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Freihandelsabkommen von EU und USA: Jeder zweite Deutsche findet TTIP gut
DPA

Chlorhühnchen. Immer wieder Chlorhühnchen. So sehr sich die Debatte um das vermeintliche Schauerprodukt aus den USA auch kreist: Die Deutschen reagieren gelassen auf das geplante transatlantische Handeslabkommen. Noch.

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Wieland 31.10.2014, 10:24
210. Interessant

für die Meinungsbildung zu diesem Thema könnte sein: http://www.monde-diplomatique.de/pm/.dossier/freihandel.
Vielleicht wird diese weniger emotionale Bemerkung meinerseits ja mal nicht zensiert.

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spon-facebook-1321056097 31.10.2014, 10:24
211.

Zitat von Ruhri1972
Wer glaubt schon der veröffentlichten Umfrage ? Sie dienen lediglich zur Manipulation der Bevölkerung. Das lässt sich sogar wissenschaftlich belegen. Ein Teil der Bevölkerung informiert sich nicht selber und kommt zu einer eigenen Meinung sondern benutzt die vorgefertigte Mehrheitsmeinung. Das typische Verhalten also von Lemmingen. Dies nutzen die Auftraggeber solcher Umfragen aus, um die Uninformierten in den sicheren Hafen der vermeintlichen Mehrheit zu bringen.
Und sie haben lückenlos über TTIP informiert Pro und Contra abgewogen und sind schließlich zu einer eigenen Einschätzung gekommen. Die würde ich gerne mal unter Nennung der entsprechenden TTIP Daten hören.

Lemminge sind immer nur die anderen. Ich wette sie sind TAZ Leser.

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eaglereno 31.10.2014, 10:25
212. Falls es zu diesem Abkommen

wirklich kommen, müsste meiner Meinung nach absolute
Reisefreiheit ohne Visum eingeführt werden.

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Graphite 31.10.2014, 10:26
213. und

Zitat von bürger_prollmann
So weit reicht Putins Arm schon nach Deutschland, dass er einen Keil zwischen USA und Deutschland treiben kann mit der beispiellosen Hetze gegen das Freihandelsabkommen
und was hat nun Putin mit dem TTIP / TTP zu tun?

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TiloS 31.10.2014, 10:28
214. Genau anschauen

Zitat von prometherion
Der durchschnittliche Deutsche reagiert nicht "entspannt" auf das TTIP,es ist ihm schlicht und ergreifend egal.Ebenso Konflikte mit Weltkriegspotential. Sei es aus Bequemlichkeit,Desinteresse oder schlicht Ignoranz - alles ist weit weg und man kann eh nichts dran ändern. DA liegt das wahre Problem.
Vollkommen falsch. Die Hysterie kommt entweder von Leuten, die sich noch nicht richtig damit beschäftigt haben und die meinen unsere Standards werden dadurch aufgeweicht, oder von prinzipiell antiamerikanisch eingestellten Leuten.

Grundsätzlich werden durch freien Handel die Umsätze, der Export und dadurch die Arbeitsplatz-Situation auf beiden Seiten des Atlantiks positiv beeinflusst. Jeglicher Aufschwung in der Geschichte der Menschheit wurde durch Handel angetrieben, das wird auch diesmal so sein.

Jetzt muss man sich natürlich die Kritikpunkte ansehen. Das wären die Angleichung von unterschiedlichen Standards in Verbraucher- und Umweltschutz und natürlich die Schiedsgerichte, die die nationale Einflussmöglichkeiten aushöhlen.

Bei den unterschiedlichen Standards hilft es nur, sich das im Detail anzusehen. Bei den Chlorhünchen z.B. möchte ich sogar die amerikanischen Standards. Das Verfahren ist unbedenklich und das Ergebnis ist hygienisch besser. Bei anderen Dingen kann das natürlich anders aussehen, aber da muss man im einzelnen darüber verhandeln, was ja auch getan wird.
Bei den Schiedsgerichten sollte man sich auch erstmal ansehen, wem schadet es wirklich. Die Praxis aus anderen Bereichen zeigt, dass das kein böses Instrument der Amerikaner ist, sondern damit versucht wird Gerechtigkeit herzustellen. Die fehlenden nationalen Einflussmöglichkeiten sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Evtl. muss man dann eben zu dem Schluss kommen, dass man sie rausnimmt.
Ich wehre mich nur dagegen, das Freihandelsabkommen von Anfang an zu verteufeln und vorallem die positiven Dinge nicht zu berücksichtigen.

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TiloS 31.10.2014, 10:29
215. Genau anschauen

Vollkommen falsch. Die Hysterie kommt entweder von Leuten, die sich noch nicht richtig damit beschäftigt haben und die meinen unsere Standards werden dadurch aufgeweicht, oder von prinzipiell antiamerikanisch eingestellten Leuten.

Grundsätzlich werden durch freien Handel die Umsätze, der Export und dadurch die Arbeitsplatz-Situation auf beiden Seiten des Atlantiks positiv beeinflusst. Jeglicher Aufschwung in der Geschichte der Menschheit wurde durch Handel angetrieben, das wird auch diesmal so sein.

Jetzt muss man sich natürlich die Kritikpunkte ansehen. Das wären die Angleichung von unterschiedlichen Standards in Verbraucher- und Umweltschutz und natürlich die Schiedsgerichte, die die nationale Einflussmöglichkeiten aushöhlen.

Bei den unterschiedlichen Standards hilft es nur, sich das im Detail anzusehen. Bei den Chlorhünchen z.B. möchte ich sogar die amerikanischen Standards. Das Verfahren ist unbedenklich und das Ergebnis ist hygienisch besser. Bei anderen Dingen kann das natürlich anders aussehen, aber da muss man im einzelnen darüber verhandeln, was ja auch getan wird.
Bei den Schiedsgerichten sollte man sich auch erstmal ansehen, wem schadet es wirklich. Die Praxis aus anderen Bereichen zeigt, dass das kein böses Instrument der Amerikaner ist, sondern damit versucht wird Gerechtigkeit herzustellen. Die fehlenden nationalen Einflussmöglichkeiten sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Evtl. muss man dann eben zu dem Schluss kommen, dass man sie rausnimmt.
Ich wehre mich nur dagegen, das Freihandelsabkommen von Anfang an zu verteufeln und vorallem die positiven Dinge nicht zu berücksichtigen.

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Crossi71 31.10.2014, 10:29
216. Klasse Erklärung

Zitat von cmsffm
Dieses 180 sek. Video zeigt worum es geht, danach will dies keiner mehr! http://www.youtube.com/watch?v=K4vQKxUodIs&sns=em
Richtig gutes Video, das die Hauptsorge gegen TTIP auf den Punkt bringt. Schaut es euch an, wer dann noch für TTIP ist, dem ist nicht mehr helfen.
Anzumerken sei noch, dass die Grundkosten für so eine Klage bei dem Schiedsgericht recht hoch liegen (mehrere Mio €), sodass ein dt. Mittelständler wohl eher selten klagen wird.
Der Unterschied zu anderen schon existierenden Schiedgerichten ist, dass diese meist als letzte Option, die Klage vor ordentlichen Gerichten vorsehen. Nicht so beim ISDS.

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gaerry 31.10.2014, 10:30
217. Tipp

ja, von mir aus. Aber nur ohne diese Schiedsgerichtgeschichte. Chlorhänchen ist mir ehrlich gesagt wurscht, dann ja draufschauen woher das Tier kommt. Habe ich also selber in der Hand. Aber die Schiedsgerichte würde ich nicht akzeptieren, wir haben ja ordentliche Gericht, da braucht es keine Hinterzimmerdinger.

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Der Terraner 31.10.2014, 10:33
218. Ja zu TTIP

Tatsächlich dürften die meisten, die TTIP ablehnen, sich von den täglichen Falschmeldungen und gezielten Panikmachungen zu diesem Thema in die Irre haben führen lassen. Das Beispiel Chlorhuhn paßt da gut ins Bild, denn inzwischen sollte man eigentlich wissen, dass die Chlorhühnchen für den Verbraucher sogar ein Gewinn wären, da die Hühnchen geschmacklich gleich, dafür aber ungleich besser sterilisiert sind. Auch zum Thema Schiedsgericht findet man viel Unwahres. Tatsächlcih stehen diese Scheidsgerichte nicht außerhalb, sondern mitten in den jeweiligen nationalen Gerichtsbarkeiten. Man kann gegen die Urteile vor den nationalen Gerichten auch Einspruch erheben, wenn die grundlegenden Vereinbarungen zu den Schiedsgerichten nicht eingehalten wurden. Ohnehin sind Schiedsgerichte ein alter Hut und die Erfahrungen mit ihnen sind nicht schlechter als mit den normalen Gerichten. Ganz im Gegenteil haben europäische Firmen heute Schwierigkeiten vor den US Gerichten. Die Schiedsgerichte wären da ein Gewinn. Auch die angeblich ach so geheimen Verhandlungen waren längst nicht so geheim, wie das immer behauptet wurde. Eine freie Marktwirtschaft lebt von einem möglichst freien Austausch von Waren, Dienstleistungen und Ideen. Diejenigen, die es im Leben zu etwas bringen haben es verstanden, die anderen kapieren auch das nicht.

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fortinbrass 31.10.2014, 10:34
219. Zustimmung sinkt mit Haushaltseinkommen und Grad der Informiertheit

Die Umfrage vom April diesen Jahres ist als veraltet zu betrachten. Damals berichteten nur wenige, meist kritisch orientierte, Medien über die Sache. Wie bei vielen anderen Umfragen sinkt die Zustimmung drastisch, wenn auf konkrete Einzelheiten Bezug genommen wird. Es überrascht nicht, dass in wohlhabenden und reichen Haushalten die Zustimmung zu diesen sog. "Freihandelsverträgen" hoch ist. In diesen Kreisen ist soziales und altruistisches Denken von jeher eher selten. Selbst das Kinderkriegen wird von diesen Damen und Herren gern den niederen Schichten überlassen. Statt dessen wird in diesen Kreisen ein zügelloser persönlicher und individualistischer Egoismus gepflegt, der obendrein noch als "gesund" bezeichnet wird. Über allem schwebt hier das Dogma vom "Besitzindividualismus", der nach Ansicht dieser Herrschaften keiner gesellschaftlichen und moralischen Rechtfertigung bedarf, die bestehende Eigentumsgarantie des Grundgesetzes verschmäht, für alle Menschen geltende Grundrechte samt Gleichheitsgrundsatz lächerlich findet, sowie staatliche Vorsorgepolitik für wirtschaftlich Schwache, dem eigenen Egoismus zuwiderlaufende Gesetze demokratisch gewählter Parlamente und verfassungsrechtliche Schranken gegen totalitaristische Bestrebungen als "nicht-tarifäre Handelhemmnisse" betrachtet. Obendrein ist dieser Entwurf einer plutokratischen Diktatur mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

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