Forum: Wirtschaft
Freier Handel: Die Weltwirtschaft macht dicht
REUTERS

Weltweit sinkt die Offenheit gegenüber dem Freihandel. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Weltwirtschaftsforums. Deutschland rutscht im Ranking der Wettbewerbsfähigkeit leicht ab.

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GoaSkin 28.09.2016, 00:32
1.

Es macht einfach keinen Sinn, Produkte, die sich überall leicht vor Ort herstellen lassen, durch die ganze Welt herumzuexportieren. Wir brauchen keine amerikanischen Kartoffeln und die Amerikaner brauchen keine europäische Kartoffeln. Was Hightech-Produkte betrifft, sind produktspezifische Handelsabkommen von begrenzter Dauer die sinnvollere Alternative.

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sickandinsane 28.09.2016, 00:39
2. Abhängigkeit

Ich empfinde diese Entwicklung mehr als Segen als Fluch. Die Globalisierung bringt mehr Verlierer als Sieger hervor. Außerdem denke ich, dass es gefährlich ist sich von so vielen Partnern abhängig zu machen.

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zudummzumzum 28.09.2016, 00:51
3. Kein größeres Schiff ohne Schotts, kein größeres Haus ohne Brandschutzmauern ...

... und genauso ist es auch richtig und wichtig, dass der Handel, genauso wie der Personenverkehr, nicht zu frei ist. Den Staaten muss es möglich sein, auch mal "die Schotten dicht zu machen", wenn die Gefahr besteht, dass ein Schadenfall sich zu weit ausbreitet.

Ich empfinde den Gedanken des freien Kapitalverkehrs schon als absurd. Auch das Kapital sollte nicht "freier" fließen können als Güter, und diese auch nicht freier als die Menschen. Und dass bei den Menschen kontrolliert wird, ist ja auch bei den extremsten Befürwortern des Freihandels völlig unbestritten.

Wenn sich die Wirtschaft dermaßen von den Menschen, denen sie angeblich dienen soll, abkoppelt, darf man sich über die negativen Folgen nicht wundern.

Und das hat auch nichts mit "Feindschaft" oder "Misstrauen" zu tun. Wenn ich meine Wohnung beim Verlassen abschließe, käme meinen Nachbarn niemals in den Sinn, das als Ausdruck ihrer Nichtvertrauenswürdigkeit zu werten. Und ich habe viele gute Freunde, die keinen Schlüssel zu meiner Wohnung haben.

Freihandel als Prinzip ist ein kapitaler Denkfehler ...

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kp229 28.09.2016, 01:13
4. Na sowas aber auch

Die Firmenchefs erwarten beste Infrastruktur und bestens ausgebildete Schul- und Universitätsabgänger, aber Steuern dafür zahlen wollen sie nicht. Und dann wundern sie sich darüber, dass die Bevölkerung noch mehr Macht für Konzerne in Form von Abkommen wie CETA und TTIP ablehnt. Wie doof muss man sein, um den Vorgaben der Firmenchefs zu entsprechen?

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hansriedl 28.09.2016, 01:26
5. Die Weltwirtschaft macht dicht

Die Weltwirtschaft macht nicht dicht.
Was hat man uns alles versprochen. Mehr Arbeitsplätze, für weniger Lohn.
Mehr Reichtum für Investoren, Gewinne wie Dividenden wachsen bis zum Himmel, nur das Volk
bleibt auf den Boden.
Auf den Boden der Realität werden auch unsere JA sager landen, und für manche wird es eine harten Landung.

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laufwumf 28.09.2016, 01:40
6. Nutzen für die meisten verlangt nach gerechten Regeln für alle

Je offener der Welthandel, desto frischer weht ja heute der Wind vor allem den ohnehin übermächtigen, meist weltweit dahin segelnden Konzernungeheuern in ihre üppige Takelage. Das ganze System des (bisweilen auf ein klappriges Skelett von Fairness reduzierten) globalen Handels bläst dabei einfach zu oft zwar kerngesunde, jedoch kleinere Mitspieler vernunft- und rücksichtslos aus dem Wettberb. Schon deshalb gibt es natürlich eine dringende Notwendigkeit, gegebenenfalls vielerorts regionale Anpassungen in den Handelsgepflogenheiten einzurichten und durch bindendes internationales Recht zu fixieren. Freier Handel darf sich nicht weiterhin für Zigmillionen Menschen in der Welt anfühlen und vergleichbar auswirken wie ein aberwitziger Badetag in einem Tümpel voller Piranhas. Es muss Platz bleiben für Gerechtigkeit, Transparenz und nachhaltiges HANDELN in unserer Weltwirtschaftsordnung - und jedes dieser naturrechtlichen Selbstverständlichkeit zuwiderlaufende, blödsinnige neoliberale Prinzip gehört - sobald erkannt - am besten unverzüglich "abgefischt" und in den Ofen gestopft.

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suppenschuessel 28.09.2016, 02:25
7. Wenn die USA angeblich so ungemein wettbewerbsfähig sind, warum...

...hat sie dann ein derart exorbitantes Aussenhandelsdefizit und exportieren viel weniger, als sie importieren ? Warum will niemand ihr Zeug kaufen ? Die sind über beide Ohren beim Rest der Welt verschuldet und ausser Filme und Software/Internetmonopole wie Google, Facebook & Mikrosoft kenn ich nichts, was der Rest der Welt von ihnen benutzt. Hardware wird alles in Fernost gefertigt. Kauft hier irgendeiner US-Autos, -Maschinen, -Haushaltsgeräte,-Rohstoffe, -GenFood, etc. ??? Wenn man mal den Präsi-Wahlkampf dort drüben anhört, dann pfeiffen die Arbeitsplatzmässig auf dem letzten Loch, sollen aber angeblich wettbewerbsfähiger sein als wir Deutschen mit einem Exportrekord nach dem anderen. Ich glaube dieser ganzen Propaganda nicht, der möchtegern Weltführer soll beschönigend dargestellt werden und man jongliert mit Zahlen und trickst rum bis der gewünschte Eindruck entsteht. In der Realität schafft der Europäische Sozialstaat Wohlstand und Frieden für das Allgemeinwohl und das US-Gesellschaftsmodell ist schlichtweg wirtschaftlich wie zivilisatorisch gescheitert auf ganzer Linie.

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horst.koehler.2 28.09.2016, 02:31
8. Dass Problem ist nicht der Freihandel selber, ...

... sondern die Tatsache, dass die Gewinne durch Freihandel von den Firmen einbehalten werden (durch Steuervermeidungstricks und immer stärkere Rationalisierung im Personalbereich) und die Verluste (Wegfall von Zöllen, Wegfall von Arbeitsplätzen) vom Bürger ausgeglichen werden müssen. DAS ist das wahre Problem!

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Miere 28.09.2016, 02:32
9. Freihandel ist gut für große, internationale Unternehmen.

Ob er auch gut für die Masse der Bevölkerung ist, das ist eine andere Frage. Für Fabrikarbeiter, die in direkter Konkurrenz zu anderen Fabrikarbeitern um die billigesten Löhne und niedrigsten Nebenkosten stehen? Eher nicht, oder?

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