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Flüchtlingskrise: Wie der Staat mehr Wohnungen schaffen will
DPA

Sozialwohnungen, geringere Standards bei Neubauten, Steuervorteile für Investoren: In Folge der Flüchtlingskrise will die Politik mehr Wohnraum schaffen. Was ist sinnvoll? Die Vor- und Nachteile.

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klaus meucht 30.01.2016, 10:17
30. Stadt Land Gefälle

Auf dem Land gibt es genügend Wohnraum, aber keine Arbeit. In Grossstaedten gibt es zwar Arbeit, nur teure Wohnungen, aber die Städte ersticken im Verkehr.

Senioren haben auf dem Land eine schlechte Infrastruktur. Finanziell Schwächere keine Möglichkeit bei einem Discounter einzukaufen. Es sind die Mieten, die die Städte teuer machen. Ansonsten wundere ich mich wie billig München ist. Das Land ist von den Mieten billig, ansonsten eher teuer weil der einzigste Lebensmittelladen bzw. Handwerker keine Konkurrenz hat.

Die Frage ist wie bekommt man Arbeit auf das Land, bzw. wie kann man das Land besser an den ÖPNV anschliessen.

Die Städte noch weiter wachsen zu lassen erzeugt neue Probleme. In Grossstädten sind die Strassen und der ÖPNV überlastet.

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genugistgenug 30.01.2016, 10:25
31. Flüchtlinge werden hier als 'Verursacher' missbraucht

oder wieso erwähnt niemand die jahrelange Wohnungsnot - die Abschaffung der Förderung und Einstellung des sozialen Wohnungsbaus, lange bevor die Flüchtlinge überhaupt am Horizont auftauchten? Wieso wird der Verkauf der kommunalen Wohnungen an Heuschrecken verschwiegen (auch durch Söder)?

Wieso werden nun private Unternehmen belohnt, gefördert, gepudert statt wieder den kommunalen Wohnungsbau anzugehen? Was sollen private mehr und günstiger können wie die KOmmunen selbst - oder sitzen da nur die üblichen Beurfsversager oder wollen die Politiker sich so ihre Versorgung nach der Politik in diesen Unternehmen sichern?
Es ist bekannt dass die Versicherungen, usw. panisch Möglichkeiten suchen um Geld zu verdienen und ihre Milliarden anzulegen. Deshalb auch die Hype um PPP/ÖPP, bei der die Steuerzahler die Gewinne garantieren.
reduzierung des Standards? Bedeutet vermutlich die Fortsetzung von:
Staat: ich halte sie arm
Kirche: ich halte sie dumm
sog. Hilfsorganisationen: ich halte sie ruhig
solche Vermieter: ich halte sie etwas trocken

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markus_wienken 30.01.2016, 10:26
32.

Zitat von ulli7
Sehr viele gut besoldete Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wohnen noch immer in sehr preiswerten Wohnungen, die sie früher als Studenten mit Wohnberechtigungsscheinen anmieten durften. Es ist interessant, dass die zuständigen Behörden diese Fehlbelegung nicht ändern wollen nach dem Motto: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!"
Meine Ex-Freundin, sowie meine Schwester und einige meiner Bekannten arbeiten im öffentlichen Dienst, niemand von denen wohnt in einer derartien Wohnung, noch kennen sie Personen im öffemtlichen Dienst mit guter Besoldung, die darin wohnen.
Da man dergleichen in ähnlichen Foren immer wieder hört interessieren mich hier wirklich und ernsthaft Zahlen.

Sie scheinen vom Fach zu sein.

Wie viel genau bedeutet:
"sehr viele gut besoldete Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wohnen noch immer in sehr preiswerten Wohnungen".

und wieviel verdienen diese Menschen genau?

Vielen Dank für den Link zu einer belastbaren Statistik.

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hup 30.01.2016, 10:29
33.

Zitat von steuerbelasteter
Ohne eine Förderung auf der Angebotsseite des Wohnungsmarkts mit privatem Wohnungsbau und oeffentlichem Sozialwohnungsbau kann die Mieteninflation nicht bekämpft werden. (...)
Welche Mietinflation eigentlich? Schaut man sich die Entwicklung der Mieten in den letzten 15 Jahren an, dann lief die Mietsteigerung gerade mal entlang der normalen Inflation, abgesehen von Top-Lagen die nicht mal 5% des deutschen Wohnungsmarktes ausmachen. Gefühlt mag das anders sein, die Statistik hilft aber dabei zu sehen was ist, nicht was man subjektiv-anekdotisch empfindet.

Billige Miete in Toplage? Das waere eine unsinnige Forderung die mit sozialem Wohnungsbau nichts zu tun hat.

Und das Absenken von Wohnbauauflagen bringt nur kurzfristig entlastung und faellt der Republik langfristig ins Kreuz. "Fluchtursachen bekämpfen" heist halt auch den Klimawandel zu bekämpfen, schlecht gedämmte Häuser werden es erschweren die Klimaziele langfristig zu erreichen. Entweder die Standards sind richtig oder falsch - unterschiedliche Standards, auch temporär sind quark. Sinnvoller wäre es den gegebenen Standard zu fördern, wenn es wahr ist dass dieser die Folgekosten für die Umwelt langfristig reduziert. Sparen kann man bei Komfort-Features und der Einrichtung der Wohnung, das lässt sich später ggf. aufwerten nach der Phase als Sozialwohnung.

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aristo32 30.01.2016, 10:37
34. sozialer Wohnungsbau

In Berlin ist es zumindest so, dass die staatlich geförderten Wohnungen genauso teuer sind wie Normale. Ich habe oft miterlebt wie die Vermieter auch Arbeitslose abgewiesen haben, weil sie Geld von Amt bekommen.

Ich frage mich deshalb, was soll dieser Sch... soziale Wohnungsbau?

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spon_3055608 30.01.2016, 10:39
35. der freie Markt der freien Erpressung

Das alles sprich sog. sozialer Wohnungsbau wird nicht genügen, denn für weite Teile der arbeitenden Bevölkerung ist auch eine Sozialwohnung noch viel zu teuer. Nicht vergessen sollte man, dass 40% der Bevölkerung 2000€ und weniger brutto verdienen und das oft mit mehreren Jobs. Vom Millionenheer der Kleinrentnern, ein-Euro- Jobbern, Aufstocker, Minijobbier, Dauerpraktikanten und Scheinselbständigen oder wie all die Euphemismen für schamlose Ausbeutung heißen auch mögen, ganz abgesehen.
---In meinen Augen ist es einfach schamlos, ja verbrecherisch und völlig unakzeptabel, von einem der reichsten Staaten dieser Erde nicht nur hinzunehmen, sondern es sogar zu noch fördern, dass jemand selbst durch angestrebtes Arbeiten nicht mehr seinen Lebensunterhalt selbst erarbeiten kann. Und das alles nicht etwa weil ein allgemeine Notlage herrscht.---
Hier würde nur das Modell Gemeindebau, wie zB. in Österreich, Abhilfe schaffen; d.h. die Wohnung ist eine staatliche Wohnung,Gemeindewohnung oder die Wohnung in Länderbesitz, bei der die Kostenmiete gilt: die Miete besteht darin, die Kosten für den Unterhalt Reparaturen ect zu tragen ohne Notlagen aus zu nützen und für irgendwelche Investoren Renditen zu erpressen (--was anders ist der derzeitigen Wohnungsmarkt nicht--). Wenn es so wie bisher weitergeht, wird für viele arbeitende Menschen "menschengerechtes" oder gar menschenwürdiges Wohnen nicht (mehr) bezahlbar sein, denn die Konkurrenz steigt.

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auf_dem_Holzweg? 30.01.2016, 10:42
36. unsere Kinder...

werden die offensichtlich jetzt schon als Bauruinen leerstehenden häßlichen Gebäude abreissen müssen. Natürlich auf IHRE Steuerkosten. Warum kann man nicht tragbare Container ausbauen, die können die Flüchtlinge nach ihrer "angeblich temporären Zeit" in Deutschland direkt nach Hause mitnehmen und haben dann auch direkt eine Wohngelegenheit? Richtig ausgestattet sind Container eine echte Alternative, mitsamt Heizung, Toiletten, Duschen, Strom, Wasser... selbst Banken betreiben damit jahrelang erfolgreich ihren Schalterbetrieb während eines Umbaus. Aber bestimmt verstößt dieser Gedanke wieder gegen irgendeine pupsige Deutsche Regel wie ein Wohnheim auszusehen hat. Aber billigst hochgezogene Sozialbauten die die Landschaft verschandeln und nach 5 Jahren alleine auseinanderfallen sind für die Bürokraten in Ordnung. Einfach lächerlich.

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gympanse 30.01.2016, 10:44
37. Bevölkerung ausgetrickst

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Da gibt es einen Volksentscheid, das alte Tempelhofer Flugfeld nicht zu bebauen. Den Politikern schmeckt das natürlich gar nicht. Wetten, dass die nun geplanten "temporären" Bauten nicht temporär sondern dauerhaft bleiben und das ganze Ding immer weiter ausgebaut wird und zwar dauerhaft? Auf dem Land gibt es genug Leerstand. In den neuen Bundesländern haben ganze Dörfer bereits "dicht gemacht"...

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hup 30.01.2016, 10:46
38.

Zitat von Havel Pavel
ich denke schon Sie liegen mit Ihrer Analyse richtig aber korrigieren kann das Missverhältnis nur die Politik, die jedoch meist genau das Gegenteil dessen gemacht hat was angezeigt gewesen wäre, so auch jetzt. Spekulanten nutzen das natürlich dazu sich zu bereichern. Andere Länder reagieren hier schlauer, so gibt es in Luxembur beispielsweise eine Immobiliensteuer, bei der jeder Eigentümer jährlich einen prozentuallen Anteil des Immobilenwertes als Einkommen versteuern muss. Keiner wird sich daher eine Immobilie anschaffen um sie leerstehen zu lassen, auch wird damit dem Hang zum Bau von teuren Protzimmobilien entgegengewirkt. Jeder ist so wohl bestrebt Immobilien marktgerecht zu gestaltn und zu verwalten. Zudem generiert der Staat dadurch Rieseneinnahmen mit denen er beispielsweise grosszügig soziale Projekte finanzieren kann oder Geringverdiener steuerlich entlastet, bzw. sogar von diesem Kreis gar keine Einkommensteuer erhebt. Aber anscheinend sind deutsche Politiker anders gepolt.
Ach und dieser Kostenfaktor durch Besteuerung wird vom Vermieter caritativer Weise nicht auf die Miete umgelegt? Träumen Sie weiter, diese Steuer wird am Ende von den Mietern bezahlt und wirkt so genau dem entgegen was sie erreichen wollen.

Das ist wie bei einer Sondersteuer auf SUVs: Die wirklich reichen juckt es nicht, die freuen sich bestenfalls weil die Mittelschicht geschröpft wird und nicht mehr mithalten kann und damit die Menge der SUVs an der aller KFZ exklusiver wird.

Ihre Super Immo-Steuer könnte man auch als 1%er Steuer bezeichnen, sie hält die Emporkömmlinge den richtig Reichen vom Hals. Auch eine Art der Wohnraumsteuerung, ob sie im Sinne des Erfinders aufgeht darf man bezweifeln.

Generell ist es fragwürdig bestehenden Besitz zu besteuern, versteuert werden sollte Einkommen, und zwar im gleichen Maße, egal ob es durch Arbeit oder Kapitaleinsatz erworben wird.
Die Besteuerung von bestehendem Besitz zwingt höchstens dazu ohne ethische Regeln bestmöglich (also nach neoliberalen regeln) weltweit zu investieren, ruhenden Besitz gibt es dann nicht mehr. Wenn sie Immobilien anderem Besitz (Kapital) gegenüber schlechter stellen, bieten sie null Anreize zur Investition in Neubau.

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karottenjoe 30.01.2016, 10:46
39. Wohncontainer

wären doch die einfachste und billigste Lösung...kann man überall aufstellen, beliebig stapeln, und auch ganz schnell wieder entfernen, wenn´s zu viel Ärger gibt.

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