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Freiheit in Gefahr: Ist der Westen noch zu retten?
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Brexit, Trump, Brasilien-Wahl: Die liberale Demokratie gibt kein gutes Bild ab. Aber das ist kein Grund hinzuschmeißen - das könnte den Gegnern der Freiheit so passen! Drei Punkte, um die es geht.

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Kurt-C. Hose 22.10.2018, 10:23
160.

Zitat von R.W.Schramm
Wenn Frau und Mann (man) Gewalt, Ausbeutung und Entfremdung, soziale und ökonomische Krisen, geopolitische und wirtschaftspolitische Konflikte, dauerhaft aus der Geschichte entfernen will, einen möglichen ökologischen Kollaps und ein nukleares Ende der Existenz der Menschheit verhindern will, dann müssen .....
Steile These. Ohne Kapitalismus wird alles gut? Alle sozialistischen oder kommunistischen Experimente sind bisher desaströs gescheitert und haben im Wesentlichen Unfreiheit, Tod und Elend gebracht - von Naturzerstörung ganz zu schweigen.

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ruhepuls 22.10.2018, 11:41
161. Eben Degeneration...

Die Geschichte lehrt, dass jede Gesellschaft auf der Höhe ihres (materiellen) Wohlstandes degeneriert. Werte und Gemeinschaft verlieren ihre Bedeutung - man "braucht" sie scheinbar nicht mehr, denn es geht einem ja auch so gut. Statt dessen wird die "Selbstverwirklichung" - in der Regel missverstanden als "machen was ich will" - immer drastischer ausgedrückt, was zu vermehrten (Verteilungs-)Konflikten führt. Da "Anstand" immer weniger als Richtschnur dient, benötigt man immer mehr Gesetze, die das Vakuum füllen. Was dann wiederum als Verlust von Freiheit empfunden wird, denn man regelt sich nicht mehr von innen - sondern wird von außen geregelt. Was der weiteren Atomisierung der Gesellschaft Vorschub leistet (die "Anderen" sind Hindernisse, die der Selbstverwirklichung im Wege stehen). Ja, auf diesem Weg ist der Westen schon ein weites Stück fortgeschritten. Ob man da nochmal die Kurve kriegt? Ich bezweifle es, auch mit dem Blick auf die Geschichte.

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friwi1 22.10.2018, 12:20
162. subjektive Objektivitaet oder Realtime-Transparenz

Ist es nicht wunderbar, dass es zumindest der amerikanische Praesident und andere aktuelle Staatsfuehrer, auch bezeichnet von jeweiligen politischen Gegnern als "Despoten", offen und deshalb allen transparent nun das sagen, was diese Denken, was vorher bei vielen Amtstraegern vermutet, dass von den jeweiligen Geheimdiensten ausgefuehrt bzw. organisiert worden war ?
Koennen wir mit politischer Offenheit, bis in den kleinsten Winkel dieser Welt, internet-aktuell nicht umgehen,sind Reibereien nicht auch soziologisches Raenkespiel und so auch zu verstehen, so wie es die Parlamentarier es aufzeigen:
im Plenum deren Wortarsenal gegen den politischen "Erzfeind" vollgestopft bis an
Decke, nach der Debatte wieder die besten freundlich-kumpanen Beziehungskisten, wie es sich fuer beste Freunde gehoert.
"Frieden stoert die Unruhe . Nieder mit dem Frieden" ruft der Anarchist

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mostly_harmless 22.10.2018, 13:47
163.

Zitat von eric111
Gegner der Freiheit ist eher das andere Lager, welches jegliche Meinung jenseits des vorgegebenen linken Mainstreams als demokratiefeindlich abstempelt und die westl. Welt ins Verderben führt.
Entgegen des Propaganda aus der äussersten rechten Ecke wird keineswegs "jegliche Meinung" als demokratiefeindlich abestempelt, sondern rechtsradikale Meinungen von Leuten, die abstruserweise behaupten, sie seien gar nicht rechtsradikal.

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zzipfel 22.10.2018, 16:49
164. Niemand hindert Sie daran Ihr Privateigentum

Zitat von R.W.Schramm
Dazu gehört die Überführung des Privateigentums an gesellschaftlichen Produktions- und Reproduktionsmittel in Gemeineigentum der ganzen Gesellschaft.
zu überführen in "Gemeineigentum der ganzen Gesellschaft" (über das dann irgendwelche korrupten links-dumme Funktionäre verfügen).

Ich kenne das schon aus der DDR, die Abstimmung mit den Füßen kommt prompt, sobald Sie andere Menschen ihres Eigentums berauben wollen (und sie diese Menschen nicht mit Mauer, Minen und Schießbefehl am Erlangen der Freiheit hindern können.)

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as@hbx.de 22.10.2018, 19:04
165. Nun,

Zitat von andraschek
Denn die Migranten kommen in erster Linie aus rein materiellen Gründen bzw. um ihr Leben in Sicherheit zu bringen. Ausdrücklich wegen unseres Gesellschaftsystem kommen nur die Dissidenten. Was glauben Sie eigentlich weshalb aus Russland ein Problem mit Migranten hat, kommen die da auch hin wegen des Gesellschaftssystems? Und wie Sie schon schrieben, Sie glaubten eben nur Kommunist zu sein, waren es aber nie, weil Sie es nicht verstanden haben was Marx und Engels geschrieben haben.
Russland hat ein ganz anderes *Migrantenproblem*, das sind vorwiegend Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion - selbst angerichtetes Problem.
Und danke, dass Sie so generös sind mir nach vier Jahren Studium des Maxismus/Leninismus an der Uni in Dresden meine Unwissenheit vor Augen zu führen. Offensichtlich sind Sie aber ein Kommunist, der nun endlich ganz genau weiß, was M/E/L so eigendlich wollten. Die anderen alle verstehen einfach nicht....

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bammy 23.10.2018, 09:52
166.

Zitat von R.W.Schramm
Wenn Frau und Mann (man) Gewalt, Ausbeutung und Entfremdung, soziale und ökonomische Krisen, geopolitische und wirtschaftspolitische Konflikte, dauerhaft aus der Geschichte entfernen will, einen möglichen ökologischen Kollaps und ein nukleares Ende der Existenz der Menschheit verhindern will, dann müssen wir den Kapitalismus, national und international, weltweit .....
Hatten wir doch Alles schon. Weder waren die Menschen frei, noch wurde auf Umweltschutz geachtet.
Ich weiß nicht, wieso man immer noch der Meinung ist, das der Mensch, der alles andere als Perfekt ist, ein perfektes System für sich schaffen kann.
Aktuell haben wir in Europa die längste Friedensphase. Viele West-Europäer können sich Fernreisen, Autos und den neuesten Luxus leisten. Und die sozial Schwächeren müssen auch nicht mehr auf dem 7 Hinterhof herumvegitieren. Wie gesagt, es ist nicht perfekt, aber meiner Meinung nach das beste System bisher. Warum das gegen ein schon untergegangenes System tauschen? Warum können wir nicht unser bisheriges System weiterentwickeln, anstatt es zu zerstören?

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