Forum: Wirtschaft
Franken-Freigabe: Die Schweiz kapituliert vor dem schwachen Euro
REUTERS

Jahrelang hat die Schweizer Notenbank dafür gesorgt, dass man für einen Euro möglichst viele Franken bekam. Jetzt musste sie aufgeben - zu stark sind die Kräfte, die den Wert des Euro nach unten ziehen. Der Schweiz droht ein Wirtschaftseinbruch.

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Reziprozität 16.01.2015, 00:56
200.

Zitat von happy2010
De Facto stiehlt die schweizer Fiskalpolitik den Eurostaaten jedes Jahr Multimilliarden Steuererträge, indem der schweizer STaat Gewinnverschiebung durch Dumpingsteuersätze belohnt In ganz direkter Folge fehlen den Eurostaaten mit den Schadenswirkungen der restlichen Steueroasen bis zu EINER BILLION Steureinnahmen im Jahr. Fehlende Steuereinnahmen sind eine der Hauptkriterien des schwachen Euro. Im Endeffekt zeigt sich, dass der hemmungslose Steuerdiebstah der Steueroasen irgendwann den Bogen überspannt
Was haben Sie denn gestern geraucht?

Auf dieser Welt regiert ein kapitalistisches, marktgesteuertes, kein sozialistisches, planwirtschaftlich orientiertes Wirtschaftsmodell. Letzteres bewies ja seine Untauglichkeit schon vor mehr als 25 Jahren und hat bis anhin keinen brauchbaren Gegenbeweis antreten können.

Das führt uns dann irgendwann auch zum (Steuer-)Wettbewerb, einem Terminus, der in Deutschland mittlerweile wohl nur dann goutiert ist, wenn D davon profitiert.

Sie sollten sich doch bitte mal mit dem automatisierten Finanzdatenaustausch nach OECD-Standard und dessen Grad der Umsetzung in den OECD-Mitgliedsstaaten befassen, bevor Sie hier Ihre Märchen aus 1001 Nacht ins hiesige Forum ergiessen.

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Reziprozität 16.01.2015, 01:12
201.

Zitat von mottasvizzera
... Trotzdem sehe ich diesen ganzen Entscheid positiv,denn.. -- den dieser überhitzte Immobilienmarkt war nicht mehr normal - nur Spekulation mit Sachwerten. --Die Zuwanderung (2-3* so hoch wie in D) wird etwas kleiner...
Ich stimme Ihnen im zweiten Punkt zu, sehe ich genau so, allerdings im Punkt 1 wird es wohl anders laufen.

Die von der SNB avisierten Negativzinsen auf grosse Guthaben wird den Hypothekarzins weiter bachab schicken, schon jetzt gibt es da Angebote für zehnjährige Festzinsverträge mit einem Zinssatz von unter 1.3%. Dies macht Immobilieneigentum auch für Bevölkerungsschichten erschwinglich, die vor 18 Monaten noch nicht mal im Traum an ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung dachten. Zugegeben, die Anforderungen an die Darlehensvergebung der Banken hatte sich auch in diesem Zeitraum markant verschärft, aber 1.3% auf 10 Jahre fest ...

Die Überhitzung ist noch nicht vorbei!

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Untertan 2.0 16.01.2015, 01:16
202. Die Schweiz hat kein Problem, die Eurozone hat eins

Was den Exporteuer stört, freut den Importeur. Und wie wir Deutschen uns erinnern, kann man selbst mit einer starken Währung Exportweltmeister werden. Auch die Deflation ist nicht das Problem, zu dem es gerne hochgeschrieben wird. Die Leute kaufen ja nicht weniger Essen oder tanken weniger Benzin, weil es in Zukunft billiger werden könnte. Was gebraucht wird, wird auch gekauft, was nicht gebraucht wird, sollte sowieso nicht gekauft werden...

Was aber passieren wird, ist das der Euro bald nur noch den Wert von bedrucktem Klopapier hat. Dann können zwar einige wenige Unternehmen ganz dolle exportieren, aber wir sind dafür bettelarm geworden!

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Euclid 16.01.2015, 01:17
203. Totaler Unsinn

Zitat von chb_74
Genau das würde übrigens auch bei einer Rückkehr Deutschlands zur D-Mark passieren: aufgrund der Stärke relativ zu vielen anderen Währungen würde die D-Mark sofort stark aufwerten gegenüber den anderen europäischen Währungen oder einem Rest-Euro und schlagartig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stark reduzieren. Druck auf Löhne und Gehälter wäre die Folge, starke Rationalisierung, noch viel stärkeres Verschwinden einfacher Arbeitsplätze, die nicht mehr ihre Kosten erwirtschaften, etc. pp. Ob sich das langfristig wieder anders einpendelt, ist eine andere Frage, aber kurz- und mittelfristig hätte Deutschland das gleiche Problem, wie die Schweiz jetzt bekommen könnte. Schon bei der letzten starken Franken-Aufwertung war es so, dass diverse Firmen (z.B. Hoffmann-LaRoche) mit ihrer Schweizer Produktion operativ Verlust gemacht haben, was auch globalisierte Firmen nur vorübergehend durchhalten (wollen). Mal sehen, wo und wann die Bereinigung jetzt stattfinden wird. Es könnte z.B. zu einem deutlichen Sinken der Löhne führen, bei nicht im gleichen Maß sinkenden Preisen.
Wir haben mit starker D-Mark besser gelebt als mit dem Euro. Dies beweist doch das Gegenteil der in dem Beitrag vertretenen Meinung. Wirklichkeit widerspricht Meinung. Nachdenken bitte.

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Euclid 16.01.2015, 01:24
204. Was soll das ganze.nicht

Ich verstehe, als Deutscher, die Aufregung der Deutschen nicht. Die Schreihaelse sollte besser nachdenken und dem Beispiel der Schweiz folgen und zur DM zurueckkehren, damals ging es uns allen besser als beim Euro. Die Schweiz hat getan was fuer den schweizer Buerger richtig ist.

Nehmen sie sich ein Beispiel Frau Merkel und Herr Schaeuble

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Globetrotter10 16.01.2015, 04:28
205. Kapitulationserklärung wenn ich das schon lese

Die Schweizer Banken sollten bloß nun nicht so tun als hätten sie sich geopfert und gingen nun am Krückstock.
Dass die Schweiz Euro gekauft hat um den CHF zu stützen und ihren Export anzukurbeln ist klar und auch verständlich.
Aber sie ist nicht auf den fallenden Euros sitzen geblieben, denn mit diesen hat sie sich billigst in teure Unternehmen des Euromarktes eingekauft wo sie nun Anteilseigner ist und sie hat zudem ihren Export gestützt.

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cosy-ch 16.01.2015, 07:05
206. Ihr Titel stösdt auf

Bisher hat der CHF unfreiwillig den EUR gestützt und stabilisiert. Wir Schweizer häufften unglaubliche Risiken an in Form der Euro und Dollar Schuldbriefe. Famit ist jetzt erst mal Schluss-zumindest die vorhersehbare Art des Zugzwangs. Der CHF wurde seit Einführung des Caps zumindest dreimal "getestet" oder auf gut Deutsch angegriffen. Es gibt im Devisen-und Rohstoffmarkt Cowboys, die ohne Skrupel Substanz aus ganzen Volkswirtschaften ziehen, mit fast krimineller Energie. Das ist vermutlich auch der Grund, warum der Schritt unangekündigt vollzogen wurde.

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spon_1636547 16.01.2015, 07:42
207. Schwacher Euro

Dass die SNB die Stützungskäufe des Euro aufgegeben hat, war absolut notwendig, weil bekanntlich die EZB in den kommenden Wochen und Monaten riesige Summen an Euros auf den Markt werfen wird. Das hat zur Folge, dass der Euro noch weniger Wert haben wird, als er es schon heute ist. Das wiederum spricht nicht wirklich für eine wirtschaftlich starke Euro-Zone. Die Konsequenz wird sein, dass die Schweizer Wirtschaft noch mehr Güter und Waren ausserhalb der Euro-Zone importieren und exportieren wird. Es geht nämlich oftmals vergessen, dass die florierende Weltwirtschaft vor allem ausserhalb der Euro-Zone stattfindet. So haben im letzten Jahr die Exporte aus der Schweiz nach Fernost erstmals knapp die 50%-Grenze erreicht. Tendenz steigend. Ein schwacher Euro mag für Konsumenten ja was gutes sein, die Signale, welche ein zerfallender Euro ausstrahlt, verheisst aber definitiv nichts Gutes.

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wladimir.andropowitsch 16.01.2015, 08:07
208. Das ist ein wirkliches Unglück, eine historische Katastrophe

Allein der Gedanke, dass nun die Neuen Edlen des Neuen Deutschland mit seiner Neuen Sozialen Marktwirtschaft und den imposanten und herausragenden Exzellenzen/-innen sowie den vielen, vielen Elit'ariern/-innen' unseres Neuen Führungs-, Leistungs- und Lenkungskräftesektors sowie all die brilliantinierten und alerten Scheinleistungsträger unseres Neuen Finanzspekulations- und -anlagenbetrugssektors nun sooooooo unglaublich viel Geld verlieren, wenn sie für teuer Dollar nach LA, SF, Nola oder NY jeten, um sich mit all dem schönen und einmal so supergeil günstigen label stuff einzudecken, die sie bei der Rückkehr in Frankfort so toll in all den bags von den inshops herum zeigten.

Wirklich, fast will mein Herz weinen.

Nur einer der lacht sich gerade einen ziemlich dicken Ast. Der Rösler Martin (der heisst der mit Vornamen anders), der hat ja beim Herrn Schwab aus Cologny/Genf diesen tollen Job als Haushofmeister ergattert hat und mit Schweizerfranken für all seine tollen Leistungen entlohnt wird, weil er ja als Mediziner für so einen Job ganz unzweifelhaft einzigartig qualifiziert ist, denn "Können? Können muss nicht sein! Kennen! Kennen muss sein!".

Und dieses geniale Leistungsprofil hat ja der Schwab Klaus mit all seien herausragenden Abschlüssen des Dr. sc. techn., Dr. rer pol. und MPA zwischen 1965 und 1967 sowie seiner exzellenten Professorenstelle in Genf von 1971-2003 ja ganz unzweideutig dokumentiert. Ausserdem beweist sich diese moderne Leistungsfähigkeit in der post-demokratischen und geldherrschaftsdiktatorischen globalen Kommunikationsplattform, die der Schwab Klaus schon 1987 mit dem Einsatz von Millionen von Schweizerfranken installiert hat, dass er wirklich der Ziehvater dieser Neuen Elit'arier/-innen' ist, die wir als für wirtschaftliche und politische Eliten und intellektuelle Vordenker angedreht bekommen. Solche wie der Röslker Martin ja auch einer ist. Gell.
PS: Nein, nein, das ist ja der Rösler Phillip,

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wladimir.andropowitsch 16.01.2015, 08:21
209. Die Citigroup Corporation, New York

hat 2005 und 2006 die Grundsätze und Prinzipien des neuen amerikanischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems in ihren "Industrial Notes" unter den Bannerbegriffen "PLUTONOMY" und "PLUTOCRACY" veröffentlicht.

Dummerweise haben die meisten in Europa diese Docs nicht gelesen, denn hätten sie es, die meisten hätten auch ein Konto bei der Basler Kantonalbank mit den Schweizer Franken, und eben keine Konten bei den vielen Direktbanken, wo sie ihre € geparkt haben, wenn sie denn überhaupt noch über Kapitalbesitz verfügen, was ja in der Folge der geistig-moralischen Wende der Gruppe Kohl-Genscher, der Reform- und Modernisierungspolitik der Gruppen Schröder-Fischer und der Finalisierung der Refeudalisierung Deutschlands durch die Gruppen Merkel-Konsorten statistisch eh nur noch für weniger als 25% aller deutschen Privathaushalte zutrifft, die lt. Stat. Jahrbuch 2008 der BRD, schon im Jahre 2007 über mehr als 75% aller deutschen Privatvermögen verfügten.

Ich habe in der letzten Woche meine Schweizer Franken vom Konto geräumt und in Anteile eines Julius Baer Commodity Funds umgetauscht, weil ich mir mal die Mühe gemacht hatte, die Erkenntnisse gewisser Leute zu studieren, wie z.B.
„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”
- Gebrüder Rothschild, London 1863, Rothschild-Bankendynastie (u.a. Fed)

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