Forum: Wirtschaft
Fragen zum Handelskonflikt: Verlängerte Schonfrist - was jetzt passiert
AP

Die von den USA angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Europäischen Union bleiben vorerst ausgesetzt. Jetzt geht der Streit weiter. Wie wird gepokert und was könnte herauskommen? Ein Überblick.

Seite 1 von 4
joG 01.05.2018, 11:20
1. Ich glaube man sollte...

...daran erinnern, dass der Grund dafür TTIP nicht gemacht zu haben nicht in den USA lag. Obama wollte den Vertrag und der Senat wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit bereit gewesen vor Einsetzen des Wahlkampfs ihn zu ratifizieren. Aber die EU Bedenkenträger auch in Deutschland (Chlorhünchen, Schiedsgericht) hintertrieben und verzögetten, bis eine Ratifizierung durch den Wahlkampf aussichtslos wurde und Obama zog das Angebot zurück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mainstreet 01.05.2018, 11:23
2. Die EU knickt langsam ein und

.... die Strategie von Donald Trump wirkt.
Bis in vier Wochen wird sich die EU berappeln und ein Verhandlungsergebniss wird präsentiert bei dem Donald Trump einiges erreicht hat. Nun brauchen die EU-Strategen noch die Zeit um es zu formulieren und im besten Sinne für Erfolg als Europa zu verkaufen. Mit anderen Worten das Einknicken muß jetzt umschrieben werden
so das es als Erfolg für die EU da steht. Sollten die Zölle denoch kommen wird es Donald Trump immer noch nicht reichen und es ist vieleicht noch mehr zu holen so die mögliche Strategie von Donald Trump der alles für Amerika tut denn Amerika ist zuerst und das müßte alsbald nun auch der letzte Europäer verinnerlicht haben.
Aber vorausschauende Unterstellungen muß man offiziell in der Politik unterlassen und ist in einem Forum nur vieleicht möglich . Es ist ja schließlich der erste Mai.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
audaxaudax 01.05.2018, 11:24
3. Europäische Zölle

sind zu protektionistisch, egal ob industrielle oder landwirtschaftliche Produkte. Die USA können sich wehren aber afrikanische, lanteinamerikanische und asiatische Länder nicht. Das alles zu Wohl der hochsubventionierten EU-Landwirtschaft und Industrie. Weg mit den Zöllen, ich will amerikanische Steaks und indische Tatas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 01.05.2018, 11:24
4. America First

Solch eine Quotenregelung hat diverse Vorteile gegenüber Zöllen. Erstmal steigen keine Preise. Die eigene Industrie wird gleichwertige konkurrenzfähige Produktqualitäten anbieten müssen. Wenn nicht kann man die Quoten erhöhen. Wenn die Exportländer zu stark subventionieren reduziert man die Quoten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 01.05.2018, 11:35
5. Zölle gegen Angeberei?

Die unterschiedlichen Zölle bei Automobilen sind rational nicht zu verstehen. Amerikanische Autos sind in Europa schon aus Platzgründen nicht konkurrenzfähig und ökologisch eine Katastrophe. Dass sie auch noch mit hohen Zöllen belegt werden, ist eigentlich unnötig. Andererseits muss man zugeben, dass manche deutschen Autofahrer verrückt genug sind, um ständig immer größere und übermotorisierte Blechkisten zu kaufen, die in der Praxis reine Verkehrshindernisse und Zielscheiben für Brandstifter sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hardeenetwork 01.05.2018, 11:36
6. Trump treffen wo es weh tut

Nämlich seine Wähler. Dieser Schachzug hat die USA schon erfolgreich gegen die russischen Oligarchen eingesetzt. Ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen ist ganz sicher keine dumme Idee.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seamanslife 01.05.2018, 11:45
7. plumper Protektionismus, nichts weiter

Letzte Woche gab es bei NDR einen Bericht über die Verschiffung des Seglers "Peking" von New York nach Hamburg. Über die Werft in NY die die Verschiffung vorbereitete sagte der dt. Besichtiger "ich fühle mich in fünfziger Jahre zurückversetzt". Diese Zeitreise gilt für viele Teile der US-Industrie. Man hat den Anschluß an den Rest der Welt technologisch bereits verloren und die tickende Uhr ist mit Strafzöllen/Sanktionen nicht aufzuhalten.
Das beste Beispiel ist die amerikanische Handelsmarine. Während mehrerer Jahre Fahrzeit zwischen USA und Südamerika für US-Charterer habe ich dort nur noch an den Hafen-Schleppern in den US-Häfen die US-Flage gesehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 01.05.2018, 11:53
8. Am billigsten ist eine Vermeidung eines Handelskrieges.

Am billigsten ist eine Vermeidung eines Handelskrieges.

Die Vertreter der EU koennen dem US Kongress und den Beratern Trumps, leider sind sie heute ohne makrooekonomischen Sachverstand, darstellen, dass die USA bei einer Gesamtbetrachtung, Handel + Dienstleistungen + Kapitalverkehr + Auslandsprofite der US Firmen, POSITIV da stehen! Erstens, und Zweitens, dass der Handelskrieg zuerst in den USA Arbeitsplaetze kostet, erst danach im Rest der Welt.

Warum also die fetten Profite der US Firmen durch einen Handelskrieg schmaelern? Diese Frage gehoert allen US Buergern eingehaemmert!

Erst wenn die Ueberzeugungsarbeit daneben geht, kann niemand mehr dem POTUS, der die Zusammenhaenge nicht erkennt, helfen. Dann ist buchsaetblich Hopfen und Malz verloren;-)
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stadtmusikant123 01.05.2018, 11:57
9. xxx

Zitat von audaxaudax
sind zu protektionistisch, egal ob industrielle oder landwirtschaftliche Produkte. Die USA können sich wehren aber afrikanische, lanteinamerikanische und asiatische Länder nicht. Das alles zu Wohl der hochsubventionierten EU-Landwirtschaft und Industrie. Weg mit den Zöllen, ich will amerikanische Steaks und indische Tatas.
WTO-Runde zum Abbau der Agrarsubventionen erledigt und schon in Kraft (2018 soviel ich weiß)

Das waren die letzten wirklich erfolgreichen WTO-Aktionen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4