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Fruchtlose Förderung: Jobcenter sollen fast 100 Millionen Euro verpulvert haben
DPA

Es ist eine ungewöhnlich scharfe Rüge: Der Bundesrechnungshof wirft den Jobcentern vor, Fördermittel für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in zweifelhafte Maßnahmen zu stecken. Die Kosten trägt am Ende der Steuerzahler.

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kritiker111 22.12.2015, 12:00
40. Das laueft...

... seit vielen, vielen Jahren so!
Erfunden von Politikern, die nichts anderes wollen, als "gute" Zahlen vorweisen.
Ob das Ganze ueberhaupt einen Sinn macht, das ist vollkommen uninterssant und niemand kuemmert sich darum.
Der alltaegliche Betrug am Steuerzahler, von "Wolkenkuckucksheimern" entwickelt und gefoerdert.

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xvxxx 22.12.2015, 12:01
41.

Wer einmal erlebt hat wie dort gearbeitet wird, den wundert das nicht.
Da geht es m.E. nicht darum , für Menschen was zu tun, sondern es geht um die Verwaltung der Statistik.
Schon beim ALG1 nicht, und ich vermute bei ALGII gleich noch viel weniger.
Denn mit diesen Menschen kann man ja umgehen wie man mag. Mag es noch so sinnentleert und destruktiv sein.

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Marellon 22.12.2015, 12:01
42. Sanftes Streicheln

Es gibt Leute, die möchten arbeiten und finden nichts. Über diese Menschen schreibe ich hier nicht. - Ich schreibe über Personen, die sich um jede ehrliche, bezahlte Arbeit drücken und von ihrem Jobcenter keinen Tritt in den Hintern erhalten, weil sie ja "Klienten" sind, die man "motivieren" und "nett ansprechen" muss. Derweil warten die Gläubiger - dazu gehören auch unterhaltsberechtigte Kinder - auf ihr Geld. Es gibt Mittel, solche Drückeberger und faulen Kerle in Gang zu setzen, aber dazu fehlen den Jobcentern in vielen Fällen Mut und Biss und Phantasie.

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Bürger Icks 22.12.2015, 12:01
43. Wenn Betroffene so etwas behaupteten

dann waren das alles arbeitsfaule Spinner, die nichtmal das Nötigste für ihr Geld tun wollten.

Jetzt ist mehr oder weniger offiziell, mal sehen ob sich jetzt auch die Meinung der "Teflonbürger" ändert.
Die oft denken das ihnen nichts etwas anhaben könnte, Arbeitslosigkeit nur die Faulheit anderer sei und man von dieser ja eh nie persönlich betroffen sein wird.
Und deshalb alles was nicht offiziell ist als billige Ausrede, als Rumjammern, als Verschwörungstheorie abtun.

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ponyrage 22.12.2015, 12:02
44. Jobcenter taugen nichts

Die Jobcenter taugen überhaupt nichts, null gar nichts, nothing nada. Man sollte diese ganze Arbeitsvermittlungsindustrie auflösen und an ihrer Stelle das bedingungslose Grundeinkommen einführen. Dann hätten auch viele geringer Qualifizierte endlich einen vernünftigen Anreiz zu arbeiten, weil ihnen nämlich nicht mehr nur ein Trinkgeld von dem Zuverdienst verbleiben würde. Das Grundeinkommen muss gar nicht so wahnsinnig hoch sein - 200 Euro mehr als die derzeitige ALG2-Gesamtleistung würden ausreichen. Und das wäre auch finanzierbar. Nur der Wille fehlt eben.

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Hilfskraft 22.12.2015, 12:03
45. seit ewigen Zeiten bekannt ...

... jeder, der ein Gewerbe dieser Art anmeldet, bekommt die Leute automatisch von der AG zugeführt.
Dort bekommen die auf Jobs wartenden erstmal die Anweisung, Pause zu machen.
Die geht dann von Anfang bis Ende des "Kurses".
Wem das zu langweilig ist, darf sich SODOKU, Kreuzworträtsel oder ähnliches mitbringen.
Die AG wurde von Bekannten auf diese Zustände damals hingewiesen.
Was passierte?
Nichts!
Also, wie immer.

Die AG hat die Leute aus der Statistik und die einschlägigen Gewerbe kriegen Geld fürs so tun, als ob.
Fürs Nichtstun also.
Win-Win-Situation.

Einfacher Deal und Merkels Arbeitslosenstatistik kann an die Presse verschickt werden.

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Art. 5 22.12.2015, 12:03
46. Riesige Korruptionsgeschichte

Zitat von EvenD
Punkt ist: Ich wurde letztes Jahr doch glatt auch wieder zu einer Maßnahme geschickt, und diesmal stand auf dem Anmeldebogen doch tatsächlich der Preis dafür: 1800€ für EINE Woche rumsitzen und Dinge tun, die ich a) längst kann (bitte...ich bin krank, nicht dumm...ich weiß, wie man Bewerbungen schreibt) und b) nicht brauchen werden. Und das mit dem "nur" rumsitzen ist nicht übertrieben. Erster Tag: Papierkram erledigen. Das heißt, 6 Stunden mit Anderen in einem Raum sitzen und warten, das die Leutchen da uns 5 Zettel unterschreiben lassen. In dem Kurs waren ungefähr 20 Leute. Geld verbrennen leicht gemacht.
Die Frage ist doch, warum die Jobagenturen solche Mondpreise für derartige Maßnahmen bezahlen? Da erhält der Anbieter vom Staat 36.000 € für eine Woche. Wie hoch sind denn seine Kosten? Die Raummiete vielleicht ca. 300 €/Woche, der Lehrer ca. 500 €/Woche. Wieso wählt der Sachbearbeiter im Jobcenter nicht einen anderen Anbieter, der das alles viel billiger macht? Hier scheint eine riesige Korruptionsgeschichte vorzuliegen, die seit Jahren nicht aufgedeckt wird. Es sind ja nur Steuergelder.

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lenti 22.12.2015, 12:04
47.

Zitat von EvenD
...ich bin Langzeitarbeitslos. Ich kann wegen meinen psychischen Erkrankungen (Depressionen, Sozialphobie, usw.) nicht arbeiten gehen, bevor hier irgendjemand anfängt vonwegen ich wäre faul ;)
Die macht ihres Unterbewusstsein --- man ist das was man sein will --- Wenn man sich sich selbst immer wieder negatives einredet , muss man sich nicht wundern wenn man sich so fühlt ,

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Nizzre 22.12.2015, 12:04
48. Nein, da ist er nicht.

Zitat von ancoats
Da ist er latent wieder mal, der sozialgiftige "Die wollen nur nicht arbeiten" - Ansatz. Was glauben Sie, wie viele erfolglose Bewerbungen Sie in einem Land schreiben, in dem es a) schlicht nicht genug passende Arbeitsplätze gibt (und nie wieder geben wird), b) in dem im man von vielen Jobs nicht mehr leben kann, weil sie kriminell niedrig entlohnt werden (u.a. im Vergleich zu anderen europäischen Ländern), und last nicht least c) in welchem Arbeitgeber häufig absurde Anforderungen formulieren, Ältere und alles unterhalb Hochschulreife prinzipiell aussortieren und dabei gleichzeitg über Fachkräftemangel lamentieren? Man muss schon sehr realitätsfern sein, um das Dilemma nicht auf einem ganz anderem Feld zu sehen.
Im Gegenteil, ich halte Ihren Standpunkt für sozialgiftig.
Denn der Sozialstaat entwertet mit seiner leistungslosen Vollversorgung die ehrliche Arbeit vieler Menschen.
Erst dieser Anspruch auf Vollversorgung ermöglicht kriminell niedrige Entlohnungen.
Und "absurde Anforderungen" gibt es in der Landwirtschaft, in der Transport- und Logistikbranche, in der Verpackung, Konfektionierung und anderen Bereichen, die alle tariflich gebunden sind nicht.

Wenn aber die Arbeitnehmer mit Vollversorgung rechnen können, dann sind solche Arbeitsplätze "was für die Doofen" und für die "Ausländer" aus Billiglohnländern.

Erst die Vollalimentierung in Deutschland führt dazu, dass niemand mehr Bock auf Arbeitskampf und energische Tarifverhandlungen hat. Denn letztlich reicht es ja, 10 Stunden die Woche zu "buckeln", um die Vollalimentierung ohne weiteres Genörgel vom Amt zu erhalten.

Das ist Mist. Nur wenn man den Menschen die Krücken wegnimmt, müssen sie allein stehen und gehen lernen. Dann würde es auch wieder eine "Arbeiterbewegung" geben und nicht "Sozialverbände".

Sorry, Sie liegen falsch. Unser Sozialstaat entwürdigt Menschen auf subtile, einlullende Weise, statt die Menschen aufrecht und stark zu machen.

Und nicht jeder braucht eine akademische Bildung. Mehr gute Handwerker wären viel wichtiger.

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Phoenix2006 22.12.2015, 12:05
49. Fruchtlose Förderung: Jobcenter sollen fast 100 Millionen Euro verpulvert haben

Die Sendung Panorama hat sich mehrfach kritisch mit der Thematik Hartz-I bis Hartz-IV und den Qualifizierungs-Weiterbildungsmaßnahmen beschäftigt.
Diese Beiträge sind auf der Webseite von Panorama noch zugänglich.
Ich habe mal eine wissenschaftliche Frage (Soziologie, Betriebs-Volkswirtschaft).
Wieviel haben die Bildungsträger mit Klienten verdient?
Wieviel HartzI-IV Empfänger sind in sozialversicherungsflichtige Beschäftigungsverhältnisse gekommen?

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