Forum: Wirtschaft
Freihandel: Mexiko will unabhängiger von den USA werden

US-Präsident Donald Trump will das Freihandelsabkommen Nafta neu verhandeln. Partner Mexiko plant für die neue Zeit: Das Land will unabhängiger von den USA werden.

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RenegadeOtis 23.01.2017, 21:32
1.

Die bisherige Weltordnung des Handels wird zerbrochen, zerschlagen auf dem Altar des "Make America great again" und dem Verstand eines mäßig erfolgreichen Showman. Volkswirtschaft mit der maximalen Rabulistik der BWL angegangen.

Und wer sich als Handelspartner unzerverlässig erweist, wie es die USA offenbar zu sein anstrebt, wird ausgetauscht.

Das wird die Zeit der EU, ich hätte es nicht geglaubt. Die Karten halbwegs gut ausgespielt, wird Donald Trump tatsächlich in die Geschichte eingehen: Als Präsident, der die letzte Supermacht, die letzte verbliebene Weltmacht nach dem 2. Weltkrieg aufgelöst hat. Nicht mit Waffen, Krieg oder Unruhen, sondern mit schlichtem volkswirtschaftlichem Unverstand.

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iasi 23.01.2017, 21:39
2. Wie nutzt den USA ein Handelsbilanzdefizit aufgrund von unterbewerten Wechselkursen

Auch im Falle Mexikos gilt das, was China, Deutschland, Kanada u.a. betrifft: Die USA können besser ohne ein Handelsbilanzdefizit leben - die Handelspartner aber nur viel schlechter ohne ihre Exportüberschüsse, die sie mit den USA erzielen.

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felix_tabris 23.01.2017, 21:42
3. Willkommen

Trump wird mir nun doch - nach einen gewissen Schock - langsam immer sympatischer. Er entpuppt sich als der wahre anti-imperialistische Held - die Inkarnation von Che!!!

Deutschland sollte sich nun ebenfalls intensiv bemühen, die Handelsbeziehung zu Mexiko zu intensivieren.
Nachdem nun TPP in die Tonne getreten worden ist - bravo huhu - möge doch eine 1000-MannFrau-Delegation mit dem Jumbo gen Peking jetten und dort fette verträge abschließen. Ja doch gleich mit in das RCEP einsteigen, wenn es geht.

Bitte auch noch das Nafta killen, damit Deutschland die Handelsbeziehung zu Kanada weiter intensivieren kann.

Wenn Trump sich von dieses Bannon als "Berater" distanztieren und BRAUNbart aus seinem Programm kicken würde, würde ich glatt sagen: Trump ist der subversive Revolutionär, der die USA von Innen zerschlägt; zumindest massiv sein weltpolitisches Format schrumpft.
Wie Dump schon sagt: Genial - brilliant - wunderbar ... weiter so.

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jack.welch 23.01.2017, 21:53
4. Postfaktisch

Mexiko hatte Jahrzehnte Zeit von den Amerikanern unabhängig zu werden. Warum haben sie die Zeit nicht genutzt. In der Realität ist das ganz einfach: stark schlägt schwach. Selbstverständlich werden die Amis bekommen was sie wollen - auch von den Europäern. Upps - bin ich jetzt postfaktisch?

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patrickkulinski 23.01.2017, 21:53
5. Es geht los

Das ist das, was ich befürchtet habe. Trump beginnt, seinen sturen Kurs zu beginnen und bekommt das Echo. Und es wird nicht bei TPP und den Beziehungen zu Mexiko aufhören. Wohin das führt weiß keiner. Im Moment denke ich bloß an dieses Zitat, dass Länder, die miteinander Handel betreiben, keine Kriege anfangen. Wenn nicht, dann sinkt die Hemmschwelle. Ich hoffe, dass wir den großen Knall nicht erleben müssen.

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kobmicha 23.01.2017, 21:56
6. ..na dann...auf gehts in die Unabhängikkeit

Aber dann auf der ganzen Linie.
Mexico schafft das!!!

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wille17 23.01.2017, 22:09
7. Abwarten

Die Amis bekommen doch alleine nichts auf die Reihe.

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Liberalitärer 23.01.2017, 22:16
8. Ignore

Zitat von RenegadeOtis
Die bisherige Weltordnung des Handels wird zerbrochen, zerschlagen auf dem Altar des "Make America great again" und dem Verstand eines mäßig erfolgreichen Showman. Volkswirtschaft mit der maximalen Rabulistik der BWL angegangen. Und wer sich als Handelspartner unzerverlässig erweist, wie es die USA offenbar zu sein anstrebt, wird ausgetauscht. Das wird die Zeit der EU, ich hätte es nicht geglaubt.
Ja, MAGA wie man jetzt dort sagt. Das kommt noch bedeutend härter. Er hat schon angekündigt die EU in Zukunft zu ignorieren. Gespräche werden - wenn überhaupt - nur noch mit Berlin geführt.

Aber Vorsicht, der Mann hat auch mit Kissinger gesprochen. Von der EU hält er nichts, die ist ihm Piepegal (Telefonnummer usw.), die setzt er auf Ignore.

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bernhard.e.fuchs 23.01.2017, 22:17
9. Nicht postfaktisch. Aber ehrlich.

Zitat von jack.welch
Mexiko hatte Jahrzehnte Zeit von den Amerikanern unabhängig zu werden. Warum haben sie die Zeit nicht genutzt. In der Realität ist das ganz einfach: stark schlägt schwach. Selbstverständlich werden die Amis bekommen was sie wollen - auch von den Europäern. Upps - bin ich jetzt postfaktisch?
Stark schlägt Schwach. Das ist die Kategorie des Sozialdarwinismus. Und offensichtlich die einzige, in der Menschen wie Sie zu denken vermögen. Das ist legitim. Aber es ist der Weg, den die Welt im vergangenen Jahrhundert zwei Mal bis zum bitteren Ende beschritten hat. Bitte sagen Sie das der Vollständigkeit halber dazu.

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