Forum: Wirtschaft
Franken-Freigabe: Schweizer Börse stürzt ab
REUTERS

Investmentmanager sprechen von einem Gemetzel: Die Schweizer Zentralbank deckelt den Kurs des Franken nicht länger, Aktienkurse in der Eidgenossenschaft stürzen in die Tiefe. Auch der Euro gerät massiv unter Druck.

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hensslen 15.01.2015, 14:04
30. Dollar stürzt gegenüber Franken (-14,20 %)

Pfund stürzt gegenüber Franken (-14,10 %)
Euro stürzt gegenüber Franken (-14,60 %)

Da soll noch einer sagen "Die Schweiz exportiert auch viel in USA und UK".
Mag sein, aber wohl auch bald da nicht mehr viel. Autsch, da hat die Schweizer Notenbank wohl Geister gerufen welche sie nicht mehr bändigen kann.

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Redigel 15.01.2015, 14:04
31. Dr.

Zitat von nord1icht
Der Euro ist nur minimal gefallen (z.B. ggü. dem US-Dollar), sondern der Franken gestiegen wie ein losgelassener Ballon.
Das kapieren hier die wenigsten... Es gibt hier echt Leute, die meinen die SNB hätte den Euro in die Knie gezwungen... Bei soviel Bauernschläue braucht man sich über die "Der Euro ist nun aber wirklich am Ende" und "Nachdem ich schon seit 10 Jahren in regelmäßigen Abständen vom Euro-Untergang predige, wird es diesmal aber wirklich der Untergang..."-Gedöns.

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basiliusvonstreithofen 15.01.2015, 14:04
32. Es ist davon auszugehen....

.....dass die Schweiz als sicherer Hafen anzusehen ist, weil in Kürze in Europa den Leuten die Fetzen um die Ohren fliegen.

Die Welt sucht einen sicheren Hort, wo man sich und sein Vermögen verstecken kann, wenn anderernorts das Pulverfass gezündet wird.

Wir stehen mehr oder weniger vor einem Krieg in Europa, weil es sonst keinen Ausweg mehr geben wird.

Die neutrale Schweiz war schon immer Nutznießer von Waffengängen um sie herum. Deutschland wird einmal den größten Blutzoll im Schützengraben zahlen müssen.

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gandhiforever 15.01.2015, 14:05
33. Verluste, Verluste, Verluste

Der SMI bricht um 10% ein, Boersenwerte von rund 100 Mia Dollars vernichtet.

Es muss sensationell klingen, und weil dem so ist, muss man eben auch falsch rechnen!

In sfr. gerechnet haben Holcim und co rund 10% ihres Wertes verloren. Aber in $ gerechnet haben sie nicht verloren, sondern zugelegt, weil die US-Waehrung um mehr als 10% gegenueber dem Franken gesunken ist.

Der Schritt der Notenbank hat mich nicht ueberrascht, schon seit Wochen wurde ueber das Thema diskutiert. Nun ist die Koppelung an den Euro gefallen.

Die schweizer Wirtschaft wird mit der Aufwertung mehrheutlich fertig werden, so wie in der Vergangenheit auch.

Die Entwicklung des Wechselkurses reflektiert die schweizer Qualitaetsarbeit.

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tonihormoni 15.01.2015, 14:05
34. keine Balla-Balla-, sondern eine höchst rationale Entscheidung

Zitat von Alexander Teeee.
Wieder mal eine BallaBalla-Entscheidung einer Zentralbank, wie ich das gar nicht vermisst habe. Also nächster in der lustigen Runde dürfte die BoJ folgen, die mit ähnlich dummen Kampfansagen den big boys ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Schade, dass, obwohl das alles ziemlich leicht nachvollziebar ist, unter Otto-Normalverbraucher immer noch genug Dumme zu finden sind, denen man das Geld leicht aus der Tasche ziehen können. Gerade vorhin hier im Forum wieder gelesen, dass jemand sogar noch zum Kauf von Schweizer-Aktien gratuliert hat und das war nicht ironisch gemeint. Selten so gelacht....
Sie haben leider gar nichts von der Materie verstanden. Warum sollte die Schweizer Zentralbank einen Euro stürzen, der sich - dank Draghi - im freien Fall befindet? Würde nur unnötig Schweizer Geld vergeuden.

Die Dummen sind die europäischen Steuerzahler, die die Suppe (vgl. Kursverhältnis EUR : SF gestern und heute) auslöffeln müssen.

Die Schweizer Wirtschaft wird kurz fluchen, sich dann dank ihrer Weltmarkt-Orientierung auf die neuen Verhältnisse einstellen, und über den Vermögensverlust ihrer Euro-Nachbarn nur kopfschüttelnd wundern.
M. Maier

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gripsy 15.01.2015, 14:06
35. die kleine Schweiz...

Weil er durch Fluchtgeld aufgebläht ist, ist der Franken eine "große" Währung. Aber man muss doch auch sehen, dass hier in den Kommentaren der Schwanz mit dem Hund wackelt. Der Franken ist von der Bilanz her doch viel viel kleiner als der Euro. D.h. der Franken ist deutlich gestiegen. Der Euro jedoch bei weitem nicht so signifikant abgestürzt. Das sieht man ja auch am Verhältnis EUR/USD bzw. EUR/JPY. Da hat sich nicht besonders viel getan...

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duke_van_hudde 15.01.2015, 14:06
36.

Damit ist die Schweiz aus dne Euro ausgetreten indem sie quasi mit der Eurobindung eingetreten ist. Das sie jetzt schnell handeln mussten war klar den die Zeichen beim EUGH stehen auf Staatsfinanzierung durch die EZB und damit kann die Gelddruckmaschiene richtig angeworfen werden.

Das der Spass den Schweizern 50 -60 MRd Franken wert ist zeigt wie stark sie die Risikien bewereten. Den ihre ganzen Eurobestände müssen sie jetzt massiv abwerten.

Der grosse Vorteil ist das wenn die EZB jetzt Anleihen kaufen will die Schweiz ihr ganzes Zeug überhaupt noch losschlagen kann. Den Anleihen für 500 MRd Euro bekommt man sonst nciht wirklich verkauft.

Eine zwar sehr teure Poltik aber so haben sie ihre Freiheit wieder und ein Ende mit Schrecken isth alt besser wie ein Schrecken ohne ende. Ok unsere Elite sieht das anders aber da vertraue ich doch eher auf die Schweizer Elite.

Tja und die Schweizer jetzt handeln mussten und nicht auf das Wochenede warten konnte ist klar den sie erwarten das die EZB die Katze an diesen Wochenende herauslässt.

Was ich mich frage was denkt Dragi klar er will den Euro abwerten aber das die SNB klar sagt das sie die Politik für extrem gefährlich halten ist ein starkes Wort und könnte massive Krtik mit sich bringen.

Zu dne Verlusten am Scheweizeraktienmarkt. Die Aktien die ich dort besitze( ok sind nur ein paar Stück einer Firma) sind in Euro schön gestiegen auch wenn sie in Franken natürlich gefallen sind.

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Sarastro 15.01.2015, 14:07
37. Abwarten

Zitat von Alexander Teeee.
Wieder mal eine BallaBalla-Entscheidung einer Zentralbank, wie ich das gar nicht vermisst habe. Also nächster in der lustigen Runde dürfte die BoJ folgen, die mit ähnlich dummen Kampfansagen den big boys ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Schade, dass, obwohl das alles ziemlich leicht nachvollziebar ist, unter Otto-Normalverbraucher immer noch genug Dumme zu finden sind, denen man das Geld leicht aus der Tasche ziehen können. Gerade vorhin hier im Forum wieder gelesen, dass jemand sogar noch zum Kauf von Schweizer-Aktien gratuliert hat und das war nicht ironisch gemeint. Selten so gelacht....
Mal sehen, wer in 5 Jahren lacht.
Wer wegen einer solchen Korrektur Panik bekommt, sollte besser wieder zu seiner Sparkasse gehen.

Große CH-Konzerne sind nach wie vor "BlueChips".
Da müsste viel passieren, bis ich dummer "Otto-Normalverbraucher" auch nur einen einzigen Rappen abgebe.

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hefe21 15.01.2015, 14:09
38. Pöhse Börsenwerte

Nur angemerkt, weil beim SPIEGEL mal Leute mit Ahnung gesessen haben (mit dem Höhepunkt 70er Jahre): es gab, gibt und wird sie nie geben, die "Börsenwerte". Das ist ein angloamerikanisches Vermögensvortäuschungswort. Es gibt an den Aktienmärkten, wie an jedem Markt nur "Preise". Jeder kann jeden Tag entscheiden, eine Ware auf diesem Markt zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Heute gibt es bestimmte schweizer Aktienwaren günstiger als gestern. Morgen kann der Preis wieder auf Vorvortagsniveau sein. Nirgendwo ein Wert, den man aufrechnen könnte. Mit keiner Ausgangssumme und keinem Ausgangszeitpunkt. Das Unwort des Jahres greift hier nicht - Deppenpresse würde die vorsätzliche Gedankenverweigerung eher bezeichnen.

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kreisklasse 15.01.2015, 14:10
39. Konsequenzen verstanden?

Was ist eigentlich passiert. Die Schweizer Zentralbank hat die eigene Währung bislang künstlich geschwächt und so die Exportchancen der Schweizer Wirtschaft hoch gehalten. So etwas kann gegen die Märkte (und damit gegen die expansive Geldpolitik Draghis) nur eine begrenzte Zeit durchgehalten werden.
Und nun?
Die Exportchancen der deutschen Wirtschaft haben weiteren Auftrieb bekommen. Wettbewerbsangebote Schweizer Unternehmen sind von einem Tag auf den anderen deutlich teurer.
Und was passiert deutschen Anlegern, die in der Schweiz investriert haben. Erst einmal nichts. Denn dem Börsenkursverfall steht die höhere Kaufkraft des Franken in Euro gegenüber.

Mittelfristig sollte man allerdings aus Schweizer Investments aussteigen. Denn nun kommt der Wechselkursmechanismus in Gang, der freie Märkte ins Gleichgewicht führt. Die Schweiz ist nicht mehr wettbewerbsfähig und verkauft kaum noch etwas auf Exportmärkten. Damit fällt auch die Nachfrage nach Franken und damit der Preis der Währung. Was dann den Euro wieder steigen lässt....
Kein Grund für Panikattacken.

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