Forum: Wirtschaft
Forderung des DIW-Präsidenten: Zeit für eine Brexit-Kehrtwende
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Die EU hat um den Brexit hart verhandelt. Nun aber sollte sie nachgeben und einem großzügigen Aufschub zustimmen - unter klaren Bedingungen. Es ist im eigenen Interesse der Union.

Seite 2 von 10
Leser00815 19.03.2019, 15:19
10. Klarheit

Genau darum geht es. Die Bedingungen müssen KLAR sein. Bisher ist ja alles nur nebulös.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Piantao 19.03.2019, 15:19
11. Ich hoffe

das es einen "Brexit" ohne "Deal" gibt denn das unnachgiebige Verhalten der EU gegenüber GB wird so die EU im allgemeinen und den EU Steuerzahler ins besondere €-milliardenfach treffen. Mich persönlich tangiert es nicht mehr. Lebe glücklich und zurückgezogen außerhalb dieser zerstrittenen und ungerechten Gemeinschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sendungsverfolger 19.03.2019, 15:23
12. Selten

Selten etwas Unfundierteres gelesen als das. Behauptungen ohne Begründungen, Darstellungen aus bloßer (persönlicher) Wertung und dogmatische Ableitungen ohne Substanz.

Wenn ich jetzt beginnen würde, das auseinander zu nehmen, würde ich Stunden brauchen. Allein der letzte Absatz strotzt nur so von Realitätsverdrehung (oder ab wann waren die Folgen für einen harten Brexit für GB plötzlich nicht mehr nachvollziehbar?) und unterschwelligen, nicht haltbaren Vorwürfen gegen die EU. Aber ich werde dafür nicht bezahlt - im Gegensatz zum Autor ...

Ach ja, und ich hätte gerne einen grooooßen Kredit von der EZB. Ich verspreche auch gaaaaanz lieb, den iiiirgendwann zurückzuzahlen. Verträge und Regelungen brauchen wir dazu aber keine. Sie müssen mir halt vertrauen .... Na, Herr Fratzscher, von welchem Absatz in Ihrem Artikel habe ich mich wohl analog inspirieren lassen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fuerstchristian 19.03.2019, 15:26
13. Ohne Zollunion ist Irland-Problem nicht zu lösen

Was der Autor hier übersieht, ist das brisante Problem der Teilung Irlands. Ohne eine Zollunion, die grenzen unnötig macht, wäre der Streit um den Backstopp nur zu lösen, wenn sich EU und GB auf einen Vertrag einigen könnten, der letztlich der Zollunion entspricht. Und so einem "Deal" werden die Abgeordneten im Unterhaus wohl wieder nicht zustimmen. Und auch die EU kann nicht einem Deal zustimmen, der den Briten alle Vorteile einräumt, sie aber an den Kosten nicht beteiligt.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass ein "no Deal" Austritt der Briten Konflikt in Irland über Nacht wieder heraufbeschwören wird.

Aber bitte: Sind daran wirklich wieder die Europäer schuld, oder nicht viel mehr die Briten, die NIE Europäer waren und niemals in die EU hätten eintreten sollen. Der Ärmelkanal zwischen beiden Einheiten ist politisch einfach viel zu breit und zu tief!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tinnytim 19.03.2019, 15:27
14.

Zitat von dulcineadeltoboso
Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum der Backstopp das Problem sein soll. Teile von Labour sind sogar für eine dauerhafte Zollunion. Der Backstopp wird lediglich von den hard Core Brexiteers als Hinderungsgrund vorgegeben. Tatsächlich werden die aber überhaupt keinem Deal zustimmen, solange ein no Deal möglich ist. May muss sich also mit den Vernünftigen von Labour zusammensetzen. Corbyn gehört da nicht dazu.
Vor allem wird die angebliche Ewigkeitsklausel mit dem Backstop von den exakt gleichen Leuten vorgeschoben, die vorher stets behaupteten, dass man ja ganz leicht mit modernen technischen Lösungen eine harte Grenze verhindern kann. In einem Punkt müssen diese Leute also gelogen haben.
Zum Artikel: Viel zu kurz gedacht, man möge sich nur einmal vorstellen, welches Erpressungspotential die Briten bei der Aufstellung des nächsten langfristigen EU - Haushalts haben werden. Denn an der Wahl müssen sie teilnehmen, sollten sie länger als bis zum 1. Juli in der EU verbleiben, wie sich rechtlich nun heraus kristallisiert hat.
Das DIW folgt halt immer noch grundsätzlich der selben neoliberalen Ideologie, ignorierend, dass diese überall komplett gegen die Wand fährt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ulmer_optimist 19.03.2019, 15:28
15. Lähmung

Leider lähmen die Briten mit ihren Verhandlungen ohne eigene Sichtweise die EU jetzt schon zwei Jahre und beschäftigen die EU-Politiker mit einem Thema, das nicht wirklich zukunftsgerichtet ist, sondern bei dem es nur darum geht, mal wieder ein paar Rosinen aus dem Kuchen zu picken.
Ich stimme zu, der Austritt ist für alle Beteiligten unsinnig. Es wäre besser, die Briten würden dabei bleiben. Aber ich bin der Meinung, dass eine großzügige Verschiebung dafür sorgt, dass nur die Diskussion über Rosinen weitergeht.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat dafür einen schönen Vergleich verwendet: Ein ordentlicher Marathonläufer lässt sich ein Bein amputieren und durch eine Prothese ersetzen, um bei den Paralympics so richtig durchstarten zu können.
Ich bin der Meinung, die Briten sollten sich entscheiden, was sie wollen und nicht nur, was sie nicht wollen. Änderungen sind auch mit einem Aufschub nicht wirklich zu erwarten. Also sollte man das Thema jetzt schleunigst umsetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 19.03.2019, 15:33
16. Völlig richtig, meine..

Zitat von Marcel Fratzscher
Europa ist auf dem besten Wege, sich selbst durch die gescheiterten Brexit-Verhandlungen einen immensen Schaden für Jahrzehnte zuzufügen..Nicht nur die Briten, sondern die gesamte Europäische Union wird einen immensen Preis für den Brexit zahlen, wenn die EU-Regierungschefs jetzt nicht einlenken und aus einer Position der Stärke den Briten ein faires Angebot für eine Verlängerung des Austritts bis Ende 2020 machen - unter klaren, nachvollziehbaren Bedingungen.
..Rede, schon vor Jahren:

..nur weil man der Größere ist, für diesen Vorteil vom Kleineren Geld zu fordern (weil man es kann) - das ist ja wohl ein perfektes Beispiel für einen Verrat an den oft zitierten sogenannten "europäischen Werten".

Und ohne diese gemeinsamen Werten kann man die ganze EU eher heute als morgen einstampfen...Wenn sich die EU ggü. den kleinen das Recht des stärkeren herausnehmen würde?


Typisches Großmachtgehabe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-4bl-f799 19.03.2019, 15:35
17.

Dieser Beitrag ist vollkommen am Thema vorbei, verfasst von einem gnadenlosen Lobbyisten... es war klar dass jetzt kurz vor knapp die Wirtschaftsvertreter aus ihren Löschern kriechen und die Bundesregierung anflehen blos den Geschäftsbetrieb nicht zu gefährden. Leider wird Merkel wahrscheinlich einknicken, aus dem Brexit wird eine Endlosgeschichte, am Ende erreichen die Brexitiers ihre Ziele und die EU hat sich endgültig lächerlich gemacht! Warum kann man die Tatsachen nicht einfach akzeptieren, dass die Briten einfach raus aus der EU wollen? Lasst sie in den Abgrund stürzen und reicht ihnen nach kurzer Zeit die Hand... dann aber ohne Britenrabatt und ohne Extrawürste!

Ich kann gar nicht soviel essen wie ich bei dem Thema k... möchte und hoffe inständig, dass es am 30. März vorbei ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vanmoders 19.03.2019, 15:40
18. Jede Vereinbarung hat ein Ende

Ich bin in der Brexitfrage absolut nicht ihrer Meinung. Das Vereinigte Königreich und die EU hatten zwei Jahre Zeit sich auf eine Austrittsvereinbarung zu einigen. Ökonomischen Schaden wollten beide Seiten (soweit möglich) von Anfang an verhindern. Eine Mitgliedschaft im Binnenmarkt wollte das VK jedoch nicht (Einschränkung der eigenen Souveränität). Ein bloßes Freihandelsabkommen war dem VK dann wiederum zu wenig. Außerdem könne man so das Problem mit Nordirland nicht lösen. Die EU ist dann dem VK ENTGEGENGENOMMEN in dem einer zwei jährigen Verlängerungsphase zugestimmt wurde mit der einzigen nennenswerten Bedingung, das Großbritannien bis zu einer Lösung des Nordirlandproblems im Binnenmarkt bleibt. Wenn die Briten ein bisschen solidarisch mit ihren nordirischen Mitbürgern wären und den Terrorismus dort wirklich verhindern wollten, hätten sie da nichts gegen. Nebenbei gibt es meiner Meinung nach sowieso nur drei Optionen für eine Lösung des Nordirlandproblems: Wiedervereinigung, VK bleibt in der EU, VK bleibt im Binnenmarkt. Was anderes ist eigentlich nicht denkbar. Die Briten scheinen über die Brexitfrage sehr verteilt und die Kompromissbereitschaft gleich null zu sein. Zwei weitere Jahre Verhandlungen werden daran nichts ändern. Geben wir dem United Kingdom doch seine "indipendence" zurück. Dann erkennt vielleicht die Bevölkerung auch endlich die Ausmaße des Brexits. Nebenbei geben wir dann auch Schottland und Nordirland die Möglichkeit, sich vom Vereinigten Königreich loszusagen und sich zu wiedervereinigen bzw. als eigener Staat wieder der EU beizutreten. Der Brexit ist eine politische, keine wirtschaftliche Frage. Manchmal muss man, bei aller Kompromissbereitschaft auch erkennen, dass der Partner nicht bereit ist, um zu einer Vereinbarung zu kommen. Es gibt weitaus wichtigere Probleme, denen Europa sich stellen muss, als das letzte Aufbegehren des britischen Nationalismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 19.03.2019, 15:41
19.

Man mag kaum glauben, dass es sich hier um einen Ökonomen handelt. Wer eine Zollunion will, der muss eben in der EU bleiben und wer keine will, der muss Grenzen akzeptieren. Dass die britische Regierung komplett versagt hat, ist nicht den aufrechten Europäern anzulasten, die ihre Interessen vertreten.
Die einzige Option Europas ist, den Briten die Tür offenzuhalten und auf eine Willensbekundung zu warten. Bisher gibt es noch immer nichts, woraus man schließen könnte, was die Briten überhaupt wollen. Die Mehrheit der Bürger dort will ja gar nicht raus, die Regierung fühlt sich an ein erschwindeltes Referendumsergbnis gebunden. Der No-Deal-Brexit wurde abgelehnt, der Brexit-Deal ebenfalls.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 10