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Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan: Merkel und Abe versprechen Wohlstand
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Seit Freitag ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan in Kraft. Nun besucht Kanzlerin Merkel den japanischen Ministerpräsidenten Abe in Tokio. Mit dabei: eine Wirtschaftsdelegation, die daran verdienen will.

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bernteone 04.02.2019, 13:05
1. Noch mehr Wohlstand

Die Frage ist nur für wen . Die Abgehängten dieser Welt wird es noch mehr in die Wohlstandshochburgen ziehen und die wirklich dran verdienen werden natürlich ihren Wohlstand mehren . Merkel sollte sich lieber um Steuergerechtigkeit kümmern dann gibt es vielleicht den versprochenen Wohlstand für fast alle .

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Wohlstand für alle 04.02.2019, 13:15
2. Erste Regel

einer regelbasierte Ordnung müsste ja wohl sein: tue nichts, von dem du erwartest, dass es dein Handelspartner auch nicht tut. Nämlich: Vermeide Exportüberschüsse. Oder wie es das deutsche Stabilitätsgesetz aus der Schiller-Strauß Ära ausdrückt: die Handelsbilanz soll ausgeglichen sein.
Man darf gespannt sein, welcher der beiden Export-Tycoons wohl zuerst von seiner Überschussposition abrückt.

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motzkistenbewohner 04.02.2019, 13:55
3. Was soll der Unsinn?

Zitat von Wohlstand für alle
einer regelbasierte Ordnung müsste ja wohl sein: tue nichts, von dem du erwartest, dass es dein Handelspartner auch nicht tut. Nämlich: Vermeide Exportüberschüsse. Oder wie es das deutsche Stabilitätsgesetz aus der Schiller-Strauß Ära ausdrückt: die Handelsbilanz soll ausgeglichen sein. Man darf gespannt sein, welcher der beiden Export-Tycoons wohl zuerst von seiner Überschussposition abrückt.
Oh Gott der Handelsbilanzüberschuß: schauder, zitter! Nur weil das Trump'sche Handelsbilanz-Gedudel im Hintergrund als eine Endlosschleife fährt, wird diese Platte mit Sprung pausenlos nachgeplappert. Sorry, aber wer schon einmal in Amerika war, sieht auf den ersten Blick, warum die USA in vielen Dingen tatsächlich technologisch abgehängt sind und deshalb eben keine exportfähigen Produkte herstellen. Schönes Beispiel sind US-Amerikanische Spülungen für ein Pissoir im Hydrantenmaßstab. Aber egal, nur so am Rande.
Fakt ist, daß Japan und die EU auf Augenhöhe sind und das durch den Entfall von Handelshemmnissen auch der Wettbewerb angekurbelt wird, denn weder Japanische noch Deutsche Produkte, speziell im Investitionsgüterbereich sind günstig.
Was den Ausgleich des Handelsbilanzüberschusses anbelangt: Handelsabkommen sind genau das Vehikel um durch den Abbau von Hemmnissen Bilanzen ausgleichen zu können. Das kann aber nur gelingen, wenn die Industrie auch genügend liquide Mittel hat um investieren zu können. Und zwar in die Erschließung von Märkten und die Anpassung von Produkten. Wenn der Staat liquide Mittel entzieht in dem dieser Gelder in Form von Steuern konfisziert fehlen diese im unternehmerischen Umlaufvermögen und müssen teuer fremdfinanziert werden. Es wird höchste Zeit, daß der Staat endlich zurückgefahren wird und dadurch Steuern gesenkt werden.

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taglöhner 04.02.2019, 14:01
4. Was immer das sei

Zitat von bernteone
Die Frage ist nur für wen . Die Abgehängten dieser Welt wird es noch mehr in die Wohlstandshochburgen ziehen und die wirklich dran verdienen werden natürlich ihren Wohlstand mehren . Merkel sollte sich lieber um Steuergerechtigkeit kümmern dann gibt es vielleicht den versprochenen Wohlstand für fast alle .
auch Ihre persönliche Vorstellung von Steuergerechtigkeit setzt hoffentlich voraus, dass genügend solche generiert werden.

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juba39 04.02.2019, 15:37
5. Kann man dort mehr erwarten?

So positiv Freihandelszonen sind. Wenn sie auf Kosten anderer Marktteilnehmer etabliert werden, bleiben sie eigentlich nur wieder Protektionismus. (siehe oben das Thema Handelsbilanzen). Nach der heutigen Premiere für Deutschland, als Frau Merkel mit einem Ultimatum einen Regierungswechsel eines anderen Landes verlangt, haben wir noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich erwarte fast, daß Merkel und Abe sich "einig sind" daß Russland die "widerrechtlich annektierten Kurilen" an Japan zurückgeben muß. Dann stünde fast schon Kaliningrad/Königsberg auf dem Plan. Litauen hat man mit dieser Forderung ja schon in die Spur geschickt. Allerdings, dann wirds brenzlig, sollte die Gesamtfrage Ostpreussen gleich mit geklärt werden. Einschließlich Danzig und Korridor. Bei dieser Regierung kann mich nichts mehr erschüttern.

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dirkcoe 04.02.2019, 19:45
6. Für wen Frau Merkel?

Reichtum für Konzerne und Aktionäre? Weil normal arbeitende Menschen - oder gar Rentner ganz sicher nicht. Da läuft die Union Sturm gegen, obwohl sie ausser dem üblichen leeren Gefasel selbst nichts anzubieten hat. Merkel hat sich längst aus der Realitât verabschiedet.

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damianschnelle 04.02.2019, 19:59
7. Die ersten Verlierer

wurden nun von unseren ÖR auch schon benannt. Die Kleinen Unternehmen und kleine Agrarbetriebe in Japan bekommen jetzt einen erheblichen Preisdruck. Gewinner sind wie immer die Multis.

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hugahuga 04.02.2019, 20:45
8.

Herr Abe ist - wie Merkel - ein treuer Vasall der US Administration. Wenn man dann diesen Satz liest:
"Es sei an der Zeit, die Partnerschaft für eine regelbasierte internationale Ordnung und den Wohlstand in der Welt auf eine höhere Stufe zu heben."
dann mag das harmlos klingen. Allerdings mischt Herr Abe sich auch gerne in Korea ein, will sagen, er vertritt hier die US amerikanische Position. Das allerdings sollte Merkel nicht dazu verführen, sich hier anzuschließen, denn kein Koreaner wird je vergessen, was der japanische Faschismus den Bewohnern der koreanischen Halbinsel angetan hat.

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hugahuga 04.02.2019, 20:51
9.

Ist der Inhalt des Freihandelsabkommen irgendwo nachzulesen? Ich hörte davon, dass es keine privaten Schiedgerichte geben solle, dass aber die Gefahr der Wasserprivatisierung bestünde. Weiß jemand da Genaues?
Diese offiziellen oberflächlichen Verlautbarungen nutzen dem normalen Bürger wenig bis nichts. Erst viel später kommt dann ans Licht, dass er der Leidtragende ist (wie immer) und zahlen darf. Diese Aussicht aber darf den honeymoon nicht stören - deshalb werden wir mit Pberflächlichkeiten abgespeist.

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