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Frühjahrsgutachten: Experten erwarten sinkende Immobilienpreise
imago/Westend61

Auch 2017 sind Immobilien in Deutschland wieder um fast acht Prozent teurer geworden. Doch ein neues Branchengutachten prophezeit ein Ende des Aufwärtstrends.

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midastouch 20.02.2018, 13:02
1. Wir werden sehen

Dass die Kaufpreise nicht ins Unermessliche steigen können ist klar. Irgendwann werden in den A-Städten 4-Zimmer-Wohnungen eine Million Euro kosten und wer wird sich das noch leisten können? Dass die Kaufpreise also nicht mehr so schnell steigen wie bisher, ist nachvollziehbar. Aber daraus zu schließen, dass die Kaufpreise sinken, halte ich für Wunschdenken. Zumindest solange die Zinsen nicht bei 4-5% liegen. Und davon sind wir noch weit entfernt.

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Sal.Paradies 20.02.2018, 13:17
2. Glaube ich nicht

Die Aussage, der Zuzug in Städte wie z.B. Berlin, München, etc..würde "abnehmen" kann ich nicht nachvollziehen, denn natürlich werden immer mehr, gerade junge Menschen, den Weg in die Ballungszentren finden, weil es da wo sie herkommen, keine Arbeit mehr gibt. Gerade in Berlin gibt es noch massig Platz für Firmen, also genau jene Konstruke, die all die Menschen in die Stadt kommen lassen. Und was den "Markt" angeht, ist noch lange kein Ende in Sicht, da die Zinsen ja noch immer extrem niedrig sind. Davon abgesehen würde es viele Jahre dauern, bis sich bestimmte Verwerfungen am Immobilienmarkt normalisieren. Dies würde aber voraussetzen, dass die "Nachfrage" höher als das "Angebot" ist, was aus oben benannten Gründen bez. Städten wie Berlin/München/Hamburg aber so nicht kommen wird. Teile dieses Berichtes finde ich ehrlich gesagt ein Stück weit absurd und mich würde mal interessieren, welche Interessen dahinter stecken..?

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rambazambah 20.02.2018, 13:19
3. Hoffentlich

Gerade hier in Baden-Württemberg kann man sich ein Hausbau bzw. -Kauf kaum noch leisten. Für die städtischen Grundstücke muss man durch ein Punktesystem, in dem man eigentlich nur dann eine Chance hat, wenn man alteingesessen ist und mindestens 2 schulpflichtige Kinder hat. Als kinderloses Paar aus einer Nachbargemeinde hat man keine Chance, öffentlichen Baugrund zu erwerben. Abgesehen davon, sind diese Grundstücke gerade einmal 200m² groß und Privatsphäre hat man in diesen Gärten nicht. Die privaten Baugrundstücke gibt es ab 200.000 € aufwärts - noch nicht erschlossen. Wir haben es uns ausrechnen lassen. Für ein Einfamilienhaus (Fertighaus) auf moderatem Grundstück zahlt man unterm Strich (Grundstück, Keller, Hausbau, Hausausbau, Steuern etc.) 450.000 bis 500.000 €. Bauen können fast nur diejenigen, die ein Grundstück geerbt haben und/oder eine große Handwerkerfamilie haben.
Beim Hauskauf sieht es ähnlich aus. Da meistens ein Makler dahinter steht - und der natürlich ordentlich verdienene möchte - werden Objekte zu idiotisch hohen Preisen angeboten. Selbst wenn man an einer Immobilie mitten im Nirgendwo interessiert ist, zahlt man mindestens 200.000 €. Dafür bekommt man dann eine heruntergewirtschaftete Wohnruine, die man mindestens mit 150.000 bis 200.000 € renovieren muss.
Zwar hoffe ich, dass diese Prognose stimmt, aber bis sie hier angekommen ist, werden noch ein paar Jahre ins Land gehen. Zum Glück haben wir dann doch die Finger vom Hausbau bzw. -Kauf gelassen, denn in den letzten Jahren hat man doch öfter mitbekommen, wie sich Leute hoffnungslos überschuldet hatten, viel zu hohe Kredite aufnahmen, monatlich wirklich knapsen müssen, Ehe und Beziehungen in die Brüche gingen.

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dipl.inge83 20.02.2018, 13:21
4. München

Ich bin dankbar das es mir aufgrund der konjunkturellen Lage endlich möglich ist, eine Arbeitsstelle im Tagespendelbereich meiner strukturschwachen Heimat zu ergattern und die überlaufenen Metropolen endlich zu verlassen. Hoffentlich für lange Zeit. Zumal die Gehälter für Normalsterbliche mit den Preisentwicklung nicht ansatzweise Stand halten konnten. Mein Beileid für alle, die aus solchen Regionen stammen und sie aufgrund des sozialen Umfeldes nicht einfach verlassen können, sondern die Preise zähneknirschend hinnehmen müssen.

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MTBer 20.02.2018, 13:33
5. Steht das SO in dem Gutachten?

. . . Der nunmehr seit acht Jahren dauernde Anstieg der Kaufpreise dürfe sich bald beruhigen, schreiben die sogenannten Immobilienweisen in ihrem am Dienstag vorgestellten Gutachten, das sie im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) erstellt haben. . . . (1. Absatz)

Der Anstieg der Kaufpreise DÜRFE (?!) sich bald beruhigen? Oder ist gemeint: ,,Der Anstieg der Kaufpreise DÜRFTE sich bald beruhigen.''? Ich lese da zwei ganz unterschiedliche Sachverhalte heraus.

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singlebunch 20.02.2018, 13:43
6. Jo...

...ein Gutachten prophezeit sinkende Immobilienpreise und demgegenüber stehen 100, die das Gegenteil behaupten. Man muss halt nur lange genug suchen, um jemanden zu finden, der seine Wunschvorstellung teilt und dies dann auch in irgendeiner Form auch unterlegen kann. Was das am ende mit der Realität zu tun hat, ist die andere Frage.

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Dromedar 20.02.2018, 13:44
7. Verglichen mit Sydney

Melbourne, Singapur, dem Silicon-Valley ist auch London und Paris ist Berlin spott günstig. Und alles, was in diesen Städten geht, läuft auch hervorragend in Berlin. Insofern wird der ausländische, qualifizierte Zuzug sicherlich nicht nachlassen.
Für die Provinz wie München oder Stuttgart mag das anders aussehen, auch weil dort eher veraltete Technologie wie Autoindustrie ansässig ist.

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wirsindallemenschen 20.02.2018, 13:49
8. Alles Quatsch

Wer tatsächlich glaubt das irgendwas billiger wird, der wird getäuscht.
Beispiel, hier Weilheim, suche für mich und die Familie seit 4 Jahren eine Wohnung. Als Alleinverdiener sind 1100€ warm für eine 4 Zimmer Wohnung (5 Personen) unbezahlbar.

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ventoux72 20.02.2018, 13:57
9. @rambazambah: Das kenn ich auch

Hallo rambazambah, das mit dem Punktesystem oder noch schlimmer, dass nur Einheimische überhaupt eine Platz kaufen können kenn ich auch und ärgert mich. Diese Praxis gehört nmM mal anständig juristisch auf Herz und Nieren geprüft. Hier geht es nicht um einen Händler einer x-beliebigen Sache, der sich rein rechtlich seine Kunden aussuchen darf. Die Frage ist, ob man in so einem "elitären" Ort (Ironie, wie in dem mir bekannten Fall) überhaupt wohnen möchte.

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