Forum: Wirtschaft
Franken-Freigabe: Schweizer Arbeitgeber wollen Löhne senken
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Die Schweizer Wirtschaft steht nach der überraschenden Franken-Freigabe unter Schock - hat jedoch schon eine Idee, die Währungsstärke auszugleichen: mit niedrigeren Löhnen und längeren Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter.

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citizen_kane 18.01.2015, 17:06
100. @happy2010

Zitat von happy2010
Ein Unternehmen kann nur dann hohe Löhne bezahlen, wenn nach Abzug der Steuern genug Kapital übrig bleibt.
Wow! Da ist ja richtiger betriebswirtschaftlicher Sachverstand am Start!

Sie haben aber was wichtiges vergessen: Unternehmer und (ggf.) Kapitalgeber wollen auch Geld sehen. Wie dieses Geld zwischen beiden (Arbeitnehmer und Unternehmer bzw. Kapitalgeber) verteilt wird, ist die wesentliche Frage. Letzteres lassen Sie aber geflissentlich weg.

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kjartan75 18.01.2015, 17:08
101.

Zitat von schümli
als Deutschland. Das wird auch diesmal so sein. Die internationalste und innovativste Wirtschaft europas schafft das schon und der Neid und die Schadenfreude der Deutschen ist lächerlich. Selbst auf einem untergehenden Boot aber wie immer alles gross und toll in Selbstüberschätzung. In Hundert Jahren x Totalcrashs gefahren aber auf andere zeigen. Wahnhaft ist das. Dieses System wird sich anpassen wie es immer tat. Die Arbeitslosigkeit vielleicht zunehmen? Kann sein. Um das deutsche Niveau zu erreichen kann sie locker 2-3% zunehmen. Wir werden in ein-zwei Jahren sehn wer besser da steht.
Wäre schön, wenn die Schweizer mal öffentlich eingestehen würden, woher sie eigentlich das ganze Geld haben...die Schweizer waren gnadenlose Nutznießer der NS-Zeit. Das wird ja gerne totgeschwiegen.

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GoBenn 18.01.2015, 17:09
102.

Zitat von Walther Kempinski
Wir sollten Spendenkonten und Lichterketten für die armen schweizer Arbeitnehmer einrichten. Die kriechen ja sowas von auf dem Zahnfleisch. Nunja, ich würde sofort mit einem Schweizer tauschen, selbst wenn man bei dem das Gehalt um 30% kürzen würde. Das wäre immernoch ein dicker Batzen mehr als das was ich kriege. Nun rächt es sich eben...die Schweizer haben sich durch Isolationismus einen netten Platz im Herzen Europas gesichert, ohne dabei an Europa teilzunehmen. Rosinenpickerei wird eben nicht ewig belohnt. Nun kriegen die Schweizer die erste Rechnung. Und ich vermute, dass nachdem die USA das schweizer Bankgeheimnis diskret bombardiert und vernichtet haben, wird dieses Land sukzessive abstürzen. Isolationismus funktioniert nämlich nur so lange, wie man wirklich isoliert ist. Die Schweizer sollten endlich mal aufwachen und die Welt um sich herum aktiv angehen, anstatt sich nur passiv in den Bergschluchten vor Ausländern, fremden Währungen und politischen Umwälzungen zu verstecken. Bestes Beispiel Japan, die haben sich ja bis zum schieren Untergang isoliert im 19 Jhd....irgendwann ist ihnen ein Lichtlein aufgegangen und dann haben sie es übertrieben mit dem Aufholen.
Mal in Zürich einen Kaffee bestellt? Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind angepasst hoch. Für viele Geringverdiener in dem Land (die gibt es nämlich auch) kein kleines Problem.

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53er 18.01.2015, 17:10
103. Und dass es

uns Deutschen sehr gut geht, hat vor Kurzem auch unser
Herr der schwarzen Null festgestellt, daher auch die Pegidademonstrationen. Uns geht es einfach zu gut!
Aber wie champagnerschorle schon sagte: In den Foren äußert sich nur eine kleine Minderheit, er weiss es genau er gehört auch dazu. Nein im Ernst, die meisten Deutschen bewundern die Schweizer für ihre direkte Demokratie und ihren Mut, politische Fehlentwicklungen auf den Punkt zu bringen. ich persönlich glaube auch nicht, dass durch die Franken-Freigabe größere Probleme auf die Schweizer zukommen werden, die gehen das in Ruhe an. Und Immobilien rund um den Bodensee und Äcker und Wiesen im Schwarzwald sind für die jetzt eher Schnäppchen.

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svizzero 18.01.2015, 17:12
104. Schweiz ist nicht Deutschland

Bereits vor rund 10 Jahren hatten wir hier in der Schweiz eine ähnliche Situation. In vielen Betrieben wurden Kurzarbeit, flexible Arbeitsmodelle und freiwillige Lohnkürzungen eingeführt. Warum das Unternehmen schliessen, wenn man an die Zukunft glaubt? Und siehe da, es hat geklappt, weil Arbeitgeber und Arbeitnehmer am gleichen Strick zogen. Tausende von Stellen blieben erhalten, Familien kamen nicht ins Elend und nach der Krise konnten die bewährten Mitarbeiter wieder 100% arbeiten und ihre Erfahrungen gingen nicht verloren. Ich bin überzeugt, das wird auch dieses Mal in ähnlicher Form klappen. Risiken sind immer auch Chancen.

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happy2010 18.01.2015, 17:13
105.

Zitat von freespeech1
Die Schweiz erwirtschaftet pro Kopf einen ähnlich hohen Handelsbilanzüberschuss wie Deutschland. Während beide Länder dies vor allem ihrem Währungsdumping verdanken, kommt in D das Lohndumping hinzu. Das will man jetzt scheinbar auch in der Schweiz kopieren, nachdem das Währungsdumping wegen der großen volkswirtschaftlichen Risiken beendet wurde.
Mit EIN Grund für das Lohndumping sind Steueroasen

Lt ErnstYoung tragen die viel dazu bei, weil Lohndumping die einizig schnell greifende maßnahme gegenüber Steuervorteilen der Konkurrenz darstellt

Als Beispiel Amazon vs Mitberwerber
Über Luxemburg erwirtschaftet Amazon von jedem Euro Gewinn mehr, unterm Strich ist bei gleicher Ausgangsbasis die Profitabilität über Steueroasen bis zu 40% höher

Wenn sich also die Schweiz über Lohndumping im ausland aufregt sollte man nicht vergessen, dass einen teil davon die Schweiz zu verantworten hat

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Justitia 18.01.2015, 17:16
106.

Zitat von schümli
als Deutschland. Das wird auch diesmal so sein. Die internationalste und innovativste Wirtschaft europas schafft das schon und der Neid und die Schadenfreude der Deutschen ist lächerlich. Selbst auf einem untergehenden Boot aber wie immer alles gross und toll in Selbstüberschätzung. In Hundert Jahren x Totalcrashs gefahren aber auf andere zeigen. Wahnhaft ist das. Dieses System wird sich anpassen wie es immer tat. Die Arbeitslosigkeit vielleicht zunehmen? Kann sein. Um das deutsche Niveau zu erreichen kann sie locker 2-3% zunehmen. Wir werden in ein-zwei Jahren sehn wer besser da steht.
Dieser Beitrag ist ja an Komik nicht zu überbieten. Sich selbst in einer Art beweihräuchern, wie dies keiner der deutschen Foristen geschafft hat und dann im gleichen Atemzug anderen Selbstüberschätzung vorwerfen. Weshalb die Schweizer Wirtschaft die "internationalste und innovativste Europas" sein soll, ist wohl Ihr Geheimnis? Falls Sie dies an der Anzahl der Patentanmeldungen messen wollen, dann ist die Schweiz dies ganz bestimmt nicht, denn sie liegt um einge Faktoren hinter anderen Ländern.

Dabei zeigt auch die Aufgabe des Mindestkurses, dass die SNB gegen die Geldpolitik der EZB letztendlich machtlos ist. Die SNB ist an die Grenze ihrer Eingriffsmöglichkeiten gelangt und wird nun einen hohen Frankenkurs auf längere Zeit hinnehmen müssen. Je nachdem auf welchen Niveau sich der Kurs einstellen wird, wird dies in der Schweiz Arbeitsplätze kosten.

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bbär 18.01.2015, 17:17
107. Der getroffene Hund....

Zitat von schümli
als Deutschland. Das wird auch diesmal so sein. Die internationalste und innovativste Wirtschaft europas schafft das schon und der Neid und die Schadenfreude der Deutschen ist lächerlich. Selbst auf einem untergehenden Boot aber wie immer alles gross und toll in Selbstüberschätzung. In Hundert Jahren x Totalcrashs gefahren aber auf andere zeigen. Wahnhaft ist das.
Ich bekomme nicht mit, dass jemand auf die Schweiz zeigt. Einzelpersonen hier im SPON Forum sind nicht repräsentativ. Genau so wenig, wie Einzelpersonen (offensichtlich) aus der Schweiz, die jetzt gegen Deutscheland, Europa und den € hetzen, weil sich die deutsche Wirtschaft jetzt mehr Einnahmen und bessere Exportchancen verspricht, was durchaus legitim ist.
"Der getroffene Hund bellt" sagt man sicher nicht nur in Deutschland. Souveränität geht anders. Eure angebliche Schweizer Höflichkeit aber auch (die ich übrigens bisher kaum persönlich erleben durfte).

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wibo2 18.01.2015, 17:17
108. Uns geht´s zu gut! Meint der Schäuble.

Zitat von Champagnerschorle
Uns Deutschen geht es in Summe fantastisch und die Schweiz ist auch nicht gerade das Armenhaus Europas. Darum bleiben wir lieber auf der Couch und genießen den Sonntag mit der Familie. Franken-Freigabe: Schweizer Arbeitgeber wollen Löhne senken "Die Schweizer Wirtschaft steht nach der überraschenden Franken-Freigabe unter Schock - hat jedoch schon eine Idee, um die Währungsstärke auszugleichen: mit niedrigeren Löhnen und längeren Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter." (SPON)
Die oben vorgeschlagene Strategie stimmt wohl, das könnte funktionieren als eine "Innere Abwertung" wobei in einem Land die Preise und Löhne relativ zu dem Preisniveau anderer Länder sinken.

Die Realwirtschaft der Schweiz ist in den letzten Jahren
schwächer geworden, ihre Konkurrenzfähigkeit international hat sehr gelitten. Wahrscheinlich bleibt der Schweizer realen Wirtschaft deshalb nichts anderes übrig. Rechtzeitig anpassen sollte die Devise lauten, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Wenn die Löhne gekürzt werden, sinken die Preise, z.B.
in der Gastronomie und dem Tourismus. Der Binnenmarkt wird aber durch solche Maßnahmen auch schwächer.

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kuac 18.01.2015, 17:19
109.

Demnächst auch H4 Reform in der Schweiz?

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