Forum: Wirtschaft
Forderung des DIW-Präsidenten: Zeit für eine Brexit-Kehrtwende
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Die EU hat um den Brexit hart verhandelt. Nun aber sollte sie nachgeben und einem großzügigen Aufschub zustimmen - unter klaren Bedingungen. Es ist im eigenen Interesse der Union.

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logisch_konsequent 19.03.2019, 16:05
30. Der Autor scheint die wirtschaftliche Realität nicht zu verstehen...

Der Autor schreibt erstaunlicherweise: "Keine souveräne Nation" würde in "einer Zollunion mit der EU verharren". Es scheint nicht zu wissen, dass es bei den erfolgreichen westlichen Staaten keinen Ausweg aus der hohen Verflechtung gibt, ohne ihren Wohlstand aufzugeben. Vielleicht ist dem Autor auch aufgefallen, dass die UK die Länder "Nordirland" oder "Wales" keineswegs eine Souveränität zugestehen will, diese aber sehr gerne in der Zollunion mit der EU sind. Also sind solche Statement von Herrn Fratscher alle wenig überlegt, schon gar nicht relevant.

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poseidon1966 19.03.2019, 16:06
31. Am Ende gewinnt nur die Wirtschaft

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es bei all den Fragen rund um die EU, den Brexit, den Sorgen und echte oder vermeintliche Probleme immer nur und ausschließlich um die Wirtschaft geht. Jetzt, kurz vor Toresschluß, kommen all die Ratten aus ihren Löchern, um überall und jedem weisszumachen, welche Katastrophe für die Wirtschaft ein Brexit, vor allem ein "ungeordneter", bedeutet würde. Niemand von diesen ganzen Wirtschaftsweisen, Diplomwirtschaftstologen und andere Marktradikalen fragt nach den Menschen! Geht der Umsatz in ihren Unternehmen auch nur um wenige Promille zurück ist das gleichbedeutend mit einem Bankrott. Es waren und sind immer und überall die sog. Eliten der Wirtschaft, in den Banken oder ihre Handlager, die Politiker, die die Menschen ruiniert, zerstört oder schlichtweg übersehen.
Und ich bin mir absolut sicher, am Ende wird irgendwas getrickst, irgendwie betrogen, etwas als doch nicht so wichtig angesehen, Stichwort Freizügigkeit der Menschen. Am Ende gewinnt nur und ausschließlich die Wirtschaft mit ihren obersten 5 Prozent. Es zählt in Europa nur der Mamon, das Wirtschaftswachstum. Ein Wachstum von Wohlfügen oder Zufriedenheit steigert keinen Gewinn. Es ist zum xxxxxxx.....

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klichti 19.03.2019, 16:06
32.

Lieber Herr Autor, von den etwa drei Jahren, die die Briten hatten, haben sie etwa drei Monate lang wirklich etwas unternommen. Vorher haben sie sich in ihrem Überlegenheitsgefühl gesuhlt und waren davon überzeugt, daß Europa sie als Heilsbringer nicht verlieren will. Wer so einen planerischen Horizont hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn es nicht so läuft wie er sich das vorstellt. Das mal so als Grundsatzfeststellung. Nun zu Ihrem Artikel. Wir haben lange genug hart verhandelt, und jetzt sollten wir den Quengelgeistern einfach geben, was sie wollen? Warum haben wir dann verhandelt? Daraus würden die gnadenlos den Schluß ziehen, daß sie nur lange genug alles blockieren müssen, dann kriegen sie alles, was sie wollen. ICH brauche so einen Hausgast nicht. Beim Einstieg des Vereinigten Königreichs in die damalige EWG wußte ich als Pimpf von Anfang zwanzig, was das geben würde. Meine Befürchtungen wurden in jeder Beziehung übertroffen. Nicht ein einziges Mal haben die Briten etwas anderes getan, als sich ausschließlich um ihre eigenen Interessen zu kümmern. Gefühlt war es sogar so, daß, wenn zwei Wege zur Verfügung standen, sie auf jeden Fall denjenigen gewählt haben, der für "Rest"-Europa so unbequem, demütigend und schädlich wie möglich war. Ich will sie raus, das sind keine Europäer.

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karlo1952 19.03.2019, 16:12
33. Wenn die EU und Deutschland

in der Brexshit-Frage jetzt vollends unglaubwürdig werden wollen, verlängern sie den Ausstig bis 2020. Das hilft sicher auch bei den anstehenden EU-Wahlen. Jeden Tag ein anders final statement von einem EU-Politiker steigert nicht gerade die Glaubwürdigkeit.

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mr_stagger_lee 19.03.2019, 16:12
34. Schall und Rauch

Ein frommer Wunsch und gute Gedanken - leider nur "smoke and mirrors" wie der Brite zu sagen pflegt. Substanzielle Argumente die in diese Richtungen deuten fehlen. Der backstop wäre auf der Insel mit gutem Willen und Blick auf die Realitäten innerhalb von 2 Jahren auflösbar gewesen. Aber den Kuchen essen und ihn behalten ist nicht möglich, obwohl Brexiteers wie Boris J. und viele andere dies dem Volk erfolgreich weisgemacht haben. Herr Tusk hatte dazu eine dezidierte Meinung und es sollte Deutschland als Warnung dienen Populisten von links oder rechts auf den Leim zu gehen. Es ist wirklich eine Tragödie, leider, aber UK muss jetzt liefern oder Brexit. Ich hoffe sowohl UK wie auch die EU ziehen die richtigen Schlüsse daraus.

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madameping 19.03.2019, 16:14
35.

Zitat von Piantao
das es einen "Brexit" ohne "Deal" gibt denn das unnachgiebige Verhalten der EU gegenüber GB wird so die EU im allgemeinen und den EU Steuerzahler ins besondere €-milliardenfach treffen. Mich persönlich tangiert es nicht mehr. Lebe glücklich und zurückgezogen außerhalb dieser zerstrittenen und ungerechten Gemeinschaft.
Und weil Sie zurückgezogen leben, kriegen Sie auch nicht richtig mit, was passiert ist.
Die EU war so ziemlich alles mögliche, aber bestimmt nicht unnachgiebig gegenüber GB.
So, und nun träumen Sie weiter.

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peter_tppp 19.03.2019, 16:14
36. Gut gemeint, aber gefährlich

Wenn überhaupt, dann müßte Neuwahlen im Ver.Kgr. zur Bedingung gemacht werden. Was die meisten Briten dann als erpresserische Einmischung werten würden - isoliert betrachtet dazu noch mit einigem Recht.
Also - gut gemeinter Arufruf, aber potentiell sogar mehr Schaden anrichtend als bei einem harten Brexit zu erwarten ist.

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meinerlei 19.03.2019, 16:17
37. Lieber ein schnelles Ende!

Der Aufstieg Frankreichs unter Louis XIV verdankte sich der Befriedung im Innern und der Abschaffung von Zollschranken ebendort. Die EU knüpft hieran in größerem Maßstab und mit Erfolg an. Leider schaffen es, genauso wie beim Inflationsbegrenzer €, immer nur die schlechten Nachrichten in die Schlagzeilen und die Hirne. das Ausscheiden von GB stärkt das Wertebewusstsein der vielen verbliebenen Mitglieder und wird mehr Gewinn bringen als der Ausstieg Europa kostet. Die Briten werden die Rechnung zahlen, und das ist auch gut so. Nur so lassen sich die Populisten in den anderen Mitgliedsländern als solche entlarven.

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m.klagge 19.03.2019, 16:18
38. Locker bleiben.

Der Aufschub wird kommen, Und der Aufschub danach, Und der Aufschub nach dem Aufschub danach. Und der Aufschub ...

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logisch_konsequent 19.03.2019, 16:19
39. Autor kennt Demokratieverständnis der UK wohl nicht

Der Autor: "Zur Demokratie gehört es, dieses Votum [des UK-Volkes] zu akzeptieren" - Vielleicht ist dem Autor nicht aufgefallen, dass das UK-Parlament in kurzen Abständen schon zum dritten Mal über den selben Austrittsvertrag abstimmen möchte, weil das Votum des Parlaments nicht akzeptiert werden soll, obwohl sich nichts geändert hat. Warum sollte man dann die UK-Bevölkerung nach 3 Jahren zumindest zum zweiten Mal ein Votum geben lassen, denn es hat sich vieles geändert in den 3 Jahren.

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