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Fondsgebundene Versicherungen: Der Steuertrick mit dem Mantel
DPA

Die Razzia bei der Commerzbank hat sogenannte Versicherungsmäntel in den Fokus gerückt. Der Steuertrick für Superreiche ist im Kern legal - und funktioniert auch bei Normalanlegern. Doch Vorsicht ist geboten.

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sitiwati 08.12.2013, 07:43
1. wundern

würde es mich, wenn es für den normal Sparer was wäre, also , ich lass die Finger von allen Fonds, bedauerlich sind ja alle neuen Versicherungen auf Fondsbasis, dh, geht der Fond baden, schaut man in die Röhre, in dn guten alten Zeiten hat man einfach 100 DM im Monat gespart und dann gutes Geld bekommen, heute muss man schon eine BWL Lehre hinter sich haben, um durch den Finanzdschungel durchzusteigen, Geldanlegen mit 3% ZInsen, davon gehen dann 1,5% für Verwaltung drauf, aber bitte nein!

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peterbond0815 08.12.2013, 08:18
2. Nächster Schritt?

"Abgeltungsteuer fällt pauschal auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne an - nicht aber auf Erträge, die Anleger mit ab 2005 abgeschlossenen Kapital- oder Rentenversicherungen erzielen, sofern diese wenigstens zwölf Jahre laufen und der Begünstigte bei Fälligkeit bei aktuellen Policen wenigstens 62 Jahre alt ist."

Okay, ich möchte den "Steuerspartrick" nutzen. Habe nur keinen vor 2005 abgeschlossenen Vertrag. Ich nehme an, dieser Problem haben auch einige "Superreiche" und damit kommt das Konzept der "Mäntel" ins Spiel. Wie diese funktionieren, genutzt bzw. missbraucht werden und wie sich dies aus gesetzlicher Sicht darstellt ist weder für Superreiche noch für den Normalsparer aus dem Artikel ersichtlich. Schade.

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u.loose 08.12.2013, 09:30
3. Das Problem

hätte man leicht vermeiden können, wenn Herr Steinbrück es nicht anders eingeführt hätte: Halbeinkünfteverfahren statt Doppelbesteuerung bei Aktien Dividenden und Beibehaltung der Haltefristen.

Daraus folgt - richtig formuliert ist der Mantel nicht "doppelt privilegiert", der Fiskus greift nur etwas weniger beherzt zu.

Aber irgendwoher müssen die Milliarden die man als Zuschuss bei den Riester-Renten versenkt ja kommen.

Ich bin richtig froh nicht heute noch ein Vermögen aufbauen zu müssen - bis 2009 war das durchaus möglich, nach 2009 gibt es nur noch einen Gewinner: Der Fiskus.

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alpenkraut 08.12.2013, 09:31
4.

Danke für die kurze Einführung in dieses Thema.
Ich habe nur nicht ganz verstanden, warum ich regelmäßig echte 100€ in einen Ozean aus Spielgeld werfen sollte, damit ich - möglicherweise - im hohen Alter 1000€ mehr habe.

Aber für Superreiche mag es sich schon lohnen.

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spon-facebook-10000354432 08.12.2013, 09:32
5. was soll uns dieser Artikel sagen?

Nach neun Jahren kommt dieser Artikel mit der Überschrift "Trick" daher! Dabei werden darin nur altbekannte Möglichkeiten aufgezeigt, wobei allerdings wieder nur auf die reine Rendite abgezielt wird und nicht auf das versicherte Risiko (Tod in LV oder Langlebigkeit in RV) eingegangen wird. Vielleicht sollte man sich einmal fragen, wieso derartige Versicherungen steuertechnisch begünstigt sind? Eben weil biometrische Risiken abgedeckt werden, die ein reiner Fondssparplan nicht abdecken kann und darf und auch das vorhandene soziale Sicherungssystem Schwächen und Lücken aufweist. Und da bei derartigen Verträgen nur ein einseitiges ordentliches Kündigungsrecht besteht, nämlich auf Seiten des Kunden, ist es doch nur logisch, dass gewisse Kosten (nicht alle) aus Planungs- und Kalkulationssicht anfangs abgezogen werden. Es ist schließlich eine Absicherung eines biometrischen Risikos und eben keine reine Geldanlage! Aber damit lässt sich ja keine Stimmung machen...

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thunderstorm305 08.12.2013, 09:35
6. Das ist doch die neue Säule der Alterssicherung.

Früher hieß es jeder solle privat vorsorgen und sich ein neues Standbein aufbauen. Dann kamen plötzlich die Vorstellungen besonders von linker Seite dass Aktien ja etwas teuflisches und böses seien und man kräftig dafür Steuern erheben solle. Besonders durch die Ansicht, dass auch Aktien die derzeitige und zukünftige Finanzkrise befeuert haben. Wo bleibt da der Sinn? Deshalb ist es richtig, wenn diese Art der Verträge steuerlich begünstigt werden, wenn sie zur Alterssicherung herangezogen werden und erst ab 65 oder 67 zur Auszahlung anstehen. Da kann ich m.E. nichts negatives sehen. Im Gegenteil.

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bolzenbrecher 08.12.2013, 09:40
7. Sehr guter Artikel!

Abgesehen von der ausgezeichneten technischen Darstellung dieser recht komplexen Steuersparkonstruktion, die wohl überwiegend von Großverdienern erfolgreich genutzt werden dürfte, kommt hier noch ein weiterer Aspekt zur Geltung. Nämlich die Tatsache, dass regierende Politiker real nur noch als Marionetten der Superreichen fungieren. Für den Ottonormalverbraucher, der vorzeitig aussteigt dürfte sich die Police in der Regel als angesprochenes "Renditegrab" erweisen. Die Banken/Versicherungen schlagen aber auch daraus Gewinn, denn die Verwaltungsgebühren werden in jedem Fall erhoben.

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unsuwe1978 08.12.2013, 09:41
8. Antwort auf nächsten Schritt

Das Konzept des Mantels hat nur bis 2005 funktioniert - heute ist dies ausgeschlossen. Egal ob superreich oder nicht, Sie können die fondsgebundenen Lebensversicherungen also nicht mehr nutzen.

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schaefix 08.12.2013, 09:44
9. AB 2005, nicht VOR 2005

...mein lieber Vorposter. Sie brauchen keine "alte" Lebensversicherung. Wohl aber ein altes Investment in Fonds...denn wenn sie heute noch gar nichts haben, das Sie vor Steuern schützen müssten/möchten, dann können Sie ja auch gleich mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung starten!

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