel will Bundesagrarminister Schmidt für "mehr Tierwohl" sorgen. Ähnliches versprechen auch andere Etiketten. Doch was taugen die Label wirklich? Der Überblick.

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soyafreund 28.01.2017, 14:51
1. weniger hilft...

Viel weniger Fleisch essen - dann auch nur von Bio-Betrieben - ist das einzige, was eventuell ein klein wenig zum Tierwohl beiträgt...

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roughneckgermany 28.01.2017, 15:01
2.

Initiative Tierwohl ist zudem schon mit Skandalen behaftet. Ich weise nur mal auf die aufgedeckten Tiermisshandlungen im Stall des Vorsitzenden Deutscher Bauernverband hin.

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kritischer-spiegelleser 28.01.2017, 15:15
3. Versprechungen

Und die jedes Jahr neu. Wie viel Siegel wurden da schon von den Ministern kreiert. Keines wurde mir Leben gefüllt. Hat man eben im nächsten Jahr ein neues Siegel erfunden. Besser wäre es für das Tierwohl entsprechende Gesetze zu schaffen und diese auch zu überwachen. Aber da kommt er eben nicht gegen die Lobby an!

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achterhoeker 28.01.2017, 15:18
4. Merkt es denn keiner?

Mit diesen Labels ist es doch wie mit den Verkehrszeichen. Es werden immer mehr, kaum einer versteht sie und vor allem: Kaum jemand richtet sich danach.
Bloss diese Persilscheine sind dazu da dem Käufer zu dressieren und das Denken abzugewöhnen.

Zwei Beispiele: Bio steht drauf und als Firma? Edeka Zentrale Hamburg. Stellen die dort Lebensmittel her?
Schlimmer noch fairtrade Blumen im Winter. Kommen aus Afrika und Südamerika. Nur. Von Afrika kommen auch die, die hier mit Mrd. betreut werden. Das ist die Folge. Zum Glück können die von Südamerika nich Schlauchboot fahren.

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faiba 28.01.2017, 15:25
5. mindestpreis

man sollte grundsätzlich einen mindestpreis von ca. 20,- pro kilo, unabhängig von der fleischsorte einführen. mit diesem preis ließe sich einigermaßen tiergerecht produzieren. damit würde man auch entgegenwirken, daß weniger einkommenstarke schichten 90% des fleischs konsumieren. 2-3 x pro monat sollte reichen

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süßkartoffel 28.01.2017, 15:37
6. Zwei Fakten:

Erstens: Ein Gesetz zur Förderung von artgerecht erzeugtem Fleisch existiert bereits. Es kann weder von Politikern abgeschafft noch umgangen werden, seine Richter lassen sich nicht bestechen, und deshalb ist es das mächtigste Gesetz überhaupt: Das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wenn auch nur ein Bruchteil der 80%, die angeblich bereit sind für besseres Fleisch mehr Geld auszugeben, konsequent Fleisch von Demeter oder Naturland kaufen würden, könnten Herta & Co schauen wo sie bleiben. Bleibt die Frage wieso alle nach der heilen Welt jammern, aber niemand dazu bereit ist sein Konsumverhalten zu ändern. Und damit wären wir bei Zweitens, der Forderung nach "Bezahlbarkeit": Der Endpreis an der Kasse ist immer noch das Produkt aus dem Preis pro hundert Gramm und der gekauften Menge. Jeder, der sich billigbillig-Fleisch leisten kann, könnte sich genauso gut für die gleiche Menge Geld ethisch einwandfreies Fleisch kaufen - es wäre dann halt nur etwas weniger. Wo genau also ist das Problem?

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7eggert 28.01.2017, 15:57
7.

Zitat von faiba
man sollte grundsätzlich einen mindestpreis von ca. 20,- pro kilo, unabhängig von der fleischsorte einführen. mit diesem preis ließe sich einigermaßen tiergerecht produzieren. damit würde man auch entgegenwirken, daß weniger einkommenstarke schichten 90% des fleischs konsumieren. 2-3 x pro monat sollte reichen
Die Händler sehen das als Mindest-Zusatzgewinn von 15 €.

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bronstin 28.01.2017, 16:01
8. Artikel gelesen...

und warum bin ich dennoch der Meinung, dass der Autor das letzte mal ein Tier in seinem Leben als Krippenkind zu Gesicht bekommen hat: a) er muss nicht von LW (weiland Landwirtschaft genannt) leben, b) die Emotionen rühren aus Bilderbüchern hervor (nur mal so als Tipp: was macht man, wenn die Sau [bildunhgsbürgerlich als Mutterschwein bezeichnet] eines der Ferkel so tritt, dass man beim Tierarzt anschließend 800 Euronen lassen muss, damit es halbwegs gesundet oder auch nicht, obwohl der Marktwert für schlachtreife Schweine bei irgendwo keinesfalls mehr als 300 EUR liegt), c) wie male ich mir als "betroffener Mensch" anschließend meine heile Welt aus, d) was mache ich, wenn alle drei Varianten nicht funktionieren... vermutlich ritueller Selbstmord in Hoffnung auf eine bessere Welt...

PS: Ich kanns langsam nicht mehr hören wie lesen, wenn Leute von LW schreiben, die maximal einen Bilderbuchbezug dazu haben...

Es soll ja auch noch Leute geben, die irgendwie davon nach Abzug der Steuern und sonstiger Aufwendungen davon leben müssen inkl. ihrer Kinder

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Wolfvon Drebnitz 28.01.2017, 16:07
9. Zimmerpalme am Platz von Schmidt ist billiger

"Wo Sie sitzen, könnte ich mir auch gut eine Zimmerpalme vorstellen" - dieser böse Spruch passt wunderbar auf unseren Landwirtschaftsminister. Ob er da ist oder nicht - es ändert sich sowieso nix. Das ist alle nur Augenwischerei. Zu seinem Amtsantritt habe ich ihm geschrieben und auf diverse Betrügereien aufmerksam gemacht. Er hat mir auch brav geantwortet - aber geändert hat sich in 4 Jahren nix. Es wird weiter betrogen, daß sich die Balken biegen - so ein Label ist Verbrauchertäuschung. CDU/CSU ist zu einem Lobbyverein verkommen.

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