Forum: Wirtschaft
Flüchtlingskinder als Unternehmer: "Wir sind Rebellen"
Ira Weinrauch

Ihre Eltern flohen vor Krieg, Not, Verfolgung; ihre Kinder gründen Start-ups und probieren sich aus: Auffallend viele Flüchtlingskinder machen sich in Deutschland selbstständig. Was verbindet sie? Was macht sie erfolgreich?

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Spiegelleserin57 16.05.2015, 09:11
1. perfekt!

sie sind kreativ und flexibel...und sie wissen sich auch in der in der Not zu helfen. Das unterscheidet sie von vielen Jugendlichen hier die Not nicht kennen, immer nur einen ein vorprogrammierten Weg kennen und auch wollen.
Das ist nun mal in der Wirtschaft nicht immer gefragt. Wer starten will muss vor allem eins sein, flexibel.
Außerdem haben die Flüchtlingskinder gelernt mit wenig zurecht zu kommen und auch mal die Ansprüche zurück zu schrauben und sie kennen ein sehr wertvollen Begriff: Gemeinsamkeit und gegenseitige Hilfe was bei uns hier oft Fremdwörter sind.
Das macht sie sehr erfolgreich. Ich wünsche es ihnen von Herzen.
Wer Karriere machen will soll es gerne tun...nicht der ausländische Hintergrund interessiert sondern der Erfolg!

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Hanno3010 16.05.2015, 09:12
2. Kann es...

...auch daran liegen, dass Flüchtlinge hier weniger Chancen, sprich keinen Job, bekommen und daher schon fast gezwungen sind, sich selbstständig zu machen?

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perestroika 16.05.2015, 09:13
3. Schön

Jedesmal wenn ich so etwas lese, bin ich doch ein bisschen Stolz auf unser Land (und natürlich auch auf die jungen Leute die sich selbst verwirklichen!!), dass Menschen, egal woher sie kommen, zumindest die Chance haben, etwas zu erreichen. Ich hoffe, dass das weiter so läuft und durch geeignete Networking Strukturen noch verbessert wird!

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podbolski 16.05.2015, 09:52
4. Ich kenne viele Einwanderer, die es geschafft haben , .....

sich hier eine Existenz aufzubauen . Vor allem Iraner , die nach dem Sturz des Schahregimes hiergeblieben sind ( Studenten ) . Das sind in der Regel die gut integrierten , gebildeten und ( ehemals ) wohlhabenden Schichten . Wie man aus zwei Beispielen allerdings schlussfolgern kann , daß das grundsätzlich auf alle Migranten anwendbar ist , erschließt sich mir nicht . Laut Mikrozensus 2014 haben z.B. von den Migranten aus der Türkei 21 % keinen Abschluss ( zum Vergleich : 1,6 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund ) . Zahlen zu afrikanischen Migranten liegen meines Wissens nicht vor . Falls Sie dazu Zahlenmaterial vorliegen haben, bitte veröffentlichen .

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b20a9 16.05.2015, 10:01
5. Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling

Ich kenne selbst viele Iraner, die hier erfolgreich in der Arbeitswelt angekommen sind. Ob nun selbstständig oder als Arbeiter, Taxifahrer etc. Einsatzbereit und fleißig, mehr als manch anderer Kollege. Respekt! Zudem höflich und freundlich. Sie scheinen Ihren Weg zu gehen. Woran liegt es, dass Andere nicht so gut integriert sind bzw. werden? (Ja, ich generalisiere etwas, aber so ist mein subjektiver Eindruck bzw. so sind meine persönlichen Erfahrungen)

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suep 16.05.2015, 10:03
6. Man sollte

allerdings auch nicht vergessen, dass die Eltern selbst bereits gebildete Menschen waren und in ihrem Heimatland "ordentliche" Berufe ausübten und vor dem Krieg/Verfolgung flohen. Bei diesen ganzen fruchtlosen Diskussionen über Asyl/Migration und als Gegenüberstellung geglückte Integration sind diese der Flüchtlingsflut gegenüber thematisch verfehlt.

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der_seher59 16.05.2015, 10:19
7. ob Flüchtling oder Deutscher

es kommt zum grossen Teil aufs Elternhaus an. Ist jedenfalls meine Lebenserfahrung sowohl mit In- wie auch mit Ausländern

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loma 16.05.2015, 10:28
8. Hintergrund der Flüchtlinge

Ich muss mich einigen der Kommentare anschliessen: der Zensus sagt nichts über den kulturellen Hintergrund der Einwanderer aus, wie z.B. der Stellenwert von Bildung. Es wundert mich überhaupt nicht dass viele aus dem Iran stammenden unter den Unternehmensgründern sind. Auch in der Wissenschaft ist das so.

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guevara2000 16.05.2015, 10:36
9. Schade...

...dass nicht erwähnt wird, dass es sich beider Frai Jaff um eine Kurdin handelt. Bei vielen kurdischen Migranten aus dem Irak ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten wie bei den Iranern. Sie sind vor Saddam Hussein geflohen und versuchen sich hier was aufzubauen.

Komischerweise sind bei den Migranten, die hier geboren sind viel größere Integrationsprobleme zu beobachten.

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