Forum: Wirtschaft
Freihandel mit Südamerika: Europa-Abgeordnete rebellieren gegen Abkommen mit Bolsonar
AFP

Die EU-Kommission will dieses Jahr einen Freihandelsvertrag mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten abschließen. Eigentlich. Doch es gibt Widerstand - wegen Brasiliens neuem Präsidenten Jair Bolsonaro.

Seite 5 von 6
pavel1100 18.01.2019, 13:13
40. Der Vergleich hinkt gewaltig

Zitat von In Kognito
Ukraine und GB sowie "Wanderung" reichen diesem Erpresserverein EUSSR wohl immer noch nicht. DAS Kriterium der Wahrheit sind nicht das "Programm/Vision/Statut", sondern die REALE Situation der Völker und ihrer Länder - und die sind in Europa so schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. "Wandel durch Handel" - DAS Erfolgsrezept, ist einer Kultur der politische und ökonomischen Erpressung gewichen, mit Elementen der militärischen Bedrohung, die jederzeit wieder in einen heißen Krieg umschlagen können. DAS IST das Ergebnis der D/EU/NATO-Politik der letzten 15 Jahre. Von den "Werten des Westens" ganz zu schweigen.
Haben sie da nicht was verwechselt? Den heißen Krieg führt Russland zur Zeit in der Ukraine. Und ihr Vergleich der demokratischen und liberalen EU mit dem Sowjetreich (20 Millionen Tote unter Stalin) ist ja wohl unglaublich falsch. Der Vergleich passt wohl eher auf Putins Russland, wo der Schlächter Stalin noch heute verehrt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chilischweiz 18.01.2019, 13:17
41. inside outside EU

Zitat von pavel1100
Wie belegen sie denn, dass die EU, das EU-Parlament und die Administration ein schlechtes Image bei den Bürgern hat? Die EU ist die Quelle unseres Wohlstandes und der bisher längsten Friedensperiode in Europa. Das EU-Parlament ist demokratisch gewählt und die Administration ist ein Muster an Effizienz. Durch......
Die EU ist die Quelle des Wohlstands? Sie nehmen den Brexiteers und den Gelbwesten das Wort aus dem Mund! Was wohl die armen Schweizer und Norweger dazu sagen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chilischweiz 18.01.2019, 13:28
42. Erpressung & Macht

Zitat von pavel1100
Haben sie da nicht was verwechselt? Den heißen Krieg führt Russland zur Zeit in der Ukraine. Und ihr Vergleich der demokratischen und liberalen EU mit dem Sowjetreich......
ich würde In Kognito bei seinem Statement von "militärischer und ökonomischer Erpressung" daran erinnern, dass die "Macht" erfordert, die mangels Einheit jenseits der Sonntagsreden mit dem "Zauberwort Europa" in der EU offenkundig nicht gegeben ist. Die EU scheint gegenüber UK "machtvoll" aus tiefster Überzeugung zusammen zu stehen - solange, bis UK & USA die Verteidigung der europäischen Ostgrenze durch die NATO und deren Finanzierung ins Spiel bringen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reiwolf 18.01.2019, 13:36
43. bolsonaro ist..

ein diktator und hat den amazonas zur plünderung freigegeben. wir werden es sehen wie die europäer mit ihrer grossen klappe wieder einknicken werden, vw, mercedes und siemens werden dafür schon sorgen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BertieBallermann 18.01.2019, 13:38
44. Brasilien schützt

heute mehr als 30% seines Territoriums. Ein Gebiet so gross wie Europa (nicht EU, sondern der Kontinent). Das ist die Summe aller Indianergebiete, Naturreservate, der gesetzlichen Naturreserve, die jeder Farmer stehen lassen muss (20% im Süden, bis zu 80% im Amazonasgebiet) etc.. Die bisherige Umweltgesetzgebung ist sehr ambitioniert, aber unrealistisch und wird eher von korrupten Politikern zur Erpressung genutzt, als zum Schutze der Natur. Die Indianerbehörde Funai war über viele Jahre eine der korruptesten Veranstaltung Brasiliens, die den Indianern ihr Recht absprach, ihr Land für Bergbau und Landwirtschaft zu öffnen und am Profit teil zu haben. All dies unter der sozialistischen PT, die Milliarden vom brasilianischen Steuerzahler gestohlen hat. Europa wäre gut beraten, sich um gute Beziehungen mit Brasilien zu bemühen, denn die USA, Israel und China sind bereits aus den Startlöchern heraus und buhlen um Geschäft und Einfluss. Das dumme ist nur, Bolsonaro will ohnehin nur bilaterale Verträge und hat bereits erklärt, dass Mercosur keine Priorität ist. Auf der anderen Seite will er das Land dem internationalen Wettbewerb öffnen, um Konsumgüter für die Bevölkerung günstiger zu machen. Eine riesen Chance für neue Märkte in Brasilien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mk40 18.01.2019, 13:41
45. An die eigene Nase fassen

In Deutschland werden Ortschaften und Wälder für den Tagebau geopfert.
Menschen werden auch bei uns wegen ähnlichen Dingen zwangsumgesiedelt.
Jeder der Brasilien etwas kennt, hier meine ich Land und Leute, wird wissen, dass es ewig dauert bis in Brasilien etwas passiert oder umgesetzt wird.
Ich denke es wäre sicherlich gut in der jetzigen Zeit, starke und gute Beziehungen zur größten südamerikanischen Wirtschaftskraft zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 18.01.2019, 13:51
46. Gute Idee

Zitat von chilischweiz
wenn die "wissenschaftlichen" Prognosen Recht haben, würde es Sinn machen, Bolsanero zu bestechen, damit Brasilien keine Schaden hat, wenn es "für die Umwelt" auf die weitere Abholzung.....
Das ist eine gute Idee. Grundsätzlich könnten die entwickelten Länder Brasilien, das nun nicht so wohlhabend ist, Mittel zukommen lassen, damit ein fest umrissenes Gebiet des Regenwaldes geschützt und bewacht wird. Wenn Bolsonaro auch kein Umweltschützer ist, aufs Geld wird er nicht spucken. Die letzten Reste Regenwald in Brasilien sind für unser Klima auch deshalb so wichtig, weil in Europa bereits seit dem Mittelalter der Wald in großem Stil abgeholzt wurde. Wir sind also nicht ganz unschuldig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 18.01.2019, 14:02
47.

Zitat von ropowinz
Diese Abkommen sind von geheimen Verhandlern geführt und enthalten - besonders mit südamerikanischen Staaten - grobe Menschenrechtsverletzungen. Wenn sich Menschen gegen diese dann wehren, weil Wald abgeholzt oder das Wasser vergiftet wird, dann kommen im Auftrag der eigenen Regierung....
Wenn die Freihandelsabkommen der EU geheim sind, woher wissen sie denn so viel darüber? Alle verabschiedeten Freihandelsabkommen der EU kann man auf den Seiten der EU nachlesen. Es gibt Schiedsgerichte aber die sind weder privat noch geheim. Jedes Freihandelsabkommen durchläuft in der EU den demokratischen Diskurs. Konnte nicht kürzlich irgendein Zwergvolk in Belgien das Freihandelsabkommen mit Kanada erfolgreich blockieren, bis seine Forderungen erfüllt wurden? Was Bolsonaro angeht, gebe ich ihnen aber vorbehaltlos Recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 18.01.2019, 14:11
48. Schweizer und Norweger

Zitat von chilischweiz
Die EU ist die Quelle des Wohlstands? Sie nehmen den Brexiteers und den Gelbwesten das Wort aus dem Mund! Was wohl die armen Schweizer und Norweger dazu sagen?
Es ist bekannt, was die Schweizer und Norweger dazu sagen. Die sind nämlich de facto Teil unseres Binnenmarktes und profitieren ebenso davon wie wir, wenn auch ohne Mitbestimmungsrechte. Die Gelbwesten, die den Champs Elysees verwüsten, haben viel mit der französichen Innenpolitik und so gut wie gar nichts mit Europa zu tun. Die Brexiteers im UK zeigen uns gerade mit dem politischen und wirtschaftlichen Niedergang Britanniens wie gut es sich doch im Gegensatz dazu in der EU lebt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chilischweiz 18.01.2019, 14:34
49. Gelbwesten...

Zitat von pavel1100
Es ist bekannt, was die Schweizer und Norweger dazu sagen. Die sind nämlich de facto Teil unseres Binnenmarktes und profitieren ebenso davon wie wir, wenn auch ohne Mitbestimmungsrechte. Die Gelbwesten, die den Champs Elysees verwüsten, haben viel mit der französichen Innenpolitik und so gut wie gar nichts mit Europa zu tun. Die Brexiteers im UK zeigen uns gerade mit dem politischen und wirtschaftlichen Niedergang Britanniens wie gut es sich doch im Gegensatz dazu in der EU lebt.
So gut wie gar nichts mit Europa? der untere Mittelstand Frankreichs ist unter der Einheitswährung schutzlos seinen sehr viel effizienteren "Klassengenossen" aus Deutschland ausgeliefert; in einem Ausmaß, bei dem die französische Innenpolitik unter der Herrschaft von Maastricht nicht mehr gegensteuern konnte. Das Gleiche gilt für Italien und Spanien, das nächste Land, in dem "Nationalisten" ein Wörtchen mitsprechen werden. Read my lips: Die "Gelbwesten" werden eine europäische Bewegung werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 6