Forum: Wirtschaft
Forderung von SPD-Vize Schwesig: Bund soll verstärkt als Vermieter auftreten
Gregor Fischer/DPA

Um die Mietsteigerungen in den Griff zu bekommen, empfiehlt SPD-Vize Manuela Schwesig dem Bund, Immobilien zu bauen. Das Bundesinnenministerium handelt bereits nach der Devise.

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kunibertus 14.04.2019, 18:37
60. Da hat offensichtlich jemand

begriffen, dass sich der Preis einer Ware nach Angebot und Nachfrage richtet. Diese in einer Marktwirtschaft übliche Preisbildung ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Planwirtschaft. Die DDR-Bürger haben jahrzehntelang erfahren müssen, dass Preise für langlebige Konsumgüter künstlich hochgehalten worden sind, um andere Dinge zu subventionieren, z. B. Brot, das an die Hühner und Schweine verfüttert worden ist. Durch Änderung der Eigentümerfunktion wird keine einzige Wohnung mehr gebaut; es wird lediglich Geld zum Fenster herausgeworfen, das besser in den Neubau gesteckt werden sollte.

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liberaleroekonom 14.04.2019, 18:57
61. Wundert Sie das wirklich, dass niemand in Berlin mehr bauen will?

Zitat von engelchen5711
Beispielsweise ist die Deutsche Wohnen dafür bekannt, nur Bestandswohnungen aufzukaufen, und deren Mieter durch überhöhte Mietforderungen hinterher auszupressen oder durch Modernisierungsmaßnahmen die Mieten nachher dermaßen zu erhöhen, dass eine Gentrifizierung erfolgt, da die alten Mieter die neuen erhöhten Mieten nicht mehr bezahlen können. Die Deutsche Wohnen selbst hat also noch nie neue Wohnungen gebaut. Es geht ihr also nicht um Schaffung von neuen Wohnungen, sondern nur lediglich um Gewinnmaximierung auf Kosten der Bestandsmieter. Daher wären Enteignungen auch gerechtfertigt.
Unter einer rot-rot-grünen Regierung verwundert es mich nicht, dass niemand mehr neue Wohnungen bauen will. Mit der jetzigen Diskussion zur Vergesellschaftung/Enteignung geschah das doch wohl in sehr weiser Voraussicht.
Hoffentlich wacht die Bevölkerung Berlins noch rechtzeitig auf - bevor der letzte private Investor in Berlin vertrieben wird - und wählt nicht weiter seinen Metzger.

Ach ja, Gewinnerzielung ist nicht verboten sondern steuerrechtlich sogar vorgeschrieben, sonst wäre es nämlich Liebhaberei. Bei welcher Rendite halten Sie denn Enteignungen für gerechtfertigt? Soweit ich weiß, erzielt die Deutsche Wohnen eine Rendite von ca. 3 bis 4 Prozent.

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k70-ingo 14.04.2019, 19:01
62.

Zitat von OhMyGosh
Der Bund sollte auf jeden Fall in den Ausbau der Infrastruktur außerhalb der Ballungsgebiete investieren, wo sowohl Wirtschaft wie auch Bürger noch Preisstrukturen vorfinden, die bezahlbar sind. Auch das genossenschaftliche Bauen muss wieder verstärkt in Angriff genommen bzw. vom Staat besonders gefördert werden. Enteignung jedenfalls ist nicht nur aus juristischer Sicht das falsche Mittel.
Das macht im und für den Osten der Bund seit nunmehr fast 30 Jahren - und es bringt nichts.

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engelchen5711 14.04.2019, 19:44
63. @61.

Wie schon in meinem Beitrag beschrieben bauen solche Miethaie keine einzige Wohnung. Das sind reine Blutsauger. Gegen die Deutsche Wohnen laufen zudem seit zwei Tagen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Betruges. Solche Investoren braucht in Berlin kein Mensch.

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hellmund35 14.04.2019, 20:30
64. Vor der eignen Tür kehren

Man sollte auch Fr. Schwesig darin erinnern, dass es nach der letzten Föderalismusreform in erster Linie Aufgabe der Länder ist, sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Dazu gehört, dass man selbst Geld in die Hand nimmt, und dass man auch die Fördergelder, die der Bund schon seit Jahren bereitstellt, auch abruft. Schlaue Kommentare, die nur mit dem Finger auf andere zeigen sollen, helfen da nicht weiter, vor allem dann nicht, wenn sie auch noch unzutreffend sind.

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herbert 14.04.2019, 20:42
65. Die Schwesig sollte mal ihren SPD Chaosladen betrachten

Letztlich wirkt sie damit und in Berlin hat die SPD reichlich Sozialwohnungen verkloppt.
Nicht umsonst ist die SPD bei 15 Prozent !

Letztlich muss man nicht aus jeder Pfütze ein Biotop machen und das unter Naturschutz stellen. Anders gesagt, mehr grüne Wiesen verkaufen und die Bauherren entlasten mit Steuersenkung und abspecken der irren Kostentreibenden Bauvorschriften.

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k70-ingo 14.04.2019, 21:02
66.

Zitat von hellmund35
Man sollte auch Fr. Schwesig darin erinnern, dass es nach der letzten Föderalismusreform in erster Linie Aufgabe der Länder ist, sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Dazu gehört, dass man selbst Geld in die Hand nimmt, und dass man auch die Fördergelder, die der Bund schon seit Jahren bereitstellt, auch abruft. Schlaue Kommentare, die nur mit dem Finger auf andere zeigen sollen, helfen da nicht weiter, vor allem dann nicht, wenn sie auch noch unzutreffend sind.
In Mecklenburg-Vorpommern beteht keine sonderliche Notwendigkeit, neue Mehrfamilienhäuser zu bauen.

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BurgRitter 14.04.2019, 21:06
67. Diese intelligenten "Idioten",

mit überdurchschnittlichen, theoretischen IQ, Best-Uni-Abschlüssen, können doch zu häufig nicht über den nächsten Hügel denken, sind im jeweiligen Zirkelschluss am Limit. Wenn sich die Wohnungs AG XY, unangemessen verhält, kauft man still und leise die Aktien auf, geht sofort, erspart Prozesse über viele Jahre.
Können die Akteure nicht denken, oder schleimen sie sich ohne Aufwand bei Teilen der Wählerschaft ein?

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Sibylle1969 14.04.2019, 21:20
68. @19 listkaefer

Natürlich wohnen viele ältere Menschen nach dem Auszug ihrer Kinder in viel zu großen Wohnungen oder Häusern. Meine Eltern wohnen zu zweit im riesigen 7-Zimmer-Haus mit ca. 180 qm. 3-4 Zimmer und eines der Bäder werden gar nicht mehr genutzt. Meine Schwiegereltern wohnen in einem ähnlich großen Haus. Der Umzug in kleinere Wohnungen (für 2 Personen reichen 3 Zimmer mit 80 qm locker aus) scheitert daran, dass eine kleinere Wohnung oft teurer ist als die große mit Altmietvertrag, oder dass hohe Kaufnebenkosten Verkauf und Neukaufen unwirtschaftlich machen. Natürlich kann man alte Menschen nicht dazu zwingen, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen, aber ich denke, dass viele alte Menschen, die in viel zu großen Wohnungen wohnen, bereit wären umzuziehen, wenn sie erstens im selben Viertel bleiben können und zweitens die kleinere Wohnung billiger ist als die alte.

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jpphdec 14.04.2019, 22:35
69. 20 Millionen jährlich stehen zur Verfügung.

Will heißen, es ist nicht möglich preiswerten Wohnraum einer gewissen Mindestqualität kostendeckend anzubieten. Da sollte man mal ansetzen.

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