Forum: Wirtschaft
Frauenquote für Vorstände: EU-Kommissarin will männliche Machtzirkel knacken
dapd

EU-Kommissarin Viviane Reding verschärft ihren Plan für eine Frauenquote. Die Vorgabe soll nicht nur für Aufsichtsräte gelten, sondern auch für Vorstände - also die wirklich mächtigen Manager. Die Politikerin zieht damit die richtigen Lehren aus dem Beispiel Norwegen: Halbherzige Schritte reichen nicht mehr.

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Matzimaus 19.10.2012, 15:22
10. So koennte ihre Meldung lauten ;)

"Deutschenquote fuer EU-Kommission:

EU-Kommissarin will luxemburgische Machtzirkel knacken. Luxemburger sind in der EU-Kommission deutlich ueberrepraesentiert."
Stimme einem Vorredner zu, dass es sich hier um Frauenpolitik und nicht um Gleichbereichtigung geht, wenn man mit einer Ergebnisquote aufwartet. Chancengerechtigkeit wird ex ante, nicht ex post, verwirklicht.

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hxk 19.10.2012, 15:22
11. Aber bitte konsequent!

Wenn schon eine Frauenquote, dann aber richtig! Zuerst muss sie in allen Parteien und in der gesamten öffentlichen Verwaltung eingeführt werden.
Wenn Bürokraten sich erdreisten privaten Unternehmen vorzuschreiben, wer diese führen darf, sich selbst aber von derartigen Regeln ausnehmen, dann ist dass so verlogen wie das Rauchverbot in Kneipen in NRW, während es im NRW-Landtag Raucherräume gibt.

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rainbowman1 19.10.2012, 15:22
12.

Zitat von wohei-dho
...wären, wie von (ganz bestimmten) politischen Kreisen und der deutschen Systempresse behauptet wird, dann wäre es doch ein Klacks für die Frauen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. D. h., sie könnten doch Unternehmen wie BMW, Siemens, Google, Microsoft und ähnliches in Null-Kommo-Nix aus dem Boden stampfen und sich an ihrer Kompetenz und ihrem Erfolg berauschen. Warum machen unsere genialen Frauen sowas nicht? Warum brauchen Frauen eine Quote, um sich an die Spitze von Unternehmen zu mogeln? Eigenartig.
Ja, in der Tat könnte man nach über 40 Jahren angeblicher Emanzipation mal fragen wo denn die entsprechenden weiblichen Strukturen bleiben.
Die Kärrnerarbeit den Männern zu überlassen, und dann in den männlich geprägten Strukturen Quoten zu fordern, hat mit Emanzipation überhaupt nichts zu tun, viel eher mit Rosinenpickerei.

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eigene_meinung 19.10.2012, 15:24
13. Wahnsinn

wirklich ein toller Vorschlag. In Ingenieur-Unternehmen wie Siemens, BMW, etc., in denen fast nur Männer beschäftigt sind (weil Frauen sich meist davor scheuen, den Beruf des Ingenieurs zu ergreifen), sollen also 40 Prozent der Vorstandsposten (und bald auch der sonstigen Führungsposten) von Frauen besetzt werden. Viel Spaß bei der Suche!

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okokberlin 19.10.2012, 15:25
14.

Zitat von 1Piantao
So isses. Wie muss sich eine Frau vorkommen die nur auf Grund ihres Geschlechts in einen Posten gehievt wurde? Das kann ihr letztendlich nur peinlich sein. Oder anders ausgedrückt: Wirklich kompetente Frauen lehnen doch die Frauenquote ab, oder ?
ich kenne jetzt die quote in der politik nicht - aber gefühlsmäßig und per überschlag gerechnet :in der bundesregierung oder in den parteien ist die quote mit inkompetenten männern und frauen gut erfüllt.

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okokberlin 19.10.2012, 15:27
15.

pps: die dax konzerne machen letzlich nur einen kleinen bruchteil der wirtschaft aus.

der große teil sind mittelständler, familienbetriebe- aber das schafft die EU auch noch.

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philkopter 19.10.2012, 15:28
16. optional

der entscheidende satz ist folgender: " Doch die wenigen für geeignet erachteten Kandidatinnen sind stark gefragt."

Schaut man sich deutsche Dax Unternehmen an, dann sind diese vorwiegend im Automobilbau/Chemie usw vertreten. Wo sollen denn die Ingenieurinnen herkommen für die Vorstände? Bei einer Quote von etwa 10% Studentinnen in solchen Fächern? Wir können ja nicht erwarten, dass demnächst bei Daimler eine Sozialwissenschaftlerin als Forschungsvorstand sitzt oder? Der Punkt ist, dass Frauen tendentiell Fächer studieren, die in den großen Firmen nicht so gefragt sind wie klassische Männerstudiengänge. Und es ist nunmal so, dass in den Vorständen vorwiegend Leute hocken, die seit ihrem Studium mit der Materie zu tun haben, sprich Maschinenbau/E-Technik usw studiert haben. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass alle Personalvorstände Frauen sind und dadurch in diesem Bereich Männer exakt garkeine Chancen haben, denn dieser Posten MUSS dann mit einer Frau bestzt werden um die Quote zu erfüllen. Man sollte nicht ideologisch irgendeine Quote einführen und diese den Unternehmen aufzwängen, ohne deren Struktur vorher zu betrachten. Natürlich kann eine Quote in manchen Ländern gut sein und für einige Unternehmen ist sie auch garkein Problem, bspw. Dienstleistungsunternehmen, aber wie das in einem Unternehmen der Schwerindustrie funktionieren soll ist mir ein Rätsel, da dort in der gesamten Belegschaft naturgemäß weniger Frauen arbeiten. Der einzige Weg ist dort meiner Meinung nach eine Bevorzugung der wenigen Frauen mit Fachausbildung, da dürfen wir uns auf die ersten Klagen von Männern freuen.

P.S. Ich wäre übrigens wenn dann für eine 40% Quote für das jeweils andere Geschlecht. Es gibt nämlich auch Unternehmen, oh wunder, die von Frauen beherrscht werden. Nochmals oh wunder, vor allem im Medienbereich.

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bewusst_sein 19.10.2012, 15:28
17.

Zitat von sysop
EU-Kommissarin Viviane Reding verschärft ihren Plan für eine Frauenquote. Die Vorgabe soll nicht nur für Aufsichtsräte gelten, sondern auch für Vorstände - also die wirklich mächtigen Manager. Die Politikerin zieht damit die richtigen Lehren aus dem Beispiel Norwegen: Halbherzige Schritte reichen nicht mehr.
In Norwegen sind sie schon viel weiter. Dort gibt es derzeit eine Debatte über Sinn und Unsinn des Gender-Mainstream, das erste "Wissenschaftliche Institut" zur "Erforschung" dieses politischen Okkultismus ist bereits dicht gemacht. Vielleicht sollte sich Frau Reding mal um ihre Gleichstellungsideologie (Gender Mainstream!) kümmern.

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kippelman 19.10.2012, 15:28
18. Quote

ist eine entsetzliche Dummheit. Aber das sieht man ja bei allem ideologisch verkrampften Polit-Irrsinn. Unisex-Tarife in der Versicherung sind genauso ein Quatsch, die staatliche Energieplanwirtschaft ebenso.

Mein Fazit: wir sollten mindestens 50% aller Politiker sofort in Hartz-IV entlassen um von derart dämlichen Vorschlägen verschont zu bleiben.

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lotoseater 19.10.2012, 15:30
19. Depression als Grund für die gläserne Decke?

Zitat von http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/psyche-patienten-mit-depression-fuehlen-sich-diskriminiert-a-861871.html
Dabei entsteht die Barriere teilweise bereits in den Köpfen der Betroffenen: Ein Viertel verzichtete auf eine Bewerbung, ein Fünftel der Befragten hat sich nicht für eine Ausbildung oder Schulungsmaßnahme beworben. Nicht alle Patienten, die sich vor einer Diskriminierung fürchten, erleben diese auch: Von 316 Befragten, die eine Diskriminierung bei der Arbeitssuche oder im Beruf erwarteten, erlebten 147 (47 Prozent) kein solches Ereignis.
Verknüpft man dies mit der Tatsache, dass im Schnitt etwa doppelt so viele Frauen wie Männer eine Depression zeigen, könnte dies zumindest teilweise ein Grund für die "gläserne Decke" sein.

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