Forum: Wirtschaft
Foodwatch-Studie: Landwirtschaft verursacht Klimakosten von 77 Milliarden Euro
Holger Hollemann/ DPA

In der Klimadebatte bleibt die Agrarindustrie bislang seltsam am Rande. Dabei verursacht die Landwirtschaft enorme Kosten durch Überdüngung und Fleischproduktion. Eine neue Studie hat sie beziffert.

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goetzberlichingen 18.09.2019, 13:53
100. Geht es noch platter?

Zitat von karlo1952
die Landwirtschaft sofort einstellen.
Ja, genau. Wenn man ein Thema nicht versteht, einfach mal einen Spruch raushauen.
Die Landwirtschaft muss nicht eingestellt werden, aber es darf doch wohl auf Missstände hingewiesen und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert werden? Oder sind Sie einer der Menschen, die beim Thema Umweltschutz sofort Schnappatmung bekommen und demonstrativ weghören?

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Gluehweintrinker 18.09.2019, 13:53
101. Sie sprechen ein wichtiges Thema an: Verteilungsgerechtigkeit!

Zitat von bergführer
In Deutschland können wir alles verbieten. Welche Deutsche Umwelthilfe, welche Greta oder welcher grüne Politiker wird denn den 3 Milliarden Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern den Wohlstand verbieten?
Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Gerade WEIL wir in Europa und auch in Nordamerika Massen von Ressourcen verbrauchen, die uns nicht zustehen, ist es nur geboten, mit dem Überkosum aufzuhören - denn wir konsumieren das, was Ärmeren fehlt. Das ist schon lange so: unser Reichtum ist die Armut der anderen.

Übrigens waren zur Zeit des Kalten Krieges die Billilöhner gar nicht so weit weg: sie saßem im DDR-Knast und schnitten die Balken zurecht, aus denen dann unsere Billy-Regale wurden.

Entweder lernen wir zu teilen oder jene, die nichts haben, werden vobei kommen und an Ihre Tür klopfen. Noch haben Sie die Wahl, aber der Handlungsspielraum schrumpft mit jedem Tag des "Weiter So".

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bauerbernd 18.09.2019, 13:54
102. Es ist nicht die Landwirtschaft, es sind die Verbraucher

Es ist nicht die Landwirtschaft, es sind die Verbraucher, die die Schäden verursachen. Wer will denn billig, billig? Doch nicht die Bauern auf dem Feld, es sind die Verbraucher, die NICHTS für gutes Essen bezahlen wollen

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Slowpoke Rodríguez 18.09.2019, 13:54
103. ...

Zitat von weltverbesserer75
... Und wer sich nun beschwert, muss sich darüber im Klaren sein, dass durch die Klimakatastrophe Milliarden Menschen weltweit unter dem deutschen Konsumverhalten ("alles möglichst billig") leiden ...
Soviel zum Mind-Set selbsternannter Weltverbesserer ...

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sturmimwasserglas 18.09.2019, 13:54
104. Und die Grundlage?

Wie genau wurde jetzt der CO2-Fussabdruck errechnet?

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Ole_Ostpreiß 18.09.2019, 13:54
105. Allen die diesen Unsinn behaupten

sollten alle Landwirtschaftlich erzeugte Nahrungsmittel entzogen werden !
Mal sehen wie lange sie von Luft und Liebe leben können !

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marcnu, 18.09.2019, 13:54
106. Und der Wind weht die Pestizide in die Ortschaften.

Das Leben auf dem Land ist daher gesundheitlich sehr bedenklich.

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Zoroaster1981 18.09.2019, 13:55
107.

Zitat von Gluehweintrinker
Netter Versuchen, aber Dummstellen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie genau wissen um was es geht. Es geht um die Schäden unseres Wirtschaftens, die der Verursacher heute üblicherweise nicht bezahlt. Wer mit einem SUV im Jahr 10.000 km fährt und ein bedeutende Menge an Treibstoff verbrennt, hat einen Anteil z.B. an den Folgeschäden: Starkregen, Sturmschäden, Meeresspiegelanstieg, Artenschwund, Baumsterben, mehr Tote durch Hitzewellen. Das alles lässt sich bis zum 250-Päckchen Butter und bis zum Liter Benzin herunterbrechen. Tut man das, dann addieren sich Klimafolgekosten auf, pro Stück Butter bzw. auch für die gesamte konventionelle Landwirtschaft. Biodynamische Landwirtschaft nach Demeter-Standard beispielsweise hätte weit weniger an Klimafolgekosten zu verzeichnen. Und da hilft nur eines. Viel weniger Konsum von Fleisch und Milchprodukten.
Wenn Fleisch und Milchprodukte wegfallen, was soll man dann essen?

Ungesunde Weizenprodukte, so dass noch mehr davon angebaut wird und die Leute immer ungesünder und dicker werden oder Mangelerscheinungen bekommen?
Oder Fisch, so dass diese in größeren Massen gezüchtet oder gefangen werden?
Oder Eier, so dass noch mehr Hühner gehalten werden müssen?

Ach, ja, Gemüse bleibt da noch, wobei dieses ja dann auch angebaut werden muss, im Winter weit transportiert oder aufwendig hochgezogen wird, usw.
Wenn man im Übrigen sich komplett von Gemüse ernährt, müssen davon riesen Mengen verzehrt werden, um den täglichen Energiebedarf zu decken, vom Eiweiß- und B12-Mangel ganz zu schweigen.

Dass täglich Fleisch nicht sein muss, da gebe ich Ihnen recht, aber für Umwelt, Natur und Klima sind die Alternativen auch nicht unbedingt besser.

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Trockenfisch 18.09.2019, 13:56
108. ja sicher doch,

Zitat von weltverbesserer75
Agrargüter zu Billigstpreisen sind niemals nachhaltig, extrem klimaschädlich und gehören entweder höher besteuert (CO2-Steuer) oder durch eine Art Mindestpreis verteuert. Dass das gleiche für Fleisch gilt, versteht sich von selbst. Und wer sich nun beschwert, muss sich darüber im Klaren sein, dass durch die Klimakatastrophe Milliarden Menschen weltweit unter dem deutschen Konsumverhalten („alles möglichst billig“) leiden. Das sollte Anreiz sein, künftig auf nicht nachhaltig produzierte Waren zu verzichten.
alles so teuer das sich Fleisch und Wurst und vernünftig erzeugtes Gemüse und Milch und Eier nur noch die SUV fahrenden Eliten leisten können.
Ich würde selbst gerne mehr vernünftig erzeugte Lebensmittel verzehren und erwerben. Leider kann ich mir das nicht leisten.
Ja, auch Gemüse und Obst aus dem ökologischen Landbau ist teuer.
Dazu kommt das ich den meisten Bio Erzeugnissen ihren Status nicht abnehme. Beweisen kann ich das nicht, aber ich denke das es genug Menschen gibt die einen Apfel oder ein Ei, beispielsweise als Bio deklarieren obwohl sie genau wissen das er konventionell erzeugt wurde. Das ist Betrug, richtig. Aber wo kein Kläger.....
Ausserdem kommt ein nicht geringer Teil aus China. Da frage ich mich ob die Äpfel deswegen teurer sind weil sie von Hand bestäubt wurden, weil man in China den Bienen soviel Arbeit nicht zumuten will.
WIeviel von dem Bioschei..... ist faked?

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kuac 18.09.2019, 13:57
109.

Zitat von bergführer
In Deutschland können wir alles verbieten. Welche Deutsche Umwelthilfe, welche Greta oder welcher grüne Politiker wird denn den 3 Milliarden Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern den Wohlstand verbieten?
Darum geht es nicht. In DE haben wir für 80 Millionen Menschen 50 Millionen Kraftfahrzeuge. Die armen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern wollen nur besser essen und besser leben, sauberes Wasser, saubere Toiletten usw.
Alleine mit den Lebensmitteln, die die reichen Länder in den Müll schmeißen, könnte man alle armen Menschen ernähren.
Also, der Handlungsbedarf ist bei uns größer.

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