Forum: Wirtschaft
Forderung nach höherer Mehrwertsteuer: Wer Fleisch teurer macht, stellt die soziale F
Christophe Gateau/DPA

Eine Fleischsteuer zum Wohl von Nutztieren - die Idee klingt verlockend gut. Doch sie hat einen Fehler: Sie würde am Leid der Tiere wenig ändern, dafür aber arme Menschen grob benachteiligen.

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ruhepuls 09.08.2019, 14:37
340. "Sozialer Unsinn"

Es gibt viele Dinge auf der Welt, die ich mir nicht leisten kann. Na, und? Warum muss gerade Fleisch für jeden in beliebiger Menge erschwinglich sein? Es ist gerade das Billigfleisch aus Mastbetrieben, das für Tier und Umwelt den größten Schaden verursacht - und nebenbei auch nicht gesund ist.
Billigflüge, Billigfleisch, Billigkreuzfahrten - kurz "Produkte für die Masse" sind es, die den Planeten an den Rand des Zusammenbruchs bringen. Bescheidenheit ist "unsozial"? Wer so denkt, hat nichts verstanden.

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siegfried_richard_albert 09.08.2019, 14:46
341. ... stellt die soziale Frage?

Dann stellt sich die soziale Frage in allen Bereichen der Welt. Also muss der Preis für Champagner und russischem Kaviar sofort gesenkt werden. Vor vielen Jahren gab es bei armen Leuten, wenn überhaupt, nur Sonntags Fleisch. Es soll gesünder sein und die Menschen waren zufrieden. Es gab keine Neiddebatte, weil reiche Menschen öfters Fleisch essen konnten. Die soziale Frage kann nur bei Grundrechten gestellt werden - Beispiele reicht die Grundsicherung für ein anständiges Leben, überteuerte Mieten, jeder Mensch muss einen Anspruch auf 1 Wohnung haben.

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gedu49 09.08.2019, 17:00
342. Wie passt das zum Thema?

Zitat von siegfried_richard_albert
Dann stellt sich die soziale Frage in allen Bereichen der Welt. Also muss der Preis für Champagner und russischem Kaviar sofort gesenkt werden. Vor vielen Jahren gab es bei armen Leuten, wenn überhaupt, nur Sonntags Fleisch. Es soll gesünder sein und die Menschen waren zufrieden. Es gab keine Neiddebatte, weil reiche Menschen öfters Fleisch essen konnten. Die soziale Frage kann nur bei Grundrechten gestellt werden - Beispiele reicht die Grundsicherung für ein anständiges Leben, überteuerte Mieten, jeder Mensch muss einen Anspruch auf 1 Wohnung haben.
Ziel der Steuererhöhung ist die Verringerung des Ausstoßes von Methan oder der allgemeinen Verringerung der Umweltbelastung durch die Tieraufzucht. Das ist durch Drosselung der Produktion und keinen Export wesentlich effektiver zu erreichen als durch eine Steuererhöhung die die ärmeren Schichten der Bevölkerung trifft, nicht aber diejenigen, die sich Privatjet, Motoryacht, Nobelhobel, Klimaanlage und beheizten Swimmingpool leisten können.

Champagner oder russischer Kaviar interessieren Otto Normalverbraucher weniger, also können diese Nahrungsmittel im Gegensatz zum Fleisch kosten was sie wollen.

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frankfurter78 09.08.2019, 17:16
343. Was für ein Unsinn...

Eine höhere Steuer um einen ohnehin schon hoch subventionierten Landwirtschaftszweig noch stärker zu fördern? Die Massentierhaltung gehört verboten, nicht subventioniert. Dann wird auch nur noch so viel Fleisch produziert wie benötigt und nicht die Hälfte nach Afrika verschifft weil so billig. Zudem müssten dann auch nicht Tonnen von Futter-Soja importiert werden und unsere Felder wären auch nicht überdüngt, damit das Grundwasser auch nicht mehr gefährdet. Das Tierwohl wäre damit auch gefördert und ganz nebenbei das Klima geschützt. Fleisch wird auch teurer, ja. Aber das ist unvermeidlich, denn das heutige Preisniveau von Fleisch in Deutschland ist abartig und unwürdig.

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hartwig2 09.08.2019, 19:46
344.

Zitat von regelaltersrentner
Nein, mit weniger Tiere erhöht sich der Preis nicht, weil das Ausland die fehlende Menge liefert. Deutschland hat 2018 1,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch importiert. Rindfleisch 490.000 Tonnen Geflügelfleisch 770.000 Tonnen. Andere Haltung, zb. mehr Platz kostet viel Geld, da trotz aller Beteuerungen, der Verbraucher nicht bereit ist die Mehrkosten zu bezahlen, muss es aus dem Staatssäckel kommen. Viele kleine Betriebe haben im Südwesten die Viehhaltung aufgegeben, da sich diese nicht mehr lohnt. Besonders stark war der Rückgang bei den Schweinemastbetrieben: Bis 2016 ging die Zahl gegenüber dem Jahr 2010 um knapp 40 Prozent auf 5250 zurück. Rinder hielten im vergangenen Jahr noch 14 740 Höfe - rund 3200 oder ein Fünftel weniger als noch 2010. Die Hühnerhaltung gaben 2680 Betriebe auf - ein Minus von 27,6 Prozent. 2016 gab es noch rund 7000 Höfe mit Hühnern im Südwesten.
Merkwürdig!
2018 wurde aus Deutschland 4 Mio Tonnen Fleisch exportiert, ( Rind und Schwein) 650.000 Tonnen Geflügel und um die 500.000 Tonnen verarbeitetes Fleisch.

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ralf_maennchen 09.08.2019, 21:37
345.

Zitat von erational99
1. ist weniger fleischkonsum gesünder, das gilt für alle schichten 2. wird fleisch von tieren in greifbarer zukunft von zellkulturfleisch (gesünder, weil keineantibiotika, weniger fette, etc) komplett ersetzt werden. das wird viiiiel billiger sein, da nur 2% der energie verwendet werden muss.
Kunstfleisch ist eklig. Da schlachte ich dann lieber selbst oder kaufe 1 mal im Monat in Polen oder Tschechien ein.

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ralf_maennchen 09.08.2019, 21:44
346.

Zitat von christian77
Runter mit den Steuern auf Bioprodukte wie Hafermilch. Fleischkontingente fuer jeden Einfuehren, zum Beispiel 5 Kilo pro Jahr frei, ansonsten muessen Kontingente zugekauft werden, von Personen die weniger Fleisch essen, gesteuert ueber eine App sollte das kein Prob sein. Erst dann kann sich etwas aendern.
Oekodiktatur!! Dann kaufe ich einmal im Monat die 10..15 kg Fleisch in Polen ein und friere das Fleisch ein. Ist dann mit dem zusätzlichen Dieselverbrauch sicher ökologischer , als der Kauf in Dtl. Schon der veggi day ist ja gnadenlos gescheitert. > 90 % der Einwohner werden sich nichts von einer Oekodiktatur vorschreiben lassen.

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ralf_maennchen 09.08.2019, 21:57
347.

Zitat von michael.kohrs
Es geht, wie übrigens auch beim Fliegen, nicht darum, dass etwas teurer gemacht wird, denn das wäre, wie der Autor völlig zu Recht schreibt, unsozial. Sozial wäre es, wenn alle Individuen eine bestimmte Menge Fleisch oder Flugmeilen zu günstigen Preisen erhalten würden, aber darüber hinausgehende Meilen sehr teuer oder zumindest deutlich teurer würden. Dann müsste der einzelne das Recht haben, seine Kilos oder Meilen zu verkaufen und könnte so selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgeben würde. Eine pauschale Besteuerung führt nur dazu, dass wohlhabendere Kreise eben weniger Pberschuss erwirtschaften, sie werden aber weder ihre Fluggewohnheiten noch ihren Fleischkonsum ändern. Es muss aber letztlich darum gehen, dass weniger geflogen wird, und diese Einschränkung muss letztlich für jedes Individuum gelten, egal ob reich oder arm.
Unsinn . Dann wird der Interkontinentalflug vom Ausland gestartet und ein die persönlich Bilanz geht dann nur Dtl. - LHR / VIE/ZRH ein. Wenn zu teuer , kauft man einmal im Monat in Polen oder Tschechien ein.

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karl_krass 10.08.2019, 11:40
348. @ruhepuls #340

Na prima, dann schaffen wir eben mal die Masse ab. Dann reduziert sich der Fleischkonsum ungemein. Würde mich aber mal interessieren, woher der elitäre Rest dann sein Fleisch bzw. Lebensmittel beziehen würde. Der Fleischkonsum ist tief in der Geschichte der Menschheit verankert. Siehe Jäger und Sammler. Und wie ich in einem früheren Kommentar schon geäußert habe, würde das Verbot von Fleischexporten viele Probleme erledigen. Siehe Tierwohl und Nitratbelastung.

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mazzmazz 12.08.2019, 07:29
349. Steuern

Es geht weder um Tiere noch um Klima.
Es geht ausschließlich um die Erhöhung der Steuereinnahmen.
Unsere politischen Eliten haben längst verstanden, dass die hohen moralischen Ziele, die sich Ihrer Ansicht nach aus der Nazizeit ergeben, zur Zeit insbes. die Aufnahme und Alimentierung von 500.000 Migranten p.a., nur über massive Steuermehreinnahmen finanzieren lassen.
Ungeschickt ist der Zeitpunkt vor den Landtagswahlen im Osten.
Aber wann soll man so etwas auch lancieren? In 2 Jahren ist BT-Wahl. Also nun mit Gewalt.
Mal sehen, ob der Wähler sich das dieses Mal wieder gefallen lässt.

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