Forum: Wirtschaft
Freihandel mit Südamerika: EU schließt "größten Deal ihrer Geschichte" ab
AFP

Die USA und China stecken tief in ihrem Handelskonflikt - da rücken Europäer und Südamerikaner enger zusammen: Beim G20-Gipfel haben sie die größte Freihandelszone der Welt beschlossen.

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pegasus2012 29.06.2019, 02:42
70. Auch hier entscheiden die nationalen Parlamente mit !

Zitat von quark2@mailinator.com
Tja ... TTIP wurde geheim verhandelt, konnte aber dann noch demokratisch diskutiert und letztlich blockiert werden. Bei Kanada und Japan war das schon nicht mehr der Fall und auch hier wurde die demokratische Kontrolle wieder komplett unterlaufen. Und nein, diese ist nicht gegeben, nur weil irgendwo paar Gewählte drauf sehen können. Die Völker der EU bekamen keinerlei Infos darüber, was sie sich hier einhandeln. Also keine öffentliche Diskussion, keine Proteste, ... Da war es mir lieber, als noch jedes Land vorher zustimmen mußte.
Dieses Abkommen muss auch den nationalen Parlamenten zur Abstimmung vorgelegt werden.
Bevor der Inhalt nicht bekannt ist wäre es einfach dumm jetzt reflexartig das Abkommen abzulehnen.

Macron hat bereits ausgeschlossen dem Abkommen zuzustimmen sollte Brasilien das Klimaabkommen aufkündigen.
Eine 180 Grad Wende wird er sich nicht erlauben können.

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pegasus2012 29.06.2019, 02:54
71. Einfuhrquoten ausgehandelt!

Wer hier jetzt eine Invasion der argentinischen Rumpfsteaks fürchtet kann sich entspannen.
Es wird weiterhin Einfuhrquoten für Agrarprodukte aus den Mercosur-Staaten geben.

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smart75 29.06.2019, 03:25
72. Überfällig

Finde ich gut. Dass es in Europa überhaupt noch Landwirtschaft gibt ist ein Wahnsinn. Das Geld kann besser investiert werden. Über Freihandel wird dann auch Entwicklung geschaffen - und das geht immer in beide Richtungen. Was die Brasilianer mit ihrem Regenwald machen ist erstmal ihre Sache. So global ist der impact nicht. Die Europäer haben auch den gesamten Kontinent abgeholzt. Wen das stört, der kann ja hier wieder aufforsten.

Wichtig ist, dass der südafrikanische Protektionismus aufhört. Die Einfuhrzölle sind absurd. Endlich mal gute Nachrichten für Südamerika

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kuestenvogel 29.06.2019, 03:56
73. Verzeihen Sie bitte die Frage: Wo leben Sie?

Zitat von bakiri
Kleingeister mögen hier Probleme haben und alles negativ sehen. Tatsächlich ist die Welt dadurch wieder ein Stück näher zusammengerückt! Durch Verträge hat man in Zukunft auch mehr politischen Einfluss auf diese Länder und ihre Märkte. Man denke mal an die Hygiene und Qualitätsprobleme in Südeuropa. Heute ist da vieles in der gesamten EU auf einem Level. Vor allem eines sollte man nie vergessen, Handelsabkommen bedeuten politischen Dialog und Frieden. Außerdem wird auch weiterhin kein Kunde gezwungen ein Produkt zu kaufen. Die Logik von Agrarlobby und Umweltschützern folgt damit wohl eher dem Trumpdenken. Man sollte aber lieber an Qualität und Preis seines eigenen Produkts arbeiten, anstatt jetzt Vorurteile und Schutzbehauptungen aufzustellen. Etwas, das die EU mit Subventionen gerne kaschiert und damit Anpassungen verhindert.
Sie sind dafür, Round-Up besprühte Importe einzuführen, trotz der bekannten Schäden an den Farmern? Sind das Ihre Standards?

Sie sind auch für Soja, wobei immer auf die Viehzucht geschimpft wird... Sollten alle sich vegan ernähren, brauchte die Bevölkerung der Erde noch viel mehr Fläche für den Anbau als bereits jetzt.

Ihre Worte lesen sich wohl - Geschwätz bringt man allgemein lieber klar und deutlich und nicht in Worthülsen, die benebeln.

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wolla2 29.06.2019, 04:01
74. Die Zeit ist günstig....

... nachdem sich in zahlreichen Ländern Südamerikas ultra rechte Regime an die Macht geputscht haben, stehen die Wälder wieder zur Abholzung zur verfügung und die indigenen Ureinwohner können wieder kolonialisiert werden.
Die angebauten Monokulturen tragen jetzt die ersten Profite, und der Preis für Palmöl ist für die Industralisierung günstig. Auch werden in großen Mengen wieder Schürfrechte an Europäische Firmen vergeben, sofern eine Bezahlung über Panama möglich ist.
Gut abgepasst .....
Schade dass das mit Venezuela nicht ganz so glatt gelaufen ist, wie sich die EU gedacht hat, obwohl sie ja in vorderster Front den, von den USA eingesetzten Verwalter (Guaido), anerkannt hat.
Schade, schade, schade ....

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setofdentures 29.06.2019, 05:45
75. das Beste an dem Artikel

ist das Foto von Herrn Juncker, Cognac geduscht - wo bleibt der Protest, Aufschrei unserer gesamten Regierung, besonders von Frau Merkel und den Grünen, Klimaschutz, Schiffsverkehr, Flugverkehr, Qualität - Afrika liegt näher; Kann der Bedarf nicht europäisch gelöst werden? - ein Beispiel wir werden nur von Populisten und Lobbyisten regiert

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thomas1110 29.06.2019, 05:52
76. Wir wollen es doch so....

Wenn ich mir die ganzen Sonntagsreden der Politik zu den Europawahlen und das daraus resultierende Wahlergebnis anschaue, muss man leider feststellen, dass der deutsche Wähler es genau so möchte. Wir schaffen uns einen europäischen Zentralstaat, der es dann schon richten wird. Wieviele Lobbyisten verstopfen doch gleich die EU-Institutionen?

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meinung2013 29.06.2019, 06:46
77. dann kann ja die Agrarindustrie in der EU

und in Deutschland weiter wachsen, zum Schaden der Tiere, der Böden, der Luft und des Grundwassers. Funktioniert seit Jahren so gut, dass für diese Schäden immer die deutschen Endverbraucher verantwortlich gemacht werden. Das Schnitzel auf dem Teller der Deutschen ist Schuld. Wir können diese Schäden der auf Export ausgerichteten Agrarindustrie nicht durch Einkauf von bio und regionalen Produkten kompensieren und auch nicht durch Fleischverzicht. Muss halt unser Wasser teurer werden, einen weitere Umweltsteuer her ...
Ich erinnere nur an das verheerende Freihandelsabkommen mit Westafrika. Billigste und hochsubventionierte Lebensmittel aus der EU , auch Deutschland, überschwemmen die dortigen Märkte und vernichten Existenzen.

"Europa erzeugt die Flüchtlinge selbst" https://www.zeit.de/kultur/2016-07/westafrika-freihandelsabkommen-eu-fluechtlinge-hafsat-abiola
"Wer Fluchtursachen bekämpfen will, darf nicht mit solchen Abkommen neue schaffen.
Wer für bäuerliche, ökologische regionale Landwirtschaft ist, muss die wahnhafte Fixierung auf Billigexporte aufgeben."
http://www.umweltinstitut.org/themen/verbraucherschutz-handel/freihandelsabkommen/das-abkommen-mit-westafrika.html
Leider gibt es nicht all zu viele kritische Töne, gegen diese Abkommen. NGOs und Kirchen schweigen leider, wie auch die Grünen und Linken sehr still sind.

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Cannonier 29.06.2019, 06:54
78. @42 joergS

Für wen genau schafft das Abkommen Wohlstand? Es zwingt die Mercosur Staaten weiterhin, arme Agrarexporteure zu bleiben und sich im Gegenzug Technologie aus Europa einzukaufen. Nirgends werden die Südamerikaner ertüchtigt, ihre eigene Bevölkerung ausbildungsmässig auf einen Stand zu bringen Maschinen und Anlagen selbst zu produzieren. Das läuft in vielen Staaten Afrikas analog. Diese exportieren nur ihre Rohstoffe und Bodenschätze, die Veredelung und Wertschöpfung übernehmen andere und lassen sich die Endprodukte wiederum teuer bezahlen.
Nein. Freihandel klingt toll. Klingt danach als ob Europa etwas tut, Wohlstand für alle. Wenn Sie den Teppich der Unwissenheit lupfen stellt sich das als unfairer, egoistischer Quatsch heraus der nur einzelnen Personen oder einer Handvoll cleverer Unternehmen- und Verbänden dient, niemals aber der breiten Bevölkerung.

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entsetzt04.09.2015 29.06.2019, 06:59
79. Junker informiert über Twitter

Seriös ist es nicht, solche Abschlüsse über Twitter bekannt zu geben. Ich hoffe, das der Klimaschutz bei der Produktion von Nahrungsmitteln vorrangig im Vertrag berücksichtigt wurde. Alles andere werden die Politiker noch bedauern.

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