Forum: Wirtschaft
Flugbegleiter: Lufthansa droht Streik zum Start der Sommerferien
DPA

Mit der Kündigung der Tarifverträge könnte die Kabinengewerkschaft UFO für Unruhe bei Lufthansa sorgen: Die Friedenspflicht endet ausgerechnet mit dem Beginn der Sommerferien in vielen Bundesländern.

doclondon 23.01.2019, 13:40
1. unsäglich!!

Dieses turnusmäßige unsägliche Theater hat inzwischen bei mir dazu geführt, dass ich nicht mehr bei Lufthansa buche, wenn ich mit der Familie verreise. Dieses Roulettespiel möchte ich meinen Nerven ersparen! Wer will schon mit den Kindern auf dem Weg in den Urlaub am Flughafen stehen um dann mitgeteilt zu bekommen, dass der Flieger nicht geht. Das mag sich im Verhältnis zu den sonstigen Probleme in der Welt zwar engstirnig anhören, dennoch kann ich mir das ersparen. Schade eigentlich -- ich würde gerne die Lufthansa unterstützen.

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exHotelmanager 23.01.2019, 14:03
2.

Die Lufthansa fliegt schon lange nicht mehr zu den Urlaubszielen des Durchschnittsbürgers. Es könnte bestenfalls ein Luxusproblem werden.

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birka12 23.01.2019, 14:22
3. Englische Verhältnisse

Wie in England bevor Thatcher kam. Jede kleine Schlüsselgruppe legt das Unternehmen lahm, das hat mit demokratischen, freiheitlichen Gegebenheiten nichts mehr zu tun. Hier müsste der Gesetzgeber eingreifen,
eine Gewerkschaft für das ganze Personal.

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NauMax 23.01.2019, 14:36
4.

Zitat von birka12
Wie in England bevor Thatcher kam. Jede kleine Schlüsselgruppe legt das Unternehmen lahm, das hat mit demokratischen, freiheitlichen Gegebenheiten nichts mehr zu tun. Hier müsste der Gesetzgeber eingreifen, eine Gewerkschaft für das ganze Personal.
Stimmt schon. In der Industrie ist ja z.B. die IG Metall auch für alle Mitarbeiter eines Unternehmens zuständig, nicht nur für die Metallarbeiter. Im Grunde müsste man alle Splittergewerkschaften der Luftfahrtbranche zu einer großen Gewerkschaft zusammenführen, die dann aber auch für Arbeitnehmer aller in Deutschland operierenden Airlines offen ist. Der gegenwärtige Zustand ist nichts als Erpressung und wird langfristig zum Konkurs der Lufthansa führen - woran den Gewerkschaften auch nicht gelegen sein kann.

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agreatwaytofly 23.01.2019, 14:45
5. Den Ball flach halten

Lufthansa wird sich einen ähnlichen Sommer wie in 2018 nicht leisten wollen. Der Personalvorstand wird also alles versuchen, um es nicht zum Streik kommen zu lassen. Bevor hier die ersten wieder zum Boykott aufrufen (um dann mit einer Ryanair zu fliegen, die ja noch nie bestreikt wurde - haha!), sollte man lieber den Ball flach halten.

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sunwave 23.01.2019, 15:52
6.

Und wie immer: Regen sich alle auf und schimpfen auf die bösen, bösen Flugbegleiter. Bald wird SPON auch wieder die "fetten" Gehälter veröffentlichen, die man angeblich in diesem beruf verdienen "kann". Wohlgemerkt, dass dies meistens Gehälter sind, die man nach 35 Berufsjahren und als Funktion des Kabinenchefs verdienen "kann". Viele Kollegen müssen durch Saisonal-Verträge sich im Winter über Wasser halten. Die ersten zehn Jahre ist das Gehalt mau. Da verdienen Kollegen bei Germanwings, TuiFly oder EasyJet die Kollegen am Anfang deutlich mehr.
Deshalb verständlich, dass auch die Flugbegleiter nach mehr Lohn rufen.
Es geht aber auch um die Fürsorge des Arbeitgebers.
Bsp.: Flugbegleiter werden ab April 11 Stunden nach Japan fliegen und nach 20 Stunden Ruhephase wieder zurück fliegen. Durch die ganzen Zeitzonen ist der Schlafrhythmus gestört. Das hat wenig mit Fürsorge und spürbarere Sicherheit zu tun. Unverantwortliches Handeln! Allerdings ist die ein Kompromiss von früher und eine geforderter Sparmaßnahme.
Alle denken immer, die Gewerkschaft fordert nur. Dennoch mussten bei den letzten Tarifverhandlungen ordentliche Einschnitte verkraftet werden. Neue Kollegen müssen zudem eine Zusatzausbildung tätigen, damit sie später überhaupt Betriebsrente erhalten.
Zudem war die letzte Gehaltserhöhung um ca. 2% Peanuts.
Lufthansa wird in wenigen Tagen neue Rekord Zahlen verkünden.

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TaramTaram 24.01.2019, 21:26
7.

Inwiefern ist davon die Eurowings als Tochtergesellschaft ebenso betroffen?

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