Forum: Wirtschaft
Frankreichs Prestigebahn TGV: Mit 320 km/h in die roten Zahlen
AP

Der Hochgeschwindigkeitszug TGV galt mal als Aushängeschild französischer Produktion. Vorbei - die Tickets sind teuer, die Kunden bleiben weg. Schuld an der Misere ist paradoxer Weise der einstige Erfolg.

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syracusa 31.10.2014, 11:53
70. teure Tickets?

TGV Tickets kosten ungefähr 30% weniger als deutsche ICE-Tickets. Es gibt weltweit keine teurere Bahn als die deutsche.

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christiana.springer 31.10.2014, 11:53
71. Zu teuer?

Also ich finde überhaupt nicht, dass die Preis in Frankreich zu hoch sind!
Ich selbst habe kein Auto und bin daher auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Hier in Deutschland ist das Reisen per ICE für mich als Studentin nicht zu bezahlen, während ich i Frankreich mit dem TGV relativ günstig weite Strecken. Auch findeich den Service einfach super. Vor allem der Onlineauftritt ist echt super, den bei der deutschen Bahn ist unterirdisch. Außerdem muss man in Frankreich beachten, dass diese eine hohe Mautgebühr haben daher ist auch dort das Autofahren nicht so günstig wie hier.

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paulhaupt 31.10.2014, 11:53
72. Ich finde ...

es immer zum Fremdschämen, mit welch spöttischer und überheblicher Attitüde es in Deutschland gesehen wird wenn man in anderen Ländern stolz auf das, wohlgemerkt auf Grund eigener Leistung, Erreichte ist. Nein, wir Deutschen schämen uns ja für alles was wir machen zu Tode und erwarten, daß alle Anderen das auch tun.

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hjm 31.10.2014, 11:53
73.

Zitat von Uban
.. die Franzosen: Mit einem Zug Land/Wirtschaft revolutionieren ! Jemand muss denen erzählen, dass die Zeiten schon seit 200 Jahren vorbei sind...
Wieso?

Wenn man den Artikel richtig liest, steht da nichts anderes drin, als dass genau dieses Prinzip auch heute noch funktioniert. Der marktgläubige, kennzahlenfixierte und alles staatliche verachtende Autor formuliert das nur ein bisschen anders.

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metastabil 31.10.2014, 11:55
74.

Zitat von rheinbund
Zu Ihrer Information: Die Folgebeschaffungen für den EUROSTAR beinhalten nur ein paar Velaro Garnituren, neben Alstom Zügen!
Nö, die momentane Flottenerweiterung der Eurostar Group besteht aus zehn Triebzügen auf Velaro-Basis. Alstom liefert keine neuen Züge, da sie die Ausschreibung 2010 gegen Siemens verloren haben.

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francoilgatto1! 31.10.2014, 11:57
75.

Zitat von HARK
... und ohne jeden Sachverstand geschrieben. Schade, ich hätte gerne erfahren, was die echten Probleme des TGV-Betriebs sind, außer Profilierungssüchte von Lokalpolitikern. So etwas kennen wir aus Deutschland ja überhaupt nicht. Und es ist im übrigen normal, dass Hochgeschwindigkeitszüge in entlegenen Regionen der Bretagne nur langsam unterwegs sind. Schon mal ICE zwischen Mannheim und Saarbrücken gefahren? Der Bau einer entsprechenden Trasse würde sich kaum rechnen. Der Autor verschweigt jedoch, was die Alternative wäre: Der Zug fährt nur bis nach Rennes - die Hauptstadt der Bretagne - und dann heißt es: umsteigen in eine Bummelbahn. So haben die Franzosen wirklich von fast jedem halbwegs bedeutenden Ort eine Direktverbindung nach Paris. Und der zug nimmt dann auch Tempo auf... Ansonsten wären auch noch die Vorzüge des TGV-Systems zu nennen: Marseille-Paris in 3 Stunden z.B.! Die Strecke kann man durchaus mit Hamburg-München vergleichen. Wie lange braucht da der ICE? Vergessen Sie's! Für Geschäftsreisende bleiben da nur LH oder AB als Alternative. Spannend wäre jedenfalls zu erfahren, ob Routen wie Paris-Marseille laut Rechnungshof nicht profitabel sind - oder eher doch der Bau des TGV-Bahnhofs "Lorraine" mitten auf der grünen Wiese - und ohne vernünftige Anbindung an die benachbarten und nicht ganz unbedeutenden Städte Metz und Nancy. (Quasi das frz. Montabaur).
Sie können vielleicht Hamburg mit Marseille vergleichen, aber bitte nicht Paris mit München.. Wir haben in Deutschland eine mittelstädtische, föderalistische Struktur. Hierzulande fährt man nicht nach Berlin, um als Teil aus der zweiten Führungsreihe mit dem obersten Chef zu parlieren. Hier fährt der Richter vom Verfassungsgericht in Karlsruhe zum Kollegen vom Arbeitsgericht in Leipzig. Die Führungsetage von Mercedes sitzt in der Mittelstadt Sindelfingen, und in Berlin hat man eine Dependance und nicht umgekehrt. Deutschland ist föderalistisch. Nehmen sie eine Karte und fahren sie sagen wir mal 400 km darauf ab, mal in Deutschland, mal in Frankreich. Das bedeutet etwa Strasbourg - Bauernhof - Ententeich - Paris, in Deutschland etwa Mannheim, Worms, Mainz, Koblenz, Köln, und wohl noch weiter. Und diese Städte sind Industrie- und Dienstleistungszentren. Da gibt es nun mal ein paar Leute zum mitnehmen.

Ich möchte doch mal darauf hinweisen, dass die Eisenbahn in Frankreich mehr Unterstützung erfährt als hierzulande. Es wäre in Frankreich undenkbar, dass sich auf einem Bahnhofsturm das Firmenzeichen eines Autoherstellers dreht. Wenn also künftig in Stuttgart die Züge unterirdisch halten - wird man von der Bahn nichts mehr sehen, dafür aber auf dem Bahnhofsturm, einem Wahrzeichen Stuttgarts, den Mercedes-Stern, wie seit Jahrzehnten. Na, noch Fragen. Ein Volk, das so etwas zuläßt, hat Verspätungen verdient, keine schnellen Verbindungen.

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francoilgatto1! 31.10.2014, 12:05
76.

Zitat von muunoy
Ihren Kommentar verstehe ich nicht. Was soll denn geschehen, damit das Zugfahren in DE besser wird? Das Straßennetz wird nicht subventioniert. Die Autofahrer zahlen jedes Jahr ungefähr das Dreifache dessen an den Staat, was dieser für den Straßenbau und -unterhalt ausgibt. Und wo wird die Automobilindustrie subventioniert? Definieren Sie bitte Subventionen. Das Schienennetz wird dagegen in der Tat aus dem allg. Steueraufkommen quersubventioniert (wie auch in Frankreich). In Japan ist der komplette Schienenverkehr in privater Hand. Und da klappt es erheblich besser. In UK hingegen klappt es erheblich schlechter. Somit kann man pauschal wohl nicht sagen, was hier besser wäre. Die Missstände bei der DB liegen meiner Meinung nach am starken Einfluss der Politik begründet. Das ist ja auch der Grund für die kuriosen ICE-Haltestellen, die hier andere Foristen schon ansprachen.
Den Einfluss der Politik sollte man vielleicht auch definieren, vielleicht in diesem Fall als Talfahrt des schienenmäßigen Sachverstands. Es lebe das alte Preußen, die Preußen wußten, wie man plant und verwaltet. Politiker von heute wollen wohl nur noch Denkmäler und Landmarken setzen, der Bf Montabaur ist ein Beispiel dafür.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 31.10.2014, 12:07
77. Was jetzt?

Gewinn oder Verlust? Das geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor. Ein Gewinn der nicht expotentiell ansteigt oder sich gar auch mal schmälert ist immer noch ein Gewinn. Niedrige Preise sind gut. Sollte die DB auch mal machen. Wer kann sich schon noch das Reisen mit dem Zug leisten, und will dies überhaupt beim derzeitigen Fernbusangebot? Rein technisch gesehen ist die Eisenbahn natürlich effizienter, aber im aktuellen Marktgeschehen spielt technische Effizienz eine zunehmend unbedeutendere Rolle.

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doc.nemo 31.10.2014, 12:08
78. Trumpf verspielt

Die Bahnmanager aller Länder begreifen es nicht: Sie wollen unbedingt dem Flugzeug Konkurrenz machen, aber Bahnfahrer sind nicht bereit, Lufthansa-Preise zu bezahlen. Die Bahn verspielt leichtfertig ihren größten Trumpf: Zuverlässig und pünktlich bis ins Zentrum der Städte zu fahren. Stattdessen zwingen sie den Reisenden anfällige fahrende Flugzeuge auf.

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francoilgatto1! 31.10.2014, 12:11
79.

Zitat von kumi-ori
Der TGV ist keines Wegs gescheitert. Der Staat bietet seinen Bürgern ein schnelles und komfortables Beförderungsmittel.Was soll daran schlecht sein? Das ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit eines Staats. Ob die Bahn Gewinne macht, ist zweitrangig. Die Polizei macht schließlich (hoffe ich) auch keine Gewinne. Nach unserer EU-Denke muss bei allem ein Gewinn herausspringen, obwohl Deutschland nicht wirklich zu den ärmsten Ländern zählt. Verkehrssystem (Nah- und Fern-), Gesundheitswesen, Schwimmbäder und Sportstätten. Deshalb ist alles auf Kante genäht und deshalb gibt es immer mehr Ausfälle (jüngstes Beispiel: Sterilisations-Skandal im Klinikum Mannheim). Deshalb braucht der ICE bei uns für die 400 km München-Frankfurt 3:15 Stunden. Der TGV hätte diese Strecke locker in einer Stunde geschafft.
dazu müßte er wohl mehr als 400 km/h erreichen. Rechnen ist nicht jedermanns Sache...

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