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Flugzeugunglücke: Jetzt hat Trump auch noch ein Boeing-Problem
AFP

Während Maschinen vom Typ 737 Max 8 weltweit am Boden bleiben müssen, dürfen sie in den USA weiter fliegen. Dabei geht es der Regierung wohl auch darum, den mächtigen Boeing-Konzern zu schützen.

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isi-dor 13.03.2019, 10:32
50.

Die einzige zu stellende Frage in diesem Zusammenhang lautet doch: Wer übernimmt die Verantwortung für das nächste Unglück? Trump etwa?
Wenn die Boeings so fliegen dürfen, dann haftet die Behörde, die das erlaubt und der Konzern, der nicht handelt. Das kann dann ganz schön teuer werden in den USA.

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isi-dor 13.03.2019, 10:33
51.

Zitat von JusWal
Lieber Huawei als Boeing... dort keine Nachweise, hier Tatsachen!
Huawei baut keine Flugzeuge.

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rst2010 13.03.2019, 10:34
52.

Zitat von Justitia
Das ist nun typisch Trump und seine Administration: Die gehen sogar im wahrsten Sinn des Wortes über Leichen! Ob auch US-Bürger zu Schaden kommen ist denen völlig egal, wenn es um US-Industrieinteressen geht. Bevor man einen Dollar verliert, riskiert man lieber Menschenleben. Wenn die 737Max tatsächlich unbedenklich ist, dann soll doch Trump mit gutem Beispiel vorangehen und ab sofort anstelle mit der AirForce1 mit einer 737Max fliegen.
vergleichen sie das mal mit dem verthalten deutscher minister bez. autoabgasen; da die todesfälle nicht so drastisch ausfallen, wie bei einem flugzeugabsturz, glaubt man, dass das vorsorgeprinzip bedeutet, vorzusorgen, dass der deutschen industrie nichts gewinnminderndes passiert. von wegen schaden abwenden von der bevölkerung.

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isi-dor 13.03.2019, 10:35
53.

Zitat von dancar
Mr. Trump denkt sich vermutlich, dass ein potentieller Absturz max. 160 Menschen betreffen könnte; dies wäre aber eine so geringer Zahl z. B. im Vergleich zu den Drogentoten, die bei ca. 70.000/Jahr liegt, somit ein für Ihn vernachlässigbares Risiko.
Kürzlich hat ein Schüler in den USA die Washington Post auf 250 Millionen Euro verklagt, weil über ihn unvorteilhaft berichtet wurde. Was meinen Sie, was für ein Sümmchen, die US-Anwälte für einen wissentlich herbeigeführten Absturz mit 160 Toten ansetzen? Es gibt dort keinen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, aber der nächste solche Absturz bedeutet den Bankrott der Firma Boeing.

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Bananenbieger 13.03.2019, 10:36
54. Zahlen, Daten, Fakten!

Liebe Leute,
hier geht es um 2 Flugzeugabstürze eines modernen Standard-Jet mit Toten, und zwar einer hohen Anzahl von Toten.
Wer da nun welche Flugzeuge groundet bzw. für sie den Luftraum sperrt, ist in Step 1 erstmal vollkommen irrelevant. Nur Professionelle Investigation ergibt Aufschluss über die Absturzursachen.
Die Fliegerei ist grundsätzlich erstmal als sicher zu sehen. Zusätzlich muss man sagen, das Meldepflichtige Vorfälle (ein Absturz gehört rein faktisch dazu) meist eine Verkettung unglücklicher Begebenheiten im Vorfeld vorangegangen sind. Dazu gehört technisches Versagen und auch menschliches Versagen dazu.
Auch wird ein Flugzeugmuster von den verschieden Luftfahrtbehörden nicht mal einfach so zugelassen. Da gibt es Hürden und Vorschriften, die sicherlich mindestens 90% der Spiegel-Leser nicht kennen, und sich auch teilweise nicht vorstellen könnten, das es solch spezielle Vorschriften überhaupt gibt.
Dies zum sachlich-technischen Teil.
Weitergehend ist die aktuelle Situation um die 2 Abstürze mit Toten nicht im geringsten dazu geeignet, um hier eine Verbindung zum Trump herzustellen. Unabhänginger Investigativ-Journalismus bezüglich eines Flugzeugabsturzes sieht da anders aus. Bitte da kein bashing.
Da ich aus eigener Erfahrung weiss, das die Luftfahrtbehörden in der "westlichen" Welt sehr sehr genau sind, und die aktuelle Unfallhäufung mit diesem Flieger sich auf Läner wie Äthiopien und Indonesien beschränkt, kann ich mit meiner Erfahrung auch unter anderem andere Rückschlüsse ziehen, als der nervöse Mainstream.
Wartet ab, ob sich nicht wirklich im Nachhinein eine alte Fliegerweisheit mal wieder bewahrheitet.

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owald_dumitru 13.03.2019, 10:37
55. Wer abstürzt kann nicht vor einer Schule erschossen werden

oder bei Kauf einer legalen Apothekendroge sterben.
Alles gut in Trumpland.

Und wenn dann waren es die Illegalen

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oliver61 13.03.2019, 10:39
56. Pleite droht!

Wenn es dumm läuft, ist Boeing pleite. Das könnte der Fall sein, wenn sich die Mutmaßungen bewahrheiten, wonach Boeing die Software eingebaut hat, die die Flugzeugnase nach unten drückt, die Funktion nicht kommuniziert hat (evtl. um den Fluggesellschaften Schulungen der Piloten zu ersparen) und diese Funktion zu den Abstürzen geführt hat. Dann sind zum einen enorme Schadensersatzforderungen der Hinterbliebenen zu erwarten. Zum anderen dürften zahlreiche Gesellschaften von ihren Käufen zurücktreten. Dazu kommen dann Schadensersatzforderungen wegen der Flugverbote. Sollte jetzt noch eine Maschine in den USA abstürzen, wäre es in jedem Fall zappenduster. Nicht nur für Boeing, sondern auch für Trump. Von daher gesehen, sind alle Beteiligten in den USA ganz schön mutig.

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DerBlicker 13.03.2019, 10:40
57. warum auch?

Zitat von Raisti
Sorry aber wie kann man sagen typisch Trump ? 1) Das Politiker sich schützend vor eine Industrie stellen ist nichts neues. Ich sag nur deutsche Autoindustrie und Dieselskandal. Möchte nicht wissen wie viele Töte die Luftverschutzung verursacht hat, aber Konsequenzen gab es hier bisher auch nicht.
Es gibt und gab noch nie Tote durch Luftverschmutzung, es gibt nur statistische Korrelationen, was grundsätzlich nichts beweist. Kein VW hat jemand mit Abgasen getötet. Bei der Boeing 737 Max ist das anders, es sind schon 300 Menschen ums Leben gekommen.

Die Software in der Boeing 737 ist sicherheitsrelevant, die Abgassoftware in einem Auto ist nicht sicherheitsrelevant. Offenbar nehmen es die USA mit sicherheitsrelevanter Software nicht so genau. Das lässt tief blicken.

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intercooler61 13.03.2019, 10:40
58. @39. Thomas Schröter: die meisten "Gadgets" sind segensreich

Zitat von Thomas Schröter
Bei der Zahl überflüssiger und den Betrieb gefährdender Gagets hat auch Boing im Vergleich zur PKW-Industrie sicher noch Luft nach oben. Aber in den letzten Jahren kommt man in dieser Richtung in grossen Schritten vorwärts. Da wird man seinen Oldtimer noch sehr pflegen müssen.
Beim Auto vehindern ABS, ESP, Spurwechselassis und Abstandswarner unterm Strich mehr Unfälle, als sie verursachen. Natürlich gibt es da auch Spielkram mit negativen Einflüssen (Entertainment, Tatschscreen statt Haptik, ...).

Im Cockpit gibt es keinen Spielkram, und die Fliegerei ist in den letzten Jahrzehnten um Größenordnungen sicherer geworden, trotz einer möglichen Degeneration der "handwerklichen" Fähigkeiten aks Folge der Automation.

Darum geht es hier aber nicht, sondern um den kurzfristigen Umgang mit der nicht ganz unplausiblen Befürchtung, dass die Tücken des MCAS auch zu diesem Unfall beigetragen haben könnten.

Ich persönlich neige dazu, da zur sicheren (wenngleich teureren) Seite hin zu entscheiden. Auch, wenn es den Gedächtnishorizont der Generaton Twitter überfordert: Einer der schlimmsten Unfälle der Luftfahrtgeschichte (TK 981) geht auf das Konto der FAA, weil sie aus Rückicht auf die Industrie von einer AD abgesehen hatte.

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cipo 13.03.2019, 10:43
59.

Zitat von altais
Wo doch der "Präsident" eventuell seinen ganz eigenen Anteil am Absturz hat, falls sich heraus stellt, die Absturzursache die gleiche ist, wie beim Lion-Flug. Mit seinem Shutdown hat er die Auslieferung des Software-Updates verzögert, die bei Boing in Arbeit ist.
Dazu kommt, dass die drei wichtigsten Posten in der FAA dank Trump nicht regulär, sondern nur mit geschäftsführenden Stellvertretern besetzt sind. Trump wollte ja seinen persönlichen Piloten als Leiter der FAA einsetzen, ist damit aber im republikanischen Senat gescheitert. Das Sagen hat deshalb seit über einem Jahr ein Lobbyist der Luftfahrtindustrie, der vorher Führungskraft bei American Airlines war.

https://qz.com/1571147/boeing-737-max-crisis-puts-spotlight-on-faa-under-trump/

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