Forum: Wirtschaft
Frühjahr 2017: Tariflöhne steigen deutlich
DPA

So stark haben die Tarifverdienste schon lange nicht mehr zugelegt: Von April bis Juni stiegen sie um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - das dürfte allerdings ein Ausreißer sein.

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Crom 31.08.2017, 15:23
70.

Zitat von yvowald@freenet.de
Wenn die unteren Einkommensbezieher beispielsweise 75 EURO als Tariferhöhung erhalten, verzerrt sich die Einkommensskala. Besser wäre es, wenn alle Tarif-Beschäftigten diese 75 EURO monatlich mehr erhalten würden. Oder auch 80 EURO. Dann bliebe das Einkommensgefüge konstant und die Spreizung (Scherenbewegung) könnte aufgehalten werden.
Die Spreizung ist aber auch relativ. Die Preissteigerungen sind ebenfalls relativ.

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KaraBenFasel 31.08.2017, 15:44
71. Tarif

Zitat von yvowald@freenet.de
Es ist und bleibt ein Skandal, daß es überhaupt "tariflose" Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt, also solche, die für die Arbeitgeberseite "Freiwild" sind.
EINSPRUCH! Scheren Sie bitte nicht alle über einen Kamm!
Ich bin noch nie nach Tarif (war immer / bin) Angestellter!) bezahlt wurden. Anfangs eher zufällig (kleine Firma), später bewusst. Ich habe also immer mein Gehalt selbst verhandelt. Als Tarifler hätte ich sicherlich jetzt nicht mein eigenens Haus abbezahlt und mir zusätzlich zur GRV eine ordentliche zusätzliche Altersvorsorge aufbauen können.
Ich bin mit Sicherheit kein Einzelbeispiel, aber ich bin mir auch bewusst, dass außer Einsatz und Können immer eine Portion Glück (man sollte nicht zur falschen Zeit am falschen Ort sein) dazu gehört.

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karljosef 01.09.2017, 07:20
72. Jaja, jaja, das glaub(t)en viele...

Zitat von KaraBenFasel
EINSPRUCH! Scheren Sie bitte nicht alle über einen Kamm! Ich bin noch nie nach Tarif (war immer / bin) Angestellter!) bezahlt wurden. Anfangs eher zufällig (kleine Firma), später bewusst. Ich habe also immer mein Gehalt selbst verhandelt. Als Tarifler hätte ich sicherlich jetzt nicht mein eigenens Haus abbezahlt und mir zusätzlich zur GRV eine ordentliche zusätzliche Altersvorsorge aufbauen können. Ich bin mit Sicherheit kein Einzelbeispiel, aber ich bin mir auch bewusst, dass außer Einsatz und Können immer eine Portion Glück (man sollte nicht zur falschen Zeit am falschen Ort sein) dazu gehört.
unkündbar zu sein, für's Alter genügend vorgesorgt zu haben.

Wie gut ist es doch, dass in Deutschland Firmen so selten Konkurs anmelden,
dass selten speziell die älteren, bzw. die teuersten Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt werden,

wie gut ist es doch, dass wir Fachkräftemängel haben, dass man als älterer, erfahrener Arbeitnehmer sofort eine Arbeitsstelle bekommt,
...
Ich wünsche weiterhin angenehme Träume!

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joomee 01.09.2017, 07:56
73. Tendenz stimmt - very good news!

Leute, hört auf zu meckern. Wir sind auf gutem Wege. Jährliche Erhöhungen von 2 - 4% pro Jahr bedeuten in rund 3 Jahren insgesamt rund 10% und in 5 - 7 Jahren um die 20%.

Da werden aus 2.000 Euro brutto in wenigen Jahren 2.400 Euro. Und aus 3.000 Euro 3.600. wenn die Inflation im Rahmen bleibt, ist dies doch ordentlich. Zudem gab es in den letzten 3 Jahren schon Reallohnsteigerungen.

Im übrigen steigen dann auch die Renten.

Das haben doch viele gefordert. Wenn der Trend so weiter geht wird vieles nachgeholt - und zwar ohne das Wirtschaftswachstum und die Unternehmen zu gefährden. Denn das braucht man auch um die Lohnerhöhungen überhaupt durchzusetzen.

Beschäftigungsquote, Löhne und Renten steigen, es wird vom Staat her mehr in Bildung, Sicherheit, Infrastruktur uns Soziales investiert, wir haben einen Haushaltsüberschuss und die Schuldenquote sinkt. Kaum ein Staat schafft das gerade in dem Maße wie Deutschland.

Also ich finde das sind good news und freue mich. Natürlich gibt es in vielen Bereichen auch noch einiges zu tun. Aber glaubt mir, die Zeiten werden auch wieder ernster - dann gibt es noch genügend Gründe zu lamentieren.

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spon_3511963 01.09.2017, 08:11
74. Dann können die Rentner

mit mehr geld rechnen. PRIMA, TOLL, KLASSE
NEE ich Wähle trotzdem nicht CDU.

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christian-h 01.09.2017, 08:49
75. Angabe

Zitat von Crom
1) Nö, impliziert es nicht. Das ist eine Fehlinterpretation Ihrerseits. 2) Auch dafür gibt es Statistiken nach Dezile und Pentile, die große Mehrheit darf sich über Reallohnsteigerungen freuen, in den letzten Jahren sogar durchgehend.
1) Ihre Aussage ist wie Sie ist und lässt kaum Spielraum für eine andere Interpredation. Lesen Sie Ihren Beitrag nochmal nach.

2) Wenn Sie diese Statistiken kennen, die Ihre Aussage untermauern, dann können Sie diese sicher verlinken.

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christian-h 01.09.2017, 08:58
76. Angabe

Zitat von joomee
1)Leute, hört auf zu meckern. Wir sind auf gutem Wege. Jährliche Erhöhungen von 2 - 4% pro Jahr bedeuten in rund 3 Jahren insgesamt rund 10% und in 5 - 7 Jahren um die 20%. 2)Beschäftigungsquote, Löhne und Renten steigen,...
1) Es kann doch wahrlich nicht schwer sein sich die Zahlen aus dem Artikel zu bemühen.
Die jährliche Erhöhung liegt keineswegs bei 2-4%.
2017 lag die Erhöhung bei 3,4 (3,8)% im Durchschnitt. Dabei reicht die Spreizung von 0,9% (Gastgewerbe) bis 7,4% (Bergbau).
Weiterhin ist das nur für die Tarifverträge ermittelt die weniger als 50% der AN abdecken.
Bei einer Inflation von 1,7% haben alle AN die nach Tarif weniger wie 1,7% erhalten einen Reallohnverlust.
Wie hoch die Steigerung bei den AN ist die nicht dem Tarif unterliegen ist schwer abzuschätzen. Der größte Teil dürfte eher unter der Inflationsmarke liegen.

2) Die Beschäftigungsquote ist dabei relativ uninteressant, denn es mangelt den Menschen weniger an Beschäftigung als an Einkommen.
Man kann sich auch beschäftigen ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen.

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karljosef 01.09.2017, 12:00
77. Frühjahr 2017: Tariflöhne steigen deutlich???

Frankfurter Rundschau vom 29.08.2017:

Zitat:Tarifflucht auf breiter Front
Nur noch gut die Hälfte der Arbeitnehmer wird nach einem Branchentarifvertrag beschäftigt /
Bundesregierung sieht dennoch keine "Erosion des Systems"


Nachdenkliche Grüße

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Crom 01.09.2017, 16:13
78.

Zitat von christian-h
1) Ihre Aussage ist wie Sie ist und lässt kaum Spielraum für eine andere Interpredation. Lesen Sie Ihren Beitrag nochmal nach. 2) Wenn Sie diese Statistiken kennen, die Ihre Aussage untermauern, dann können Sie diese sicher verlinken.
Konnte man zuletzt sogar hier lesen: http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/loehne-auf-einen-blick-so-verdient-deutschland-a-1158777.html

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joomee 02.09.2017, 10:25
79. Stimmt...

Zitat von christian-h
1) Es kann doch wahrlich nicht schwer sein sich die Zahlen aus dem Artikel zu bemühen. Die jährliche Erhöhung liegt keineswegs bei 2-4%. 2017 lag die Erhöhung bei 3,4 (3,8)% im Durchschnitt. Dabei reicht die Spreizung von 0,9% (Gastgewerbe) bis 7,4% (Bergbau). Weiterhin ist das nur für die Tarifverträge ermittelt die weniger als 50% der AN abdecken. Bei einer Inflation von 1,7% haben alle AN die nach Tarif weniger wie 1,7% erhalten einen Reallohnverlust. Wie hoch die Steigerung bei den AN ist die nicht dem Tarif unterliegen ist schwer abzuschätzen. Der größte Teil dürfte eher unter der Inflationsmarke liegen. 2) Die Beschäftigungsquote ist dabei relativ uninteressant, denn es mangelt den Menschen weniger an Beschäftigung als an Einkommen. Man kann sich auch beschäftigen ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen.
Stimmt, es kann doch wahrlich nicht so schwer sein, meinen Beitrag richtig zu lesen.

Natürlich rede ich vom Durchschnitt. Wo ist denn der Widerspruch, wenn Sie auf die Spanne innerhalb diesem Schnitt hinweisen? Das ist doch jedem klar, weiss aber nicht warum meine Aussage deshalb nicht richtig sein soll.

Und auf die Berücksichtigung der Inflation habe ich selber hingewiesen. Sie müssen sorgfältiger lesen.

Ja, es geht es hier im Tariflöhne. Diese haben aber auch immer Signal- und Sogwirkung auf die AT-Beachäftigungen. Und wie Sie wissen sind dei Gesamtlöhne seit 2010 relativ ordentlich gestiegen - und zwar auch nettoreal.

Und natürlich ist die Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote wichtig. Wenn diese sich gut entwickelt steigen die Löhne, wenn auch zeitversetzt, da der "Preis" für Arbeitskräfte in so einem Umfeld steigt.

Ich habe ja nicht behauptet, dass alles paradiesisch ist. Aber wir sind nun mal auf einem gutem Wege, trotz aller unbestrittenen weiteren Herausforderungen. Aber manche meckern halt immer und reden alles schlecht. Kennen Sie so einen? ;-)

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