Forum: Wirtschaft
Fruchtlose Förderung: Jobcenter sollen fast 100 Millionen Euro verpulvert haben
DPA

Es ist eine ungewöhnlich scharfe Rüge: Der Bundesrechnungshof wirft den Jobcentern vor, Fördermittel für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in zweifelhafte Maßnahmen zu stecken. Die Kosten trägt am Ende der Steuerzahler.

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Hesekiel 22.12.2015, 11:30
10.

Eigentlich fragt man sich nur, was daran neu sein soll. Die Politik braucht kuenstlich gering gehaltene Arbeitslosenzahlen damit Michel nicht merkt, dass die Luft immer duenner wird. Ergo gaengelt man so viele Arbeitslose wie moeglich mit fragwuerdigen 'Assessments' und droht ansonsten eben Mittelkuerzung an. Zack, ist die Humanmasse raus aus der Statistik und dem Herrschertum wird wieder eine neue Hurra-Botschaft zur Uebererfuellung formuliert. Ist nicht der Spiegel auch immer mit dabei wenn es heisst, die (nicht weiter schoenbaren) Zahlen dem Volke zu verkuenden..?

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rudisresterampe 22.12.2015, 11:30
11. was sind schon 100 Mio im Vergleich zur Rettung der HRE?

Man kann immer kritisieren wenn etwas GEMACHT wird. Sicher gibt es Verbesserungsbedarf. Aber hier klingt es immer so als ob mutwillig Schwachsinn verzapft wird. Und, sorry, das glaube ich nicht.

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Koana 22.12.2015, 11:31
12. Sie tippen es....

Zitat von debreczen
mit den unzähligen "Bewerbungstrainings" u ä, angeboten durch die immer gleichen und institutionell gut verbundenen Träger, gehalten durch Mindestlöhner mit Zeitverträgen? Umschulungen dagegen werden abgelehnt. Und es wird nicht besser werden, da die Ausbeuter endlich wieder Frischfleisch vom Steuerzahler subventioniert bekommen.
... mich wundert allerdings die Zahl von 100 Mio. Da geht doch wesentlich mehr! (Wobei das läuft dann wohl nicht unter verpulvert - hier werden wohl nur die Schulungen erfasst, die das Opfer zum xten mal besuchen musste.)

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kevinschmied704 22.12.2015, 11:34
13. also das ist doch nichts neues mehr...

vor allem DEKRA verdient sich seit Jahren eine goldene Nase damit, Frauen bei sich in den räumen schlicht häkeln zu lassen! eine sauerei ist das wie man sich hier Geld erschleicht und das mit Menschen aus schwachen Strukturen! Und ihnen dabei überhaupt nicht hilft ihre Krise zu überwinden.

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Nizzre 22.12.2015, 11:34
14. Schon der Ansatz ist falsch.

Unser Sozialsystem geht davon aus, dass Menschen in Arbeit GEBRACHT werden müssen. Das ist schlichtweg falsch. Nicht das Sozialsystem muss jemanden "in Arbeit bringen", sondern jeder Erwerbsfähige muss sich um jede mögliche Arbeit BEMÜHEN.

Vom Sozialsytem unterstützt werden sollten nur Menschen, die aufgrund von Krankheit, Alter, Gebrechen - ganz gleich ob physisch oder psychisch - nicht in der Lage sind zu arbeiten.

Für alle anderen sollte es lediglich dann Zuschüsse geben, wenn sie aufgrund fehlender Qualifikation gezwungen sind, im Niedriglohnsektor zu arbeiten.
Die Arbeit muss Voraussetzung für aufstockende Lohnersatzleistungen sein.
Nicht, wie heute, das Zubrot.

Wir haben in unserem Sozialsystem im Moment leider eine Umkehrung der Sinnhaftigkeit. Jeder Arbeitslose kann sich überlegen, ob es sich "lohnt" zu arbeiten. Je mehr Kinder, umso höher muss das theoretische Gehalt sein, damit es sich "lohnt".
Das ist paradox und pervers.

Arbeit muss immer zwingend die Grundlage der Existenz sein. Und es stimmt nicht, dass es keine Arbeit gibt. Es gibt nur Arbeit, die sich für viele subjektiv nicht lohnt.
Die wird dann von Zuwanderern erbracht. Weil sich da das "lohnen" anders rechnet als für Ansässige mit Vollversorgung für die ganze Familie.

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aurichter 22.12.2015, 11:39
15. Ist das wieder eine Einzelleistung ?

Nein absolut nicht. Wer diese Praktiken nicht bereits mit der Ankündigung erwartet hat, der zieht sich weiterhin die Hose mit der Kneifzange an. Das viele Unternehmen gerade auf diese Unterstützungen zugunsten von Langzeitarbeitslosen warten, dazu entsprechend gewiefte Personaler und Juristen beschäftigen, die diese "Einnahmen" perfektionieren, konnte man sich an fünf Fingern abzählen. Diese Erfahrungen hat so ziemlich fast jeder Arbeitnehmer in seinem Umfeld einmal mitbekommen. Diese Methoden lassen U.a. Arbeitnehmer- Überlassung Firmen wie Pilze aus dem Boden schiessen, so schlagen dabei große Konzerne gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche. So wie es Mietsubventionen im großen Stil gibt, so gibt es halt Arbeitnehmer subvention im ganz großen Stil.

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BeobachterseitlangerZeit 22.12.2015, 11:40
16.

Es gibt noch andere fragwürdige Aktivitäten. Meine Tochter hatte sich arbeitslos gemeldet. Die Vermittlung des Jobcenters endete meistens bei privaten Arbeitsvermittlern. Ist das effektiv? Ist das die normale Verfahrensweise, um Vermittlungserfolge zu zeigen?
Meine Tochter hat mittlerweile einen Arbeitsplatz- ohne das Jobcenter!

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Wassup 22.12.2015, 11:42
17. Arbeit ist zu teuer - sozial Schwache werden aussortiert

In 90 Prozent der untersuchten Fälle konnte Beschäftigung geschaffen werden, so lange es sich für den Arbeitgeber rechnet.

Mit dem Wegfall der Förderung hört lohnte es sich eben nur in 10% der Fällen nicht mehr, den Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen.

Brauchen wir vielleicht doch Lohnzuschüsse, den sogenannten Kombilohn um Beschäftigung für sozial Schwache zu schaffen?

Immerhin entstehen für Arbeitgeber, die sozial Schwache anlernen und anstellen, zusätzliche Aufwände und Kosten, es wäre nur fair, einen Ausgleich zu schaffen.

Die meisten Arbeitgeber geben den sozial Schwachen gar keine Chance, verlangen vom ersten Tag an zu performen!

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Deify 22.12.2015, 11:43
18. Es erstaunt immer wieder,

dass selbst die einfachsten Rechnungen und Überlegungen nicht nur nicht erkannt, sondern sogar abgestrirtten werden. Jeder Normalbüger weiß das, seine Erkenntnisse werden dennoch immer wieder lügen gestraft und schöngeredet. Was für Leute sitzten eigentlich an den Schalthebeln? Wie unverfroren ist das? Wie lange können die sich das noch erlauben?
Zum Thema: Billiger kann kein "Arbeitgeber" an Arbeitskräfte kommen. Das sind die wahren Ausnutzer der Bevölkerung! Diese 100 Mio sollte man den zu Vermittelnden direkt geben, da wäre es besser aufgehoben.

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jakam 22.12.2015, 11:43
19.

Diese "Berater" sind ein Witz - wir sind nach einem Auslandsaufenthalt mal selber dort gewesen, um zu schauen, ob man dort eventuell Angebote lokaler Firmen einsehen kann - wir wurden weggeschickt mit der Aussage, daß man für Leute mit einem gutem Lebenslauf wie uns sowieso nichts hätte. Was das sollte, fragen wir uns bis heute - man spricht also nur mit was für Leuten dort? Nur mit hoffnungslosen Fällen für irgendwelche sinnfreien Maßnahmen, um die Statistiken zu verschönern? Idiotisch!

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