Forum: Wirtschaft
Freihandelsgespräche: EU-Kommissar fürchtet Wirtschaftsspionage der USA
AFP

Die NSA-Affäre hat das Misstrauen gegenüber einem Freihandelsvertrag mit den USA verstärkt, sogar beim zuständigen EU-Kommissar Karel de Gucht. Das Ausmaß der Spionage sei "unerträglich". De Gucht wollte wissen, ob er selbst ausgehorcht wurde - und wartet bis heute auf Antwort.

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doenzdorf 22.05.2014, 09:23
10. Unumkehrbare Geheimverhandlungen?

Lobbyisten gestalten also in Hinterzimmern die Verträge. Nichts gegen den Abbau von Zöllen etc. an sich, aber bestimmt nicht auf kosten des Umwelt & Verbraucherschutzes, Arbeitnehmerechte sowie der faktischen Abschaffung der Demokratie. Meine Hauptsorge: Die Amerikaner verfügen bislang über die bessere Bankenregulierung. Was passieren kann, wenn diese nach europäischen Standards aufgeweicht werden, dürfte selbst für konservative Geister, nach dem Crash 2008, verständlich sein. Und das alles für prognostizierte 0,05% Wachstum für Grosskonzerne? Und Kleinunternehmer & Mittelstand kommen weiter unter Druck.

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horst hanson 22.05.2014, 09:25
11. Abkommen nur mit fairen Partnern.

Ein solch umfassendes Abkommen soll man nur mit echten fairen Partnern schließen, die gemeinsame Werte teilen. Das Abkommen birgt bestimmt Chancen, aber die Risiken sind zu groß, deshalb kein Abkommem. de Gucht ist durch seine Steueraffäre ein erpressbarer Verhandler und somit ungeeignet .

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westin 22.05.2014, 09:26
12. De Gucht hat Steuer hinterzogen

Er dürfete wohl eher erpresspar sein,als Leute mit
weisser Weste.
Die Amis wissen genau,wo Sie Ihre Leute finden.

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Sicht aus Frankreich 22.05.2014, 09:32
13. Wie recht sie haben

Zitat von buntesmeinung
ist nicht glaubwürdig. Wenn keine Standards gesenkt werden sollen, macht doch dieses Abkommen gar keinen Sinn. Außerdem hört man von den amerikanischen Lobbyisten anderes. Die Agrar- und Lebensmittelindustrie drängt .....
Sie haben es auf den Punkt gebracht. Die Gefahren für uns Konsumenten und Steuerzahler kommen viel mehr aus Westen als aus dem Osten. Nur, das Problem ist, die in der EU Sitzenden wollen das nicht sehen. Aber eines Tages werden wir erwachen und uns verduzt die Augen reiben. Warum mit denen so gross verhandelt wird und nicht mit dem Miteuropäer Russland ist mir ein Rätsel, zumal die ja gleich vor der Haustüre sind. Jedenfalls wird die Zeit kommen, wo Konsumentenschützer nur noch vor Gericht als Angeklagte sitzen wenn das so weiter geht. Uebrigens: Brüssel kann mich mal.....

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berney 22.05.2014, 09:41
14. Zitat:

"Ausländischen Firmen wird es ermöglicht, die nationale Gesetzessystem zu umgehen"

Wie soll ich das verstehen? Mit Scheinfirmen und Auslagerungen auf kleine Inseln und Atolle hebeln doch schon alle Firmen, national wie international, die Gesetze aus.

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buntesmeinung 22.05.2014, 09:41
15. Zu Ihrem Nick

Zitat von Sicht aus Frankreich
Sie haben es auf den Punkt gebracht. Die Gefahren für uns Konsumenten und Steuerzahler kommen viel mehr aus Westen als aus dem Osten. Nur, das Problem ist, die in der EU Sitzenden wollen das nicht sehen.........
Leben Sie in Frankreich? Wie ist die Stimmung in der Bevölkerung dort?

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Freidenker10 22.05.2014, 09:47
16. Wozu Geheim?

Das hier klar gegen die Interessen der EU Bürger verhandelt wird, zeigen doch schon die Geheimverhandlungen!

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privado 22.05.2014, 09:47
17. Es liegt doch...

...auf der Hand, dass der EU Kommisar, der mit den USA das Freihandelsabkommen federführend aushandelt, abgehört wird. So etwas nennt man Wirtschaftsspionage. Ein ganz normales Vorgehen.

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weserbaer 22.05.2014, 09:47
18. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser!

Zitat von sysop
Die NSA-Affäre hat das Misstrauen gegenüber einem Freihandelsvertrag mit den USA verstärkt, sogar beim zuständigen EU-Kommissar Karel de Gucht. Das Ausmaß der Spionage sei "unerträglich". De Gucht wollte wissen, ob er selbst ausgehorcht wurde - und wartet bis heute auf Antwort.
Dieser Slogan ist nicht neu aber immer wieder passend. Wo ein Wort nichts gilt ist auch ein Vertrag wertlos. Wenn die USA - ua. durch die Mittel von NSA & Co KG an Unternehmensgeheimnisse drankommt, ist es mittels des angestrebten "Schiedsgerichts"Verfahrens ein Leichtes, den Wettbewerber endgültig aus dem Rennen zu werfen. Man braucht ihn ja nur zu ruinieren.

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TGX 22.05.2014, 09:59
19. Und was ...

Zitat von sysop
Die NSA-Affäre hat das Misstrauen gegenüber einem Freihandelsvertrag mit den USA verstärkt, sogar beim zuständigen EU-Kommissar Karel de Gucht. Das Ausmaß der Spionage sei "unerträglich". De Gucht wollte wissen, ob er selbst ausgehorcht wurde - und wartet bis heute auf Antwort.
... ist der Wirtschaftsspionage Frankreichs. Ich darf mal die ZEIT zitieren:

"Wie bedroht sich andere Nationen von den Pariser Spitzeln fühlen, zeigen Dokumente, welche die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht hat. So heißt es in einem Memo der US-Botschaft in Berlin: "Frankreichs Spionage ist so verbreitet, dass sie der deutschen Wirtschaft insgesamt mehr Schaden zufügt als die von China oder Russland."

Quelle: http://www.zeit.de/2014/08/frankreic...sspion/seite-2

Vielleicht kümmert sich dieser Herr erst einmal in seinem "eigenen Haus" um Spionage, bevor er hier große Reden schwingt.

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