Forum: Wirtschaft
Flugzeugfonds: A380 in der Resteverwertung - ein Desaster für Anleger
Bloomberg via Getty Images

Der Airbus A380 sollte die Luft erobern - nun werden die ersten Exemplare zerlegt und ausgeschlachtet. Das ist ein Problem für deutsche Privatanleger, mit deren Geld Flugzeugfonds die Maschinen einst finanzierten.

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sjcee 28.02.2019, 12:08
10. Die armen Anleger

Ehrlich das Gejammer über die "armen Anleger" nervt unglaublich. Als erwachsener Mensch ist man mündig und für sein Verhalten verantwortlich. Wer meint sein Geld mehr oder minder ristkante Anlagen zu stecken muss auch bereit sein das Risiko zu tragen. Dem vermeintlichen Experten vom Format "Baron Münchhausen" glauben, eine fette Rendite erwarten, aber bei Verlust den Schuldigen suchen und sich aus der Affäre ziehen zu wollen ist meiner Meinung nach ein erbärmliches Verhaltensmuster. Leider scheint es mittlerweile Zeitgeist zu sein Verantwortung abzuschieben und bloß nicht die Konsequenzen für das eigene Verhalten zu tragen.

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lionel_hutz 28.02.2019, 12:12
11. Es hat einen Grund, warum das Privatanlegerfonds wurden ...

Die institutionellen Investoren haben in den A 380 seinerzeit nicht investieren wollen, weil sie - zu recht wie sich herausstellt - das Wiedervermarktungsrisiko der Flugzeuge für zu hoch hielten. B737 und A320 sind in Mengen auch an professionelle Anleger gegangen, die Privatanleger haben sich leider von "Superflieger" blenden lassen, obwohl die weit weniger glamorösen Narrowbodies ein viel besseres Investment gewesen wären. Von denen war aber klar, dass die im Zweifel 20 Jahre in den Industrieländern geflogen werden können und dann immer noch gut nach Südamerika oder Afrika verkaufbar wären.

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Bob Hund 28.02.2019, 12:13
12.

Zitat von saumhuhn
Das solche Anlagen sehr risikobehaftet sind, war schon vorher sonnenklar. Wie ist das immer? Dass die Deutschen nicht massenhaft in Fonds und Aktien investieren, dafür müssen sie sich als "Angsthasen" titulieren lassen. Und wenn sich dann einige doch dazu hinreissen lassen, heißt es später "No risk, no fun". So einfach ist das.
Der hat ja nicht in Fonds und Aktien investiert sonder in EIN EINZIGES Flugzeug. Das ist ja wohl was völlig anderes als breit gestreut zu investieren.
Hätte der gute Mann auch die 50.000€ auf eine Zahl im Kasino gesetzt?

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ctreber 28.02.2019, 12:16
13. So viel Gewinn-Möglichkeiten gibt es nur mit viel Risiko

Darum gibt es beim Tagesgeldkonto auch fast gar nichts mehr.

Darauf kann man doch keine Alterssicherung bauen; was wurde denn da beraten?

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schnubbeldu 28.02.2019, 12:17
14. Erinnert mich irgendwie ...

... an die Anleihen der Windreich AG, heute Windreich GmbH die mein Schwiegervater vor einigen Jahren als tolle Rendite auch verkauft bekommen hatte. Da liest man in diesem Artikel viele Parallelen heraus und u.a. ist die Beauftragte Kanzlei auch in Sachen Windreich GmbH aktiv.

Es ist schade, dass hier mit manchem Geld der Altersvorsorge nur aus reiner Profilgeilheit spekuliert wird und Zusagen ausgesprochen werden, die nicht haltbar sind. Genauso ist es mit Immobilienmaklern, die bei der Bewertung des Eigenheims den Verkäufern Phantasiezahlen als erzielbaren Verkaufspreis in den Kopf setzen, die völligst am Markt vorbei sind.

Alles in Allem hilft vielleicht nur "gesunder Menschenverstand" bei solchen Entscheidungen und von Zahlen, die einem über den Kopf steigen, sollte man aus meiner Sicht die Finger lassen.

Und ach ja, an alle die meinen als Privatperson soll man sich selber um seine Altersvorsorge kümmern. Ja, gebe ich teilweise recht, aber von Dingen, von denen man wenig Ahnung hat, sollte man dies Professionellen überlassen und nicht jeder Bankier ist in allen Bereichen der "Experte" für den er sich gerne verkaufen "möchte" bzw. vom Arbeitgeber her sogar MUSS.

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Crom 28.02.2019, 12:20
15.

Zitat von saumhuhn
Das solche Anlagen sehr risikobehaftet sind, war schon vorher sonnenklar. Wie ist das immer? Dass die Deutschen nicht massenhaft in Fonds und Aktien investieren, dafür müssen sie sich als "Angsthasen" titulieren lassen. Und wenn sich dann einige doch dazu hinreissen lassen, heißt es später "No risk, no fun". So einfach ist das.
Dem normalen Anleger wird empfohlen in Fonds anzulegen, in denen das Risiko gestreut wird und nicht derart spezialisierte Anlagen.

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blauerapfel 28.02.2019, 12:21
16. Banken vs. Kleinanleger

Warum sind Banken vorrangige Gläubiger?
Da ist ein massiver Fehler im System.

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mborevi 28.02.2019, 12:22
17. Spekulationen mit Aktien ...

... sind mit einem hohen Risiko behaftet. Das weiß jedes Kind. Wer trotzdem, der hohen "Rendite" wegen, in Aktien spekuliert, der muss auch Verluste tragen. Ich habe da kein Mitleid. Und dass der A 380 ein ungedeckter Scheck sein konnte, da er in bisher unerprobte Regionen vorstieß, konnte man leicht absehen. Also doppelt riskante Spekulation.

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j1958 28.02.2019, 12:23
18. Irrsinn

Wer als 65-jähriger seine gesamte Altersvorsorge auf so ein Projekt setzt hat keine, aber auch gar keine Ahnung von verantwortungsvoller Geldanlage. Solche Projekte, ob Schiffe, Flugzeuge oder Hotels, sind primär für
Leute in mittlerem Alter, die hohe Steuerbelastungen haben und hier oft Abschreibungen generieren können, die Steuern sparen. Es gilt der Grundsatz jung und hohes Risiko, alt und sichere Geldanlage. Insofern hält sich mein Mitgefühl in Grenzen. Leben heisst nicht, das Gehirn abschalten.

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orca20095 28.02.2019, 12:24
19. Bedauerlich,

aber wer meint, dass es sich bei Versprechen von 220 Prozent insgesamt und 7 -15 Prozent p.a. um ein konservatives Anlagemodell zur Alterssicherung handelt, dem ist nicht zu helfen. Tut mir leid.

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