Forum: Wirtschaft
Forderung nach Tarifvertrag: Ver.di setzt Streik bei Amazon unerwartet fort
DPA

Nach sechs Tagen sollte eigentlich Schluss sein, doch Ver.di hat den Streik bei Amazon unerwartet fortgesetzt. Hunderte Beschäftigte legten am größten deutschen Standort die Arbeit nieder.

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JBond 28.09.2015, 12:47
1. Chaostruppe Ver.di

Was will Ver.di denn noch alles machen, um das letzte bisschen Respekt zu verspielen?

Nicht nur, dass sie mit ihren Forderungen gegenüber Amazon allen anderen Mitarbeitern in der Logistikbranche ins Gesicht schlagen (so lange sie nicht fordern, dass die Änderung bei Amazon auch andere Logistiker betreffen soll - was dann aber wiederum gegenüber den Beschäftigten im Einzelhandel schwer zu vermitteln wäre) - jetzt spielen sie auch noch beleidigte Leberwurst, weil ihre Streiks nicht bringen...und machen einfach spontan weiter.

Das hat doch mit regulärem Arbeitskampf nichts mehr zu tun - das ist doch reine Profilierung von ein paar Gewerkschafts-Oberen...

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nobby_l 28.09.2015, 12:47
2. Nun ja

"Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist ein seit Langem schwelender Streit um einen Tarifvertrag für die Amazon-Beschäftigten in Deutschland. Verhandlungen darüber lehnt das Unternehmen aber strikt ab."

Das ist etwas ungenau. Es gibt einen geltenden Tarifvertrag, der auch eingehalten wird. Verdi möchte nur einen anderen - unpassenden - Tarifvertrag durchsetzen, wogegen Amazon sich berechtigt wehrt.

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Lankoron 28.09.2015, 12:49
3. Immer wieder falsch...

amazon bezahlt nach Tarif, es gibt einen Tarifvertrag. amazon bezahlt nur nicht nach Einzelhandelstarif, und bislang habe ich auch nirgends eine Begründung gefunden, warum amazon in erster Linie Händler und nicht Logistiker ist. Und zum Thema Streikbeteiligung: Schickt bitte einfach mal jemanden vorbei zum Zählen, und fragt mal, wo die Leute wirklich arbeiten. Dann stellt sich nämlich oft genug heraus, dass die Zahlen deutlich niedriger sind, und das Teile der "Streikenden" verdi-Leute zur Unterstützung sind.

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joey55 28.09.2015, 12:52
4. PlanB

Nach 2,5 Jahren vergeblichen Streiks und der Belieferung deutscher Kunden durch ausländische Vertriebszentren sollte Ver.di erkennen, dass sie diesen Streit nicht gewinnen können und einen Plan B präsentieren. Sonst streikt man noch zur Eröffnung des BER...

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c.PAF 28.09.2015, 12:53
5.

Mit #2 und #3 ist eigentlich alles gesagt. Danke!

Und: Verdi: nein danke.

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graubereich 28.09.2015, 13:08
6. An Verdi.

Ich bin im öffentlichen Dienst beschäftigt und wollte eigentlich bei euch eintreten. Aber nach dem Post, Kita und unsäglichen Streiks bei Amazon geht ihr mir einfach nur noch auf die Nerven. Mein Geld bekommt ihr nicht.
Ihr solltet euch mal fragen warum ihr immer weniger Mitglieder findet.
Verdi = Nervsack der Nation.

@Amazon
Weiter so. Es ist vernünftig nach Logistik Tarif zu zahlen und auch ungelernten Mitbürgern eine Chance zu geben. Lasst euch das durch Verdi und den total schwachsinnigen Forderungen nicht zerstören.
Und wie man sehen kann steht eure Belegschaft hinter euch.
Verdi es reicht.

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graubereich 28.09.2015, 13:14
7. @spon

Eigentlich ist der ganze Artikel eine Falschmeldung. Wieso?
1. Amazon zahlt nach Tarif. Logistiktarif. Was Amazon ja auch ist. Oder hat sie mal ein Mitarbeiter vonAmazon beraten? Ich denke nicht?
2. Wenn denn mal in Bad Hersfeld 300 Leute stehen, sind das nicht alles Amazon Mitarbeiter. Bitte mal recherchieren vorher.

Was will SPON mit so einem Artikel bewirken? Ihr seit doch nicht die Bild Zeitung.

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westerwäller 28.09.2015, 13:18
8. Eben nicht ...

Zitat von nobby_l
Das ist etwas ungenau. Es gibt einen geltenden Tarifvertrag, der auch eingehalten wird. Verdi möchte nur einen anderen - unpassenden - Tarifvertrag durchsetzen, wogegen Amazon sich berechtigt wehrt.
Es gibt bei Amazon keinen Tarifvertrag, weder für Logistiker noch für Verkäufer.
Amazon bezahlt nach hauseigenen Tabellen.
Von Verdi wird es aber immer wieder so dargestellt, als habe Amazon einen "falschen" Tarifvertrag.

Amazon hat gar keinen Tarifvertrag und das ist in DE auch nicht vorgeschrieben.
Obwohl es die Gewerkschaften natürlich anders gerne hätten ...

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Münchner MV 28.09.2015, 13:40
9.

Da streiken mal wieder Arbeitnehmer, die froh sein können, mangels Qualifikationen, überhaupt noch Arbeit zu finden. Bitte... Meine Pakete sortieren im Logistikzentrum, das sind eigentlich Aushilfsjobs. Wenn man Amazon weiter nervt, wird das alles restlos Automatisiert und wir haben wieder ein paar hundert Hartz-IV'ler mehr, die keine Arbeit finden werden. Ohne Qualifikationen und entsprechende (Aus-)Bildung bleibt eben nur ein solcher Job. Auch seltsam ist, dass dauernd für 37,5 Std/Wochen gestreikt wird Seitens Ver.di. Als "studierter" arbeitet man mindestens 50 Std im Schnitt und verdient entsprechend gut. "Hät man halt was gscheids glernt nedwahr?"

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