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Foodwatch-Studie: Landwirtschaft verursacht Klimakosten von 77 Milliarden Euro
Holger Hollemann/ DPA

In der Klimadebatte bleibt die Agrarindustrie bislang seltsam am Rande. Dabei verursacht die Landwirtschaft enorme Kosten durch Überdüngung und Fleischproduktion. Eine neue Studie hat sie beziffert.

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Beat Adler 18.09.2019, 14:05
120.

funck.armin Heute, 12:49
9. Die böse Landwirtschaft....
.... hat aber auch die Mammutaufgabe, über 7 Milliarden Menschen zu ernähren! Sollte man nicht vergessen.

.................................

Boese Landwirtschaft ernaehrt, waescht und kleidet uns Alle.

Zurueck zum Thema "Klimakosten" die mit dem Klima genau sowenig zu tun haben, wie die Klimadebatte ueber die Klimakatastrophe.

Es sollte an der Sprache etwas geschliffen werden, denn die Kosten, die entstehen, sind die Folge der Globalen Erwaermung, die fuer Extremwetterereignisse sorgt, welche die heutigen Kosten verursacht.

Mit dem Wort "Klima" wird unglaublich viel Missbrauch getrieben. Die Klimaleugner, die nie in die Klimakirche gehen, zeigen es taeglich;-)

Ganz wichtig beim Abbremsen der Globalen Erwaermung ist die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Fruchtbare, lebendige Ackerboeden lagern Kohlenstoff ein. Messungen in Frankreich zeigen eine Einlagerung von einer Tonne Kohlenstoff pro ha und Jahr. Das wichtigste Mittel in der Hand des Bauern dazu ist der pfluglose Ackerbau. Das geht aber nicht ohne Glyphosat.
mfG Beat

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kuac 18.09.2019, 14:06
121.

Zitat von wissen007
Jede Landwirtschaft, ob Bio oder konventionell benötigt die Photosynthese als Grundlage. Das haben Sie doch im Biologieunterricht auch gelernt oder haben Sie da geschlafen? Bei diesem Prozess entsteht eben dann das CO2.....
Nein, bei der Photosynthese entstehen Kohlenhydrate aus CO2, Wasser und Licht. Dabei entstehen Sauerstoff, O2 als Abfallprodukt.

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na_denn_prost! 18.09.2019, 14:06
122. #1

Genau! So wie jemand, der Hautprobleme hat, weil er täglich 4 x ein Vollbad nimmt, vom Hautarzt sicher den Rat bekommt, das Waschen auf Lebenszeit einzustellen. (Ironie aus) Solche Schwarz-Weiß-Malereien sind nicht konstruktiv.
Studien, wie die zitierte sind wichtig als Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung.
Nur von einer Basis, die differenziert und wichtige Aspekte nicht aus Rücksicht auf Lobbyinteressen ausblendet, können Fehlentwicklungen im Sinne aller korrigiert werden. Und das müssen sie!
Billige, substanzlose Meinungsmache hilft dabei kein Stück weiter.
Und natürlich muss bedacht werden, dass nicht wenige Verbraucher auf die günstigen Produkte zurückgreifen, weil sie müssen und das Budget es gar nicht anders erlaubt - nicht weil sie sich ansonsten ihren Ferrari nicht leisten könnten.
Allein die Aber-Tonnen an Lebensmitteln, welche im Handel Tag für Tag auf dem Müll landen, könnten durch veränderte Marketingstrategien vermieden werden. Das wäre schon ein erster kleiner Schritt, eine übersteigerte Massenproduktion einzudämmen, damit auch die Kalkulation des Handels zu entlasten, was sich unmittelbar im Geldbeutel von Verbrauchern, die auf jeden Cent angewiesen sind, wiederspiegeln könnte. Auch für die Bereiche Anbau, Haltung, Produktion gibt es dementsprechend Ansätze, welche nicht nur pseudoreligiösen Vegan-Wahnsinn oder klingelde Kassen der Chemie- und Gentechnik-Konzerne abbilden.

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cobaea 18.09.2019, 14:06
123.

Zitat von Paddel2
Alles muss teurer werden. Die Kollateralschäden durch Unterernährung von sozial Schwächeren sitzen wir aus. Das hat noch den netten Nebeneffekt, dass die Bevölkerung schrumpft, womit weiter CO2 eingespart werden kann. Diese ironische Bemerkung hat leider einen wahren Kern, denn Wohlstand ist das größte Risiko für CO2-Verbrauch. Aus diesem Grund führen die ganzen Diskussionen zu nichts. Man muss an das Thema Energieerzeugung ran, denn solange fossile Brennstoffe aus der Erde geholt und verbrannt werden, kommen wir nicht weiter. Das Problem besteht global und muss global gelöst werden. Die ganzen Vorschläge in Deutschland sind dagegen nationalistisch und beschränken unsere Freiheit.
"Unterernährung von sozial Schwächeren"? In unseren Breitengraden ja wohl kaum - nicht mal, wenn Fertiggerichte verboten und McDonald's geschlossen würde.
Und die globale Herangehensweise schliesst lokales Handeln nicht aus. Dieses Argument wonach das Problem global gelöst werden müsse und nationales Handeln "unsere Freiheit" beschränke, heisst ja im Klartext nichts anderes als "lass mich in Ruhe, das Problem soll woanders gelöst werden". Wenn in jedem Land mal die eigenen Hausaufgaben gemacht werden, nützt das auch global. Aber Deutschland schafft es ja nicht einmal, die Nitratbelastung des Wassers auf EU-Grenzwerte zu reduzieren. In anderen Ländern schafft man das. Auf wenn soll man nun das abschieben - so "global" betrachtet? (Davon, die Autoindustrie dazu zu bringen, sich an Vorschriften zu halten, gar nicht erst gesprochen)

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flaffi 18.09.2019, 14:07
124. Ach was

mannausdemwald

Biogas, besser Silogas macht bei uns alles Natur kaputt.

Da steht BIO dran und dann ist das automatisch gut. Basta!

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graf koks 18.09.2019, 14:08
125. Theoretisch

Zitat von Kamillo
Das Problem mit der Überdüngung und den Nitraten im Boden lässt sich in Europa doch einfach lösen. Es muss eine Höchsgrenze pro m² und Jahr definiert und gesetzlich verankert werden, was der Bauer an Gülle auf seine Felder verteilen darf, und den Rest bringt der Bauer in die örtliche Kläranlage. Fertig.
haben Sie Recht. Wenn aber unsere Landwirtschaftsministerin kundtut, daß es keine Kontrollen geben wird, weiß doch jeder, was passiert.

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nn280 18.09.2019, 14:08
126. Von Landwirtschaft kann man schon

Zitat von lupomir15
Endlich greifen Sie das mal auf. "Fleischproduktion" heißt auch grausamstes Leid der schmerzempfindlichen und sensiblen Tiere schon und dann bei deren Tötung, und es ist für eine gesunde Ernährung völlig unnötig. Doch nun wird die Rechnung auch dem Menschen präsentiert, der bisher glaubte, ohne negative Folgen für ihn selbst für seinen Gaumengenuss massenweise Tiere quälen und töten zu dürfen. Hier den Hebel anzusetzen würde vielfach was bringen; nicht, wenn man mit seinem Diesel-PKW in manchen Städten jetzt Umwege fahren muss, um sein Ziel ohne Strafandrohung zu erreichen.
lange nicht mehr sprechen. Was wir hier zur Zeit haben, das sind die Kolchosen der EU. Das sind Tierquälerei und Umweltzerstörung in nie gekanntem Ausmaß, in einer Diktatur des Kapitals; gelenkt von unfähigen Vertretern einer undeutschen, verordneten Schmalspur-Lügendemokratie. Diese besteht aus unfähigen, ungeigneten Randgruppenvertretern, bei denen beim Auswürfeln ihrer Bezüge und Posten immer der Ungeeignetste mit der größten Klappe nach oben gespült wird. Wir dürfen ein Kreuz machen, ändern dürfen wir NICHTS.
Aber, keine Angst, dieses hoffnungslos verschuldete, kaputte System hat keinerlei Zukunft, es verfault an sich selbst. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die große finale Krise kommt und ndamit das Ende dieser Lebenslüge von 1949.

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euro-paradies 18.09.2019, 14:09
127. Immer mehr Menschen bedeutet immer mehr Nahrungsproduktion

und immer mehr Co2-Belastung und Energieverbrauch. Wann fällt unseren Politikern endlich ein, etwas gegen die Überproduktion der Menschen zu unternehmen? Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Auch für Deutschland bedeuten immer mehr Menschen immer mehr Energieverbrauch, Co2-Ausstoß, Wohnungsnot, Verkehrstau usw und immer höhere geforderte Selbstkasteiung.

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bäärnd 18.09.2019, 14:13
128. Schuld abschiebe

Was mich an der Klimadebatte am meisten nervt ist die ständige Verschiebung von Verantwortlichkeit. Die Agrarindustrie ist schuld! Wer ist das denn? Ich weiß nur das der Bauer im Nachbarort nicht auf Bio umstellen konnte, weil der Markt für Biomilch völlig gesättigt ist. Weil Sie und ich zu wenig Bio Produkte kaufen. Die Autoindustrie baut SUV, weil sie am meisten gekauft werden. Also nicht auf die böse Industrie schimpfen, sondern an die eigene Nase fassen!

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Doppelotto 18.09.2019, 14:13
129. Moderne Milchwirtschaft geht so:

Der alte Bauer hatte einen mittelgroßen Traktor, seine Kühe waren meistens auf der Weide und nur in den Wintermonaten im Stall. Irgendwann übernimmt der Sohn den Hof und führt die moderne Landwirtschaft ein, alles massiv subventioniert, und das sieht dann so aus:

Ein neuer, größerer Stall wird gebaut, ein Traktor mit mehr PS muss her und der Viehbestand wird massiv aufgestockt, vorrangig sind es Turbokühe, die sehen zwar aus wie Monster, geben aber mehr Milch. Die Kühe sind jetzt das ganze Jahr im Stall = Tierwohl ade und gegen Krankheiten gibt es ja Medizin. Den vermehrten Gülleanfall plus Reste aus der benachbarten Biogasanlage kippt man auf die Wiesen und Felder, wo alles prächtiger wächst als je zuvor. Trotzdem reicht das Viehfutter nicht aus und das was fehlt, kommt ja klimaneutral aus Südamerika, wo man bekanntermaßen die Wälder abbrennt.

Was machen man mit der Überproduktion? Die wird exportiert und wie soll funktionieren - mit Subventionen, das ist ja wohl klar.

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