Forum: Wirtschaft
Frühere Lieferung von Daten: Reuters soll Turbohändler bevorzugt haben
AP

In Zeiten des Hochfrequenzhandels können zwei Sekunden viel Geld wert sein. Diesen Zeitvorsprung soll die Finanznachrichtenagentur Thomson Reuters ausgewählten Kunden eingeräumt haben. Ein Mitarbeiter alarmierte deshalb das FBI - und zieht nun wegen seiner Entlassung vor Gericht.

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iffel1 05.04.2013, 09:46
1. Das dürfte so auch passiert sein

Aber Finanz-Datenhandel und Veröffentlichungstermine von Unidaten unterliegen nur vertraglichen Rechten, nicht der Börsenaufsicht. Allerdings ist das Auslegungssache, was den Insiderhandel betrifft. Wenn die vertraglich vereinbarte Veröffentlichung einen 2 Sekunden-Abstand zuläßt, dann kann durchaus die erste Veröffentlichung für einen kleinen Kreis schon dem Sachverhalt der Veröffentlichung entsprechen und ist damit kein Insiderhandel. Naja, mal sehen.

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Stelzi 05.04.2013, 09:47
2. Tjo

Im Westen gibts also auch nix neues.

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wildwasser 05.04.2013, 09:53
3. Tja, wenn man

das Leben auf solchen Wirtschaftsterror reduziert, kann sowas schon mal passieren. Schöne Zukunft wünsch ich.

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tobyrd72 05.04.2013, 10:06
4. Reuters teilte mit die Vorwürfe seien

Wenn es in dem Vertrag die 2 Sekunden Regelung gibt ist der Vorwurf wohl nicht unbegründet. Das der Vorwurf nutzlos (=bringt kein Geld) für Reuters ist, daran besteht selbstverständlich kein Zweifel.

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McUtty 05.04.2013, 10:12
5. In Bayern wäre er Zellnachbar vom Mollath

, als 'Querulant' lebenslang in die Psychatrie gesteckt.
Ich Drücke dem Herrn Rosbaum die Daumen, dass er seinen Prozess gewinnt.

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auweia 05.04.2013, 10:24
6. Vorschlag

Zitat von sysop
In Zeiten des Hochfrequenzhandels können zwei Sekunden viel Geld wert sein. Diesen Zeitvorsprung soll die Finanznachrichtenagentur Thomson Reuters ausgewählten Kunden eingeräumt haben. Ein Mitarbeiter alarmierte deshalb das FBI - und zieht nun wegen seiner Entlassung vor Gericht.
Per Gesetz eine "physische" Haltefrist von mindestens 5 Sekunden festlegen. Wer schneller handelt, handelt illegal.

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Izmi 05.04.2013, 10:29
7. Opfer

Zitat von sysop
In Zeiten des Hochfrequenzhandels können zwei Sekunden viel Geld wert sein. Diesen Zeitvorsprung soll die Finanznachrichtenagentur Thomson Reuters ausgewählten Kunden eingeräumt haben. Ein Mitarbeiter alarmierte deshalb das FBI - und zieht nun wegen seiner Entlassung vor Gericht.
Das Timing ist beim Börsenhandel mit Abstand das wichtigste Element um erfolgreich Geld aus Geld zu machen. Mit dem beiderseits (!) eingesetzten Computer und dem Abwickeln von Geschäften im Millisekunden-Bereich sind Betrugsmanövern und Durchstechereien Tür und Tor geöffnet. Vor allem kleine Trader, die tagtäglich versuchen, über ihre um hundert oder vielleicht tausend Euro liegenden Geschäfte Gewinne zu machen, sind betroffen. Denn die können nie nachweisen, dass sie selbst mit größeren zeitlichen Verschleppungen über halb- und Viertelminuten betrogen werden. Zehntelsekunden oder sogar ganze Sekunden sind völlig außerhalb ihrer Wahrnehmungsfähigkeit.
Man mag diese "Mini-Börsenhaie" gut finden oder nicht, im Grunde sind oder werden sie letztlich Opfer der Großen...

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zackenblitz 05.04.2013, 11:01
8. Der Handel an den Börsen ist ein einziger grosser Betrug...

..die Kleinen werden nur noch als Kanonenfutter betrachtet. Seit der Jahrtausendwende muss man als Aktien(fonds)besitzer das Glück haben, den ruchlosesten Verwalter gewählt zu haben. Als Kleinanleger darfst Du nur noch liefern...

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glgg 05.04.2013, 11:22
9. Abgestufte Servicelevel

Unterschiedliche Servicelevel sind legal, sofern die Angebotsdifferenzierung allen Reuters Vertragspartnern bekannt ist.

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