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Flugzeugfonds: A380 in der Resteverwertung - ein Desaster für Anleger
Bloomberg via Getty Images

Der Airbus A380 sollte die Luft erobern - nun werden die ersten Exemplare zerlegt und ausgeschlachtet. Das ist ein Problem für deutsche Privatanleger, mit deren Geld Flugzeugfonds die Maschinen einst finanzierten.

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bauermi3 28.02.2019, 18:44
150. Das Gegenteil geschieht.

Zitat von tommit
das Renten an der Börse absolut nicht verloren haben....
Durch die ständige Verschlechterung der gesetzlichen Rentenversicherung (siehe letzte Beitragsverringerung, die als "Ersparnis" verkauft wurde), werden die Arbeitnehmer faktisch gezwungen, irgendwelche ANLAGEFORMEN zu tätigen.
Da ANLEIHEN mittlerweile NEGATIVE Zinsen tragen, MÜSSEN die Leute zwangsläufig "zocken".

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DerBlicker 28.02.2019, 18:50
151. was soll das ?

Zitat von jautaealis
Das ist keines der von Airbus gebauten Modelle, vielmehr sind alle mit dem höchsten jemals für Flugzeuge verzeichneten Risiko von Abstürzen behaftet... Technische Meisterwerke im Flugzeugbau gab es noch in der Zeit, als dieselben nicht von Computern berechnet wurden – da wurde auch noch an alle sicherheitsrelevanten Punkte gedacht....... Davon sind wir aber heute bereits Millionen von Meilen weit entfernt...
Flugzeuge waren noch nie so sicher wie heute. Beim Airbus A340 und A380 gab es noch gar keine Toten. Auch der Airbus A320 ist viel sicherer als die Boeing 737. Ich weiß nicht, was Ihr Quatsch soll.

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capote 28.02.2019, 19:18
152. Rentenkürzung

Zitat von bauermi3
Durch die ständige Verschlechterung der gesetzlichen Rentenversicherung (siehe letzte Beitragsverringerung, die als "Ersparnis" verkauft wurde), werden die Arbeitnehmer faktisch gezwungen, irgendwelche ANLAGEFORMEN zu tätigen. Da ANLEIHEN mittlerweile NEGATIVE Zinsen tragen, MÜSSEN die Leute zwangsläufig "zocken".
Doch, die Renten sind gekürzt worden. Wenn man früher 50 Jahre lang oberhalb der Beitragsbemessungsgreze verdiente, bekam man als Rente Steuerfrei und ohne GKV die halbe Beitragsbemessungsgrenze als Rente. Das war einmal, heute bekommen Sie nicht mehr 50 %, sondern nur noch 41 %. Die Deutschen sind eben alles Finanzanalphabeten.

So lange Sie unter 45 sind, können Sie Beiträge für Schul- und Studienzeiten Beiträge nachentrichten, wer unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient, kann freiwillig Beiträge leisten, die im Rentenfall mit rund 4 % verzinst werden als Rente. Das ist eine wertbeständige Anlage, niemand muss "zocken" gehen.

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neutron76 28.02.2019, 20:58
153. Lange Nutzungsdauer ist eine unrealistische Annahme

Ich habe den Artikel mit einem Schmunzeln gelesen, weil ich dieses Geschäftsmodell nicht kannte. Der A380 macht für die klassischen Zweit- und Drittverwerter von Leasingflugzeugen keinen Sinn. Da er spezielle Infrastruktur benötigt, kann nicht jeder Flughafen angeflogen werden. Er ist teuer, ein „Klumpenrisiko“ ... sei es auch nur ein Ausfall wegen eines technischen Problems, stehen fast 1000 Passagiere herum und brauchen Ersatz oder ein Hotelbett. .... Als Frachtflugzeug macht er auch keinen Sinn. Man kann jetzt darauf wetten, ob die großen Airlines ihre Flotte länger betreiben und Ersatzteile benötigen, aber ich denke eher, dass auch die meisten jüngeren Flieger in spätestens 10 Jahren schlagartig für immer in der Wüste geparkt werden, damit die Terminals en bloc umgebaut werden können.

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weltgedanke 28.02.2019, 23:23
154.

Zitat von tommit
das Renten an der Börse absolut nicht verloren haben....
Was meinen Sie denn, was die großen Pensionskassen mit den von ihnen verwalteten Geldern (oft viele Milliarden Dollar) machen? Die werden auch an der Börse investiert.

Wenn alle vermeintlich schlauen Menschen nur in sichere Anlagen investieren wollten, gäbe es nichts auf der Welt, nicht einmal Ihr Brot und die Butter darauf. Es wäre schließlich niemand da, der seine Ersparnisse in verletzliches Saatgut investiert, das jederzeit der nächste Hagelsturm vernichten kann, sobald es erst einmal auf dem Feld ist.

Grundregel: Wer irgendwelche Werte erschaffen oder erwirtschaften will, muss Risiken eingehen. Da gibt es keine Ausnahmen.

Aber es gibt unvernünftige Risiken. Dazu gehört vermutlich in den meisten Fällen, seine GESAMTEN Ersparnisse in einem EINZIGEN Geschäftsvorhaben anzulegen. Es gehört ja zu den Binsenweisheiten, dass man Investments streuen sollte, über Unternehmen, Branchen, Wirtschaftsräume hinweg. Das gilt umso stärker, je stärker der Verlust des Geldes schmerzen würde.

Es würde ja auch kaum jemand seine Altersrücklagen einfach seiner Tochter leihen, damit die ein Café eröffnen kann, von dem sie träumt, für das sie unbestritten hart arbeiten wird und aus dessen Einnahmen sie das Geliehene mit großzügigen Zinsen zurückzahlen will. Nicht, weil sie das nicht kann oder weil es eine schlechte Idee ist, sondern einfach deshalb, weil es auch schiefgehen kann und das Geld dann weg ist und das Szenario, so unwahrscheinlich es sein mag, nicht angenehm wäre.
Aber wenn man ihr 20% gibt, hat man gute Chancen, dass es sich auszahlt, und wenn nicht, ist man immer noch gut im Rennen. Das ist das eigentliche Geheimnis.

Richtig ist allerdings, dass Börsenlaien ihre Rente auch nicht gestreut einfach so an der Börse investieren sollten. Wenn sich der Einzelne vergegenwärtigt, wie lange er für beispielsweise 50000 € gearbeitet hat, sollte er erst einen angemessenen Anteil dieser Zeit dafür investieren, sich erst einmal mit der Materie vertraut zu machen, also z.B. Bücher zu lesen, bevor er sein Geld unbedacht aufs Spiel setzt. Einfach ein zweistündiges Beratungsgespräch zu einem Flugzeugfonds, der offenbar noch interessengeleitet berät, ist nach meiner Einschätzung zu wenig. Aber ich gebe zu: Auch ich bereue manche Dinge. Zum Glück nicht so krass wie diese Fälle, aber wer Dinge tut, macht auch Fehler.

Im Übrigen wurden diese Flugzeuginvestments vermutlich nicht an der Börse gehandelt.

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so-long 01.03.2019, 07:36
155. Kein Pardon

Zitat von ronald1952
Profit oder Verlust haben ist doch unseren Politiker/innen völlig egal, Hauptsache man hat zuvor genug von den Anlegern Abgezockt. Da hilft nur eines, Klagen bis sich die Balken biegen.Es ist egal ob jemand viel oder weniger Geld angelegt hat, es ist einfach eine Schande es jetzt die Privatanleger mal wieder ausbaden zu lassen.Man bedenke wie viel diese Anleger dafür haben Arbeiten müssen um sich vielleicht die Rente auf zu bessern.Es ist nochmal eine Schande die Flugzeuge die eigentlich ja völlig Flugfähig sind Auszuschlachten. Was soll dieser Unsinn, da wird doch richtig viel Geld dabei verbrannt aber anscheinend scheint das niemanden zu Interessieren. schönen Tag noch
Bauherrenmodelle aus den 80ern, Schiffsfonds in der 00ern, Jetzt Airbus: das sind unternehmerische Beteiligungen, in denen sich viele die Hände ordentlich waschen, bevor dies dem „Endanleger/anlager feilgeboten wird. Komischerweise sagen von diesen einige: Aktien- nein Danke. Zu riskant.

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Spiegelleserin57 01.03.2019, 09:43
156. ganz normales Risiko bei Aktien!

wer Aktien kauft kennt auch deren Risiken. Aktien bedeuten eben nicht immer Renditen sondern auch unter Umständen hohe Verluste. Das ist alles in der Börsenwelt bekannt.

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joomee 01.03.2019, 15:36
157. Danke

Zitat von weltgedanke
Was meinen Sie denn, was die großen Pensionskassen mit den von ihnen verwalteten Geldern (oft viele Milliarden Dollar) machen? Die werden auch an der Börse investiert. Wenn alle vermeintlich schlauen Menschen nur in sichere Anlagen investieren wollten, gäbe es nichts auf der Welt, nicht einmal Ihr Brot und die Butter darauf. Es wäre schließlich niemand da, der seine Ersparnisse in verletzliches Saatgut investiert, das jederzeit der nächste Hagelsturm vernichten kann, sobald es erst einmal auf dem Feld ist. Grundregel: Wer irgendwelche Werte erschaffen oder erwirtschaften will, muss Risiken eingehen. Da gibt es keine Ausnahmen. Aber es gibt unvernünftige Risiken. Dazu gehört vermutlich in den meisten Fällen, seine GESAMTEN Ersparnisse in einem EINZIGEN Geschäftsvorhaben anzulegen. Es gehört ja zu den Binsenweisheiten, dass man Investments streuen sollte, über Unternehmen, Branchen, Wirtschaftsräume hinweg. Das gilt umso stärker, je stärker der Verlust des Geldes schmerzen würde. Es würde ja auch kaum jemand seine Altersrücklagen einfach seiner Tochter leihen, damit die ein Café eröffnen kann, von dem sie träumt, für das sie unbestritten hart arbeiten wird und aus dessen Einnahmen sie das Geliehene mit großzügigen Zinsen zurückzahlen will. Nicht, weil sie das nicht kann oder weil es eine schlechte Idee ist, sondern einfach deshalb, weil es auch schiefgehen kann und das Geld dann weg ist und das Szenario, so unwahrscheinlich es sein mag, nicht angenehm wäre. Aber wenn man ihr 20% gibt, hat man gute Chancen, dass es sich auszahlt, und wenn nicht, ist man immer noch gut im Rennen. Das ist das eigentliche Geheimnis. Richtig ist allerdings, dass Börsenlaien ihre Rente auch nicht gestreut einfach so an der Börse investieren sollten. Wenn sich der Einzelne vergegenwärtigt, wie lange er für beispielsweise 50000 € gearbeitet hat, sollte er erst einen angemessenen Anteil dieser Zeit dafür investieren, sich erst einmal mit der Materie vertraut zu machen, also z.B. Bücher zu lesen, bevor er sein Geld unbedacht aufs Spiel setzt. Einfach ein zweistündiges Beratungsgespräch zu einem Flugzeugfonds, der offenbar noch interessengeleitet berät, ist nach meiner Einschätzung zu wenig. Aber ich gebe zu: Auch ich bereue manche Dinge. Zum Glück nicht so krass wie diese Fälle, aber wer Dinge tut, macht auch Fehler. Im Übrigen wurden diese Flugzeuginvestments vermutlich nicht an der Börse gehandelt.
Vielen Dank für diesen Beitrag.

Es tut immer wieder gut einen vernünftigen, sachlichen, emotionsfreien und unideologischen Beitrag zu diesem Thema hier zu lesen.

Ich werde nie verstehen, dass manche Menschen sobald sie das Wort Investment oder Kapitalanlage hören, immer alles wild durcheinander werfen und fast schon religös-hysterisch grundsätzlich zuerst einmal alles verteufeln - und verkennen, dass viele Anlagen und auch eine gewisse Risikobereitschaft wichtig für unseren Wohlstand und Gesellschaftsystem sind.

Und es ist nahezu erschreckend, wie viele den Unterschied zwischen Aktien und einem Spezialfonds nicht kennen.

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