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Flexi-System: "Die gesetzliche Rente ist viel besser als ihr Ruf"
DPA

Am 1. Juli tritt der zweite Teil des Gesetzes zur Flexi-Rente in Kraft. Der Finanzmathematiker Werner Siepe rät Sparern, freiwillig Extrabeiträge in den gesetzlichen Rententopf einzuzahlen.

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aufmerksamer Leser 30.06.2017, 18:05
10. lasst Euch nicht an der Nase rumführen

Erst haben die Politiker mit den Versicherer einen Pakt geschlossen, um diesen Geld in die Kassen zu spülen. Der normale Arbeitnehmer merkt am Ende seines Arbeitslebens davon nichts (nachträgliche Versteuerung, Sozialabgaben). Auf die AG müssen aufgrund fallender Zinsgewinne mehr Rückstellungen bilden (betriebliche AV).
Geblieben ist ein Desaster.
Es war von vorn herein klar, dass die staatliche Rente "besser als ihr Ruf ist" - sie wurde von den Lobbyisten einfach schlecht geredet.
Weg mit immer neuen Wortkonstruktionen die nur das Grundproblem kaschieren aber nicht beheben!

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Nordstadtbewohner 30.06.2017, 18:07
11. Den demographischen Wandel nicht verstanden

"Der Finanzmathematiker Werner Siepe rät Sparern, freiwillig Extrabeiträge in den gesetzlichen Rententopf einzuzahlen."



Mit dem demographischen Wandel verringert sich zusehends die Einzahlerbasis, während die Zahl der Leistungsempfänger steigt. Die neuen Gesetze a la "Flexi-System" belasten immer mehr die künftigen jungen Menschen, die für die alten zahlen müssen, ohne selbst in der Lage zu sein, für das eigene Alter vorzusorgen. Die "Extrabeiträge verschlimmern diese Diskrepanz noch.

Ich bin froh, dass ich auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen muss und so meine Altersvorsorge selbst regeln kann. Ich wundere mich nur, wie die jungen Menschen das, was ihnen die Alten so an Kosten auferlegen, nur so ruhig mittragen.

Die "Tipps" des Experten zeigen deutlich, wie sehr die Jungen übergangen werden.

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Cyberfeld 30.06.2017, 18:33
12.

Zitat von bs2509
Die FLEXI-Rente ist eine Mogelpackung à la Riester-Rente. Vor Altersarmut schützt dieses Konstrukt niemanden. Nach Einschätzung vieler Verbände dürfte die geplante Flexi-Rente ihr Ziel verfehlen, den flexibleren Renteneintritt für Beschäftigte attraktiver zu machen. Auch die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) sieht es beispielsweise als problematisch, dass die Flexi-Rente zunächst auf Basis einer Einkommensprognose gezahlt werden soll. Fällt der Hinzuverdienst höher oder niedriger aus – etwa aufgrund von Überstunden oder Änderungen der Arbeitszeit –, werden Rück- oder Nachzahlungen fällig. In der Praxis würden damit „bei nahezu allen Teilrenten nachträgliche Korrekturen erforderlich sein“, zitiert das Versicherungsjournal die Deutsche Rentenversicherung. Zudem müssten Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge angepasst werden, wenn sich die Höhe des Hinzuverdiensts ändert. Die bittere Pille, die unerwähnt bleibt und bei den Berechnungen leicht vergessen wird: die Abschläge, die bei einer vorgezogenen Altersrente berücksichtigt werden, gelten nicht nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze (= zw. 65. und 67. Lebensjahr, je nach Geburtsjahrgang), sondern für die gesamte Dauer des Rentenbezugs, auch für eine sich eventuell daran anschließende Hinterbliebenenrente.
Dazu kommt noch die Möglichkeit das man Arbeitslos wird oder was noch wahrscheinlicher ist das der Staat in den ZOpf greift b.z.w das verbrochen Mehr an Rente einfach nicht ausbezahlt b.z.w mit Sonderabgaben versieht das hat der Staat schon sehr sehr sehr oft gemacht.

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steinbock8 30.06.2017, 18:40
13. Die gesetzliche rente

Ist das beste rentenmodell was es überhaupt gibt alle anderen Modelle die nicht wirklich etwas taugen haben wir den Lobbyisten gleich Politik zu verdanken ein Riesen Geschäft bloß nicht für alle jetzigen und zukünftigen Rentner und wäre die solidere Rentenkasse nicht regelmäßig geplündert worden wäre zu jeder Zeit genügend Kapital dagewesen

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Cyberfeld 30.06.2017, 18:54
14.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Der Finanzmathematiker Werner Siepe rät Sparern, freiwillig Extrabeiträge in den gesetzlichen Rententopf einzuzahlen." Mit dem demographischen Wandel verringert sich zusehends die Einzahlerbasis, während die Zahl der Leistungsempfänger steigt. Die neuen Gesetze a la "Flexi-System" belasten immer mehr die künftigen jungen Menschen, die für die alten zahlen müssen, ohne selbst in der Lage zu sein, für das eigene Alter vorzusorgen. Die "Extrabeiträge verschlimmern diese Diskrepanz noch. Ich bin froh, dass ich auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen muss und so meine Altersvorsorge selbst regeln kann. Ich wundere mich nur, wie die jungen Menschen das, was ihnen die Alten so an Kosten auferlegen, nur so ruhig mittragen. Die "Tipps" des Experten zeigen deutlich, wie sehr die Jungen übergangen werden.
Sie haben schon Recht nur ganz so ist es auch nicht sehen sie mal nach Österreich da ist das Rentenniveau bei 60%(bei uns 46% ? Tendenz fallend) bei nur 0,9% höhere Abgaben , man hat halt Selbständige dazu genommen hinzu hat man die Beamtenpensionen Schritt für Schritt abgebaut und ihn die normale Rente umgeleitet und oben drauf Zahlt der Staat Geld hinein.

Außerdem hat man eine Grundrente.

Der ganze Mist den wir bis jetzt hatten war auf Schröders Bierfreundschaft mit den Versichern zurückzuführen die ein neues Produkt wollten nachdem die Lebensversicherungen unattraktiv wurden weil die Steuerbefreitheit wegfiel. = Riester

Am liebsten hätte er die Staatliche Rente ganz abgeschafft.( Das zu gab es eine Folge dieses Jahr von der Sendung "Die Anstalt" insgesamt sogar mehrere)

Natürlich muss man sagen woher her ich das Geld auch nehme es muss irgendeiner verdienen auf gut Deutsch man braucht Kinder ihm jeden Fall zu einem gewissen Grad das ist das was ich von einen Politiker höheren will ansonsten ist er unehrlich.

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yogi65 30.06.2017, 19:04
15. Diversifizieren

Grundsätzlich sind die Einlassungen von Herrn Siepe korrekt. Ergänzend würde ich hier allerdings den Ratschlag geben die Altersversorgung auf mehrere Säulen zu stellen. Säule 1 die gesetzliche Rentenversicherung: Ein Totalausfall ist unwahrscheinlich. Durch den Generationenvertrag wird es immer Einzahler geben. Die politische Macht der geburtenstarken Jahrgänge sollte man nicht unterschätzen. Im Zweifel zahlen die Jüngeren halt höhere Beiträge... Säule 2 Privatrente durch Unternehmensbeteiligungen (Aktien) und Immobilien (Vermietet oder Eigentum): Hier gibt es Chance und Risiko. Man partizipiert an technischem Fortschritt und wachsender Produktivität, trägt aber natürlich das Preisrisiko der Märkte und unterliegt sonstigen Unwegbarkeiten. Säule 3 ist Liquidität in Form von Bankguthaben/Festgeldern/Tagesgeldern (immer im Rahmen der staatlichen Garantien). Dies gewährleistet Flexibilität und Sicherheit zugleich. Die Mischung macht es.

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Sibylle1969 30.06.2017, 19:28
16. Beispielrechnungen

Ich würde mir doch ergänzend ein paar Beispielrechnungen wünschen, anhand derer man erkennen kann, ob und für wen sich das Ganze lohnt, also zB "Mann, 53 Jahre alt, zahlt 30.000 Euro ein, Renteneintritt mit 63" - wieviel extra Rente gibt das? Das ganze dann verglichen mit gängigen Geldanlagen.

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yogi65 30.06.2017, 20:18
17. Unisex

Zitat von Sibylle1969
Ich würde mir doch ergänzend ein paar Beispielrechnungen wünschen, anhand derer man erkennen kann, ob und für wen sich das Ganze lohnt, also zB "Mann, 53 Jahre alt, zahlt 30.000 Euro ein, Renteneintritt mit 63" - wieviel extra Rente gibt das? Das ganze dann verglichen mit gängigen Geldanlagen.
Das Thema dürfte für mich und meine Geschlechtsgenossen relativ uninteressant sein. Da Frauen eine im Durchschnitt 5 Jahre höhere Lebenserwartung haben, aber die Rentenkalkulation einheitlich ist können Männer hier nicht gewinnen. Also, Männer, die 30k behalten und traditionell anlegen...

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Freifrau von Hase 30.06.2017, 21:12
18. @15

Ergänzend würde ich hier allerdings den Ratschlag geben die Altersversorgung auf mehrere Säulen zu stellen. ... Die Mischung macht es.

Richtig, aber leider heißt die Mischung bei immer mehr Menschen: Leiharbeit, Mindestlohn, temporär arbeitslos, entlassen mit 53....
Für diese Menschen müssen ja primär Lösungen gefunden werden. Für Gutverdiener (eigene Immobilie, wer kann sich das heute noch leisten?) sind alles andere dann Luxusprobleme.

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andre_e 30.06.2017, 21:27
19. Schwachsinn

Ich habe noch nie einen größeren Schwachsinn gelesen als diesen Inhalt. Ich soll von meinem Netto Einkommen in die Rentenkasse einzahlen um dann bei Rentenbezug auch noch auf das Geld Steuern, Krankenkasse Beiträge und Pflegeversicherung drauf zahlen. Für wie blöde halten die eigentlich die Steuerzahler? Und nur zur Info: Für jeden ausbezahlten Euro möchte die Rentenkasse 220 Euro haben. Das muss jeder selber wissen ob das sich lohnt. Schwachsinn

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