Forum: Wirtschaft
Forderung nach höherer Mehrwertsteuer: Wer Fleisch teurer macht, stellt die soziale F
Christophe Gateau/DPA

Eine Fleischsteuer zum Wohl von Nutztieren - die Idee klingt verlockend gut. Doch sie hat einen Fehler: Sie würde am Leid der Tiere wenig ändern, dafür aber arme Menschen grob benachteiligen.

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labuday 07.08.2019, 23:06
230. diese Zustaende gibt es doch heute schon - schauen sie mal ueber

Zitat von 2undvierzig
Ganz früher, als Fleisch, Reisen, Auto ein Luxus waren und nur von den wenigen "Reichen" in Anspruch genommen wurden, gab es keine daraus resultierenden Umweltprobleme. Durch die massive Verbilligung dieser Luxusgüter und die Erhöhung der Löhne wurde diesen negativen Effekte erst möglich. Letztlich hat die soziale Gerechtigkeit, die Umverteilung, die Teilhabe der Umwelt einen Bärendienst erwiesen. Gut gedacht ist eben nicht gut gemacht. Sind wir realistisch, es gibt nicht genug umzuverteilen, jedenfalls nicht länger als 10-20 Jahre. Spätestens dann wird sich automatisch eine Mehrklassengesellschaft bilden. Die, die ein E-Auto bezahlen können, die Wohnung heizen können, sich elektrischen Strom leisten können. Natürlich geht es nicht zurück in die Steinzeit, aber es wird Leute geben, die Abends keinen Strom mehr verbrauchen können, weil das Budget für den Herd und die Wachmaschine draufgeht. Es wird immer Schwache/Starke, Arme/Reiche, Dicke/Dünne, Dumme/Kluge geben - dass ist ein Naturgesetz. Nicht fair,nicht schön aber faktisch - egal was sich Sozialromantiker wünschen.
unsere Grenzen hin aus - etwas weiter suedlich - so 4000 bis 5000 km.

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PETERJohan 07.08.2019, 23:08
231. Weniger Fleisch auf dem Teller,geht, wenn man es will

Jetzt in der Grillzeit mehr sicherlich. Fleisch teuer machen,könnte dabei helfen. Der Ansatz ist nicht grundsätzlich falsch und unsozial.Wir essen bewusst wenig Fleisch und da sind alle mit zufrieden.IN DEN küchen der Firmen wird oft ertrunkenes Fleisch serviert,also nicht unbedingt gesund.

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Svante07 07.08.2019, 23:08
232. Keine Zustimmung!

"Doch Nahrungsmittel - und da gehört Fleisch dazu - zählen zu den lebensnotwendigen Grundgütern, die jeder Mensch sich leisten können muss."
Die Aussage, Herr Dettmer, ist falsch und zudem gefährlich. Fleisch ist weder ein lebensnotwendiges Grundgut, noch muss man es sich leisten können.
Stattdessen ist das System der Nahrungsmittelproduktion in puncto Fleisch völlig aus dem Ruder gelaufen, ja völlig denaturiert, denn, was der Mensch den Nutztieren antut, ist unethisch und blendet völlig aus, dass wir es mit hochentwickelten Wirbeltieren zu tun haben, die tagtäglich millionenfach leiden müssen, weil wir meinen, dass es in Ordnung ist.

Gefährlich ist es, weil das Recht auf das tägliche "notwendige" Fleisch nun auch von den asiatischen Bevölkerungsgruppen entdeckt und in Anspruch genommen wird. Der Flächenverbrauch, der dadurch entsteht, und die Folgen für Wasser, Klima, Natur und Umwelt übersteigen die Kapazitäten dieses Planeten bei weitem!

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labuday 07.08.2019, 23:10
233. erklaeren sie doch mal die stetig steigende Lebenserwartung

Zitat von keine-#-ahnung
... und das kann man sehr wohl, wird gerne an den guten alten Sonntagsbraten erinnert." Ah ja - nur weiss in der vom Autor angesprochenen Schich vermutlich kaum noch Jemand, wie man den "guten alten Sonntagsbraten" zubereitet. Nur in die "Bing" legen und 6 Minuten mit 900W bestrahlen wird es da nicht tun ... Wohlverstanden - ich bin alles andere als ein Vegetarier oder gar ein Veganer, aber dieser Protein- und Fettmüll (SRY, liebes Schlachtvieh), der einem in hiesigen Märkten als Fleisch oder Wurst zu Billigstpreisen verjuchtelt wird, ist IMHO verzichtbar. Wir sehen mittlerweile eine ansteigende Durchseuchung der Bevölkerung mit kolorektalen Karzinomen, unzumutbare Bedingungen für die Tiere in der "Fleischproduktion" und sorgen uns jetzt um die Not des Prekariates, den Dreck nicht mehr essen zu "dürfen"? Fleischverzicht geht nur über den Preis - und die "Gutverdiener" sind i.d.R. auch gut gebildet. Und verzichten von sich aus auf den Verzehr von tierischem Müll. Das "Klima" wird es uns danken, unsere eigene Gesundheit auch. Und die betroffenen Mitgeschöpfe sowieso ... Es gibt genug gesündere Alternativen - Fleisch kann nicht teuer genug sein. Dann isst man so was halt nur zweimal im Monat - wo ist das Problem? Aber man isst dann halt im Wissen darum, dass die Kreatur nicht unnötig gelitten hat.
insbesondere auch der Deutschen - das haengt ja dann wohl auch mit Fleischkonsum zusammen, denn oefter zum Arzt geht hierzulande seit der Gesundheits-Reform keiner.

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Svante07 07.08.2019, 23:10
234. Diskriminiert ...

Zitat von chefcoach
Mit einer höheren Steuer soll eine „Lenkungswirkung“ erzeugt werden, d. h. Die Bevölkerung soll insgesamt weniger konsumieren. Funktioniert nur leider überhaupt nicht mehr, da das Gefüge in D politisch gewollt seit 2 Jahrzehnten komplett auseinandergeht. Es gibt eine (überwiegend) schweigende Mehrheit von 70-80 % Mittel- und Oberschicht, denen es völlig egal ist, ob Fleisch oder Sprit oder Flugreisen oder irgendwas plötzlich ein paar Prozent teurer wird. Deswegen wird dort auf nichts verzichtet. Und es gibt eine prekäre Minderheit ( Mindestlohn, Leiharbeit, Hartz IV), die jetzt schon kaum klar kommt. Mit dem Drehen an der Preisschraube werden lediglich diese Menschen weiter diskriminiert, ein Umdenken erreicht man weder mit einer Fleisch- noch mit einer CO2-Steuer.
... werden vor allem die Nutztiere.
Kein Mensch muss leiden, wenn das Fleisch teurer werden würde!

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schlimmer1 07.08.2019, 23:11
235. Und noch was

Wer glaubt, dass eine reine Preiserhöhung etwas bewirkt, der glaubt auch an die Wirksamkeit einer CO2--Steuer. An was ist immer wieder geschraubt worden? An der Mineralölsteuer. Wem es nicht schon aufgefallen sein sollte: Das ist de facto schon eine CO2-Steuer. Demnach müssten unsere Straßen ja leerer geworden sein. Aber ganz ehrlich: Es sieht überhaupt nicht danach aus. Und es wird auch nicht so sein. Eine CO2-Steuer wäre ganz klar unterm Strich nur ein weiterer Schritt der Umverteilung von unten nach oben. Und bei einer Fleischsteuer wäre es nicht anders. Anderes Beispiel gefällig? OK. Die Förderung von Energiespar-Maßnahmen fördert 1. die Leute, die sich ein Eigenheim leisten können. Und 2. die Firmen und Personen, die das Vermögen haben, Mietwohnungen anzubieten. Wer zahlt die Zeche? Die Leute, denen das Geld fehlt, um Immobilien-Eigentum zu erwerben. Sie sind auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, mit dem Mietwohnungsmarkt klarzukommen. Einzige Alternative: Obdachlos werden. Und dann wundern sich noch einige, warum die AfD Zulauf hat. Klar, die sind keine Alternative, im Gegentum. Aber denen die Stimmer zu geben scheint mittlerweile das einzige Mittel zu sein, um Politiker anderer Parteien wenigstens sowas wie einen gut begründeten Tritt in den Hintern zu geben.

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kemosch 07.08.2019, 23:11
236.

Rinderzucht in der Deutschland verbieten - aber den alten Uran-Erz-Bergbau im Erzgebirge(Pöhla) in zwei Jahren wieder aufnehmen wollen! Wer als "Erz-Berg-Bau-Kumpel" da anfährt, den müsste man prügeln! Ich aus stamme Schnneeberg/Erzbirge - im Mittelalter wurde nach Silber/Zinn/Zink anderen Erzen und Edelsteinen gegraben - die Uran-Knollen kamen auf die Halden/Abraum! Unwissend in der DDR nahm ein Kollege eine U-Knolle mit nach Hause und legte sie auf die Erde seiner Palme! Drei Tage später war die Palme hinüber! Das war zu DDR-Zeiten Ende der 1970ziger! "Schneeberger Krankheit"! Meine Mutter starb daran - chancenlos!
WIR waren vollkommen unaufgeklärt und das vom DDR-Staat bewußt! "Krebs" war eine Krankheit bei uns wie "Schnupfen"! Auf der Rinderzucht kann man sich profilieren - das sieht jeder - aber ein Uran-Erzbergbau tief in den Wäldern des Erzgebirges lässt lange geheim halten! Selbst die DDR-Nord-Deutschen glaubten mir zu DDR-Zeiten nicht, daß es in der DDR drei große Uran-Gebiete in Sachsen und Thüringen gab!
Zum Vorhaben "Pöhla" müssten DIEGRÜNEN aufschreien!

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dr.schnabel 07.08.2019, 23:12
237. da gibt es so eine

komische Tendenz, jede Art von Konsum plötzlich für LiberteFraterniteEgalite zu erklären. Nackensteak ist Freiheitskampf und Menschenrecht.
Das ist so offensichtlich Unfug, dass ich gar nicht mehr dazu sagen möchte.

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schlimmer1 07.08.2019, 23:15
238. Irre

Man muss sich das "auf der Zunge zergehen" lassen: Ferkel-Kastration ohne Betäubung ist immer noch zugelassen. Aber angebl. für das Tierwohl wird eine Steuererhöhung vorgeschlagen. Ich fordere eine Abgabe für die Äußerung von schwachsinnigen Vorschlägen im Politikbetrieb.

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bergführer 07.08.2019, 23:17
239. Wie wollen wir leben

Grundsätzlich bin ich dafür unser Umwelt zu schützen und behutsam mit der Schöpfung Gottes umzugehen. Was aber aktuell passiert ist ein Klimafundamentalismus der zu einer Stigmatisierung umweltschädlicher Maßnahmen und zu einem Eingriff in das Leben eines jeden Einzelnen führt. Wollen wir unsere Selbstbestimmtheit in die Hände einer ökologischen Elite geben? Wollen wir unsere Freiheit aufgeben? Wollen wir unseren Wohlstand aufs Spiel setzen? Die Entscheidung sollte jeder selber treffen. Aber eine ökologische Zukunft ohne Arbeit, Sicherheit und Selbstbestimmung ist eben auch keine Zukunft die wir unseren Kindern überlassen wollen.

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