Forum: Wirtschaft
Freihandel mit Südamerika: EU schließt "größten Deal ihrer Geschichte" ab
AFP

Die USA und China stecken tief in ihrem Handelskonflikt - da rücken Europäer und Südamerikaner enger zusammen: Beim G20-Gipfel haben sie die größte Freihandelszone der Welt beschlossen.

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mannakn 28.06.2019, 20:52
1. Super, hier sollen...

...sich Bauern und Bürger klimafreundlicher aufstellen, dafür wird jetzt der Markt mit Produkten der Abholznation Brasilien geflutet. Herzlichen Dank für Konsequenz....ich hoffe der Kunde setzt hier deutliche Zeichen.

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Maryland Madman 28.06.2019, 20:55
2. Fairer Handel vor freiem Handel

Viel wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass der Bonus, der durch die ersparten Zölle und Einfuhrgebühren erwirtschaftet wird, auch tatsächlich bei der Bevölkerung ankommt und nicht nur bei ein paar Superreichen auf beiden Seiten. Außerdem darf die EU keine Zugeständnisse machen, was Standards bei ethischer und nachhaltiger Nahrungsmittelerzeugung anbelangt.

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andregera 28.06.2019, 20:58
3. Na ganz großartig!

Das bedeutet dann wohl die komplette
Abholzung des Regenwaldes für Sojabohnenanbau, den dann unsere Rinder und Schweine zum fressen bekommen, und Europa seine Fleischwaren noch billiger in die große weite Welt ausliefern kann.

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TomTheViking 28.06.2019, 21:03
4. endlich eine erfreuliche Nachricht

Die deutsche Agrarindustrie muss dieses Abkommen ebenfalls nicht fürchten.

Schweinefleisch können die auch nicht billiger. Soja ist Tierfutter, das kann man nicht wirklich essen wollen.
Milch werden die ebenfalls nicht liefern können. Ein einziges Produkt können die billiger und das ist Rindfleisch aus extensiver Viehaltung. Hier kann Deutschland aufgrund der teuren und in geringem Maße vorhandenen Flächen nicht mithalten. Den sogenannten "Ökobauern" mit Rinderhaltung kann dies wirklich kneifen.
Aber der "Ökokunde" kann ja Regionalität belohnen. Ich fühle mich bei den derzeitigen Rindfleischpreisen ausgenommen. Na dann schauen wir mal was dann eine Pampamast-Kalbshaxe kostet.

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phantasierender... 28.06.2019, 21:04
5. Oh mein Gott ...

jetzt werden auch noch die letzten Rindermäster in der EU aufgeben (die nach den höchsten Anbauvorschriften weltweit wirtschaften) damit in Südamerika weiter Regenwaldflächen abgeholzt werden können. man wird sagen :"seht her wie wir unseren Rinderbestand abgebaut haben was soviel Tonnen weniger co2 und Methan verhindert hat" das dafür aber zig Quadratkilometer Regenwald der Jahrtausende gewachsen ist gekostet hat interessiert weder unsere grünen Wähler noch sonst jemand in der EU. Klimaschutz ad absurdum - und sowas wird von "unseren" Politikern auch noch gefeiert - ich bin Sprachlos... mal sehen wie lange das die französischen Landwirte mitmachen ...

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mimas101 28.06.2019, 21:05
6. Hmm Tja

Dann muß halt auf eine brasilianische Pflaume ein Herkunftsnachweis mit drauf. Der Konsument kann dann entscheiden ob das brasilianische Obst kaufen will oder nicht.
Allerdings - Wir haben im EWG-Raum schon eine Agrarüberproduktion und dann noch mal aus Lateinamerika. Die Lebensmittelpreise hier wirds nicht senken aber dafür die Profite der Lebensmittelkonzerne steigern wenn die lateinamerikanische Ware letztendlich billiger ist als die aus EWG-Land. Über die negativen Folgen wie verstärkte Umweltbelastungen durch den Transport pp darf dann der gemeine Steuerzahler sinnieren und sein Portemonnaie öffnen.

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claus7447 28.06.2019, 21:06
7.

Zitat von andregera
Das bedeutet dann wohl die komplette Abholzung des Regenwaldes für Sojabohnenanbau, den dann unsere Rinder und Schweine zum fressen bekommen, und Europa seine Fleischwaren noch billiger in die große weite Welt ausliefern kann.
Könnte passieren. Aber dann liegt es in erster linie an der Geiz ist gxxl Mentalität. Es ist der europäische Verbraucher der entscheidet was läuft.

Aber wenn ich die Zolltarife Südamerikas bewerte, bin ich gespannt wie das laufen soll. Aber man wird sehen.

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thomas.abels 28.06.2019, 21:09
8. Schwarzer Tag für den Regenwald

Damit wird der weiteren Rodung des Regenwaldes Tür und Tor geöffnet. Leider werden kurzfristige Profite wieder vor Klimaschutz und Bewährung der Biodiversität gestellt.

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kassandra21 28.06.2019, 21:11
9. Das wäre ja...

...ganz nett, wenn man Brasilien da raus gelassen hätte. Einfach mal so einen Mist nicht abschließen und es damit begründen, daß wir mit Klimaterroristen wie Bolsonaro nicht verhandeln. Wobei - gut, die Rekordzahlen geplätteten Regenwaldes haben uns ja auch vorher handelstechnisch nicht belastet. Heuchelei, ick hör dir trapsen!

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