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Folgen der Digitalisierung: Gewerkschaften lehnen bedingungsloses Grundeinkommen ab
DPA

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nach Ansicht der Gewerkschaften keine Lösung zur Abfederung der Digitalisierung. DGB-Chef Reiner Hoffmann warnte davor, "Menschen mit einer Stillhalteprämie aufs Abstellgleis zu stellen".

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Lankoron 30.04.2018, 08:23
1.

Ein Grundeinkommen würde ja gerade Zeit zu Qualifizierung und Fortbildung geben, würde es Menschen ermöglichen, sich entsprechend ihren Vorstellungen zu bewegen, anstatt aus Lebenserhaltungsgründen irgendeinen schlecht bezahlten Job zu erledigen. Natürlich wäre so ein Grundeinkommen gefährlich für Gewerkschaften, da ja plötzlich nicht mehr der Verdienst die Hauptanimation zum Arbeiten ist.

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rdo 30.04.2018, 08:24
2. werden ja denn nicht mehr gebraucht

Klaar, dass die dagegen sind: wenn der Staat mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen permanent ein Streikgeld zahlt muß ja niemand mehr in der Gewerkschaft sein.

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sraab 30.04.2018, 08:25
3. Die Ablehnung des BGE

zeigt vor allen Dingen eines. Es sind die Gewerkschaften des Systems, nicht die der Menschen. Die Abschaffung des Human Kapitals als Messgröße des Kapitalismus ist meines Erachtens der einzige erfolgsversprechende Schritt. Es ist nicht genug Arbeit für alle da. Solange auch Gewerkschaften den Verteilungskampf fordern und schüren, wird sich daran nichts ändern. BGE heißt nicht Sozialismus, sondern schafft ein System, in dem der Mensch als Mensch wert geschätzt wird. Wer in den Urlaub Reisen will, wer ein schöneres Auto fahren will etc - der wird weiter arbeiten. Nur wird er sich überlegen, welche Arbeit er annimmt. Ja, es gibt berechtigte Einwände, aber das Gesamtbild ercheint meines Erachtens positiv.

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echoanswer 30.04.2018, 08:28
4. Und was bitte ist Hartz IV?

Wer heute für Mindestlohn arbeitet hat weniger Netto als ein Hartz IV-Bezieher. Warum also arbeiten, außer als Kampf gegen die Langeweile? Die Gewerkschaften haben schon lange jeden Kontakt zur Realität verloren.

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hypnos 30.04.2018, 08:34
5.

Hartz IV ist nichts anderes als eine Stillhalteprämie. Bloß mit Quälerei und Sanktionen bis zu Kürzungen auf Null. Wenn es ja die Jobangebote gäbe. Alles dreckige Lügen der Medien und der Staatspartei. Kein Förden,
Nur ständiges Fordern. Wann machen sich die Gewerkschaften ehrlich. Die SPD ist sowieso verloren und nie mehr wählbar. Basta. .

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Mach999 30.04.2018, 08:34
6.

Die Gewerkschaften würden mit einem bedingungdlosen Grundeinkommen und dem Wegfall des Zwangs zu unsinnigen Fortbildungen (gegen sinnvolle habe ich ja nichts) beträchtliche Einnahmequellen und Einfluss verlieren. Darüber hinaus lese ich in diesem Artikel nur schwammige Argumente der Gewerkschaten. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen müssten die Menschen übrigens nicht zu Hause sitzen, sondern könnten wieder niederschwellig beginnen zu arbeiten, weil jeder verdiente Euro fast vollständig dem Arbeitnehmer zukommt. Mit Hartz 4 können sie das nicht, weil sich Arbeit nicht lohnt, wenn 80ct gleich wieder abgezogen werden.

Übrigens: Alle in dem verlinkten Artikel angesprochenen notwendigen Änderungen werden durch ein bedingungsloses Grundeinkommen erfüllt. Durch eine bloße Reform wird Hartz 4 dagegen nur bürokratisch aufgeblasen. Ok, Ver.di freut sich dann.

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HARK 30.04.2018, 08:36
7. Bedeutungsverlust

Natürlich sind die Gewerkschaften gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Denn mit dem BGE könnte jeder Arbeitnehmer auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber über die konkreten Arbeitsbedingungen verhandeln, inkl. Gehalt. Der Jobverlust wäre keine Horrorperspektive mehr. Das BGE würde die Gewerkschaften in ihrer bisherigen Form überflüssig machen. Und von wegen Stillhalteprämie. Niemand, der ein BGE bezieht, wird gezwungen, den ganzen Tag zu Hause rumzusitzen.

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JungUndFrei 30.04.2018, 08:37
8.

Beim Punkt Grundeinkommen stimme ich zu, vor allem für junge Leute könnte dies zu einer Falle werden. Wer am Anfang seines Lebens nicht arbeitet der hat es später extrem schwer auf dem Arbeitsmarkt. Für Einige wäre dies sicherlich ein Anreiz zu Hause zu bleiben. Beim sozialen Abstieg muss ich widersprechen. Was ist mit jemand der 200000? jährlich verdient und mit 50 Arbeitslos wird? Soll die Gesellschaft ihn dann vor dem Abstieg bewahren? Wohl kaum, schnelle Qualifizierung ist so eine Sache, mit 50 lernt man deutlich langsamer als mit 20.

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h0wkeye 30.04.2018, 08:39
9. Es ist schon erstaunlich...

...wie schwierig es offensichtlich ist, das Konzept des BGE zu verstehen bevor man sich dazu äußert.
Irritierend ist auch die öffentliche Ansicht v8n Gewerkschaftsfunktionären, dass Menschen ohne Not nicht arbeiten. Hanebüchen wird es dann, wenn dieselben Leute sagen, Arbeit sei mehr als Broterwerb.

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